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Sind
sie nicht zum knuddeln, die Racker?
Die
„Links“fraktion weint sich herzerweichend aus über die Unbill, die
ihr im Untersuchungsausschuss (BND – Kurnaz) widerfährt
Von
Anna Heinzberger/28. Februar 2007
In
ihrer Pressemitteilung
geht es drunter, drüber und wild durcheinander im Text. Nach der Lektüre
leidet man unter Orientierungsstörungen.
Zuerst
schreibt sie von verschwundenen BND-Akten, dann von bewusst
vorenthaltenen, und schließlich davon, dass der Belastete entscheidet
welche Akten der Untersuchungsausschuss zu sehen bekommt. Schließlich
spekuliert sie darüber, dass eine ordnungsgemäße Aktenführung nicht
gewährleistet ist und ob die Medienberichte zutreffend sind.
Das
Ganze legt sie dann in die Ablage als das Beispiel einer
unverantwortlichen Praxis.
Beeindruckend
wie Worte aneinandergereiht werden, die keinen Sinn ergeben.
Was
ist denn nun? Sind die Akten verschwunden oder werden sie vorenthalten?
War die Aktenführung ordnungsgemäß oder nicht?
Wenn
sie verschwunden sind wäre doch zu fragen, wer sie denn verschwunden hat.
Selbst können sich Akten ja noch nicht
verschwinden. Dazu braucht es Täter. Wenn sie vorenthalten werden,
dann sind die Akten ja da, also nicht verschwunden. Der
Untersuchungsausschuss bekommt sie nur nicht.
Wenn
die Akten vorenthalten oder verschwunden wurden, dann war die Aktenführung
sicher sehr ordnungsgemäß. Der ordnungsgemäße Inhalt der Akten war
wohl so aufschlussreich und ordentlich aufgeführt, dass es Interesse am
Verschwinden dieser Akten gab.
usw.
usf.
Der
wirre Text bekommt erst dann Sinn, wenn über seinen Zweck nachgedacht
wird.
Die
„Links“fraktion will gar nichts aufklären.
Sie
will weder im Untersuchungsausschuss die kriminellen Machenschaften des
BND aufdecken, oder die Verantwortlichen für Verschleppung, Folter,
Menschenrechtsverletzungen und Angriffskriege zur Rechenschaft ziehen noch
will sie die Öffentlichkeit aufklären. Sie will schlicht und einfach
Nebelkerzen werfen und sich als Hüterin des bürgerlichen Rechtsstaats
und von Wahrhaftigkeit herausputzen. Für den zweiten Zweck scheint es ihr
nützlich, wenn sie der SPD en passant
noch ein „abenteuerlich“ entgegenschleudert. Nach dem Motto ich wasch
euch den Pelz, aber keine Angst, ich mach euch kein bisschen nass dabei.
Schließlich strebt die opportunistische Seilschaft ja noch den Beischlaf
mit eben jener SPD an. Ziel ist das Dasein als politische Schmuddelkinder
zu verlassen und näher an die Fleischtöpfe der Bourgeoisie zu kommen.
Wollte
die opportunistische „Links“fraktion wirklich aufklären, dann würde
sie Ross und Reiter nennen und in aller Schärfe enthüllen, was in der
Bananenrepublik vorgeht. Der Fall Kurnaz ist nur ein Fladen im aktuellen
kriminellen Mistberg der Bourgeoisie und nicht das „Beispiel einer
unverantwortlichen Praxis“, wie beschönigend fabuliert wird.
Es
geht um kriminelle Machenschaften, Verfassungsbruch, schwerste Straftaten
gegen das Völkerrecht und das geltende BRD-Recht. Die gilt es aufzuklären
und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Nicht nur Steinmeier,
nein die ganze Bande. Gejammer von Erschwernis ist da überflüssig. Sie
will sich wohl ein Alibi dafür
verschaffen, nichts aufzuklären. Dafür spricht auch das absurde Getue
von den US-Behörden oder der Türkei. Ausgerechnet die imperialistischen
Komplicen der „Belasteten“ sollen dem an Akten Not leidenden
Untersuchungsausschuss helfen.
Der
Inhalt der Presseerklärung veranschaulicht den qualitativen,
ideologischen und politischen Zustand der „Links“fraktion, die sich
einbildet, Sprecherin der Linken Kräfte in der BRD zu sein oder werden zu
können.
Anna
Heinzberger
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