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Biskys erste Wahlschlappe  

Zum Wahlergebnis der PDS in Bremen   

Nur einen Tag nach der Wahl zur Bremer Bürgerschaft gehrt es im PDS Landesverbandes des zwei Städte Staates an der Weser. Mehr als 4000 WählerInnen hat die PDS hier im Vergleich zur letzten Bürgerschaftswahl von vor vier Jahren verloren, sie fiel von 2,9 auf 1,7 Prozent. Und das in einer Situation, in der es leichter denn je gewesen wäre Stimmen für eine Alternative zur Bundes- und Landesregierung zu gewinnen. Aber, so schätzte man auf einem ersten Treffen der Bremer Parteilinken ein, „wie soll man enttäuschte Sozialdemokraten und Grüne gewinnen, wenn man als PDS im Berliner Senat selber Vorreiter bei der Zerschlagung des Flächentarifvertrages ist?“ Doch nicht genug damit, dass man mit dem Negativimage der PDS Regierungspolitik zu kämpfen gehabt hätte, der Bremer Bürgerschaftswahlkampf diente dem Wahlkampfleiter Roland Claus offensichtlich dazu die „Erfolge“ von PDS-Regierungspolitik zu „kommunizieren“. Und so gaben sich MinisterInnen  und SenatorInnen der PDS in Bremen  die Türklinke in die Hand. Anstatt die Opfer der Umverteilung anzusprechen präsentierte man sich als die besseren Elendsverwalter.    

Ob dieser Wahlkampf die Zustimmung der Bremer Mitgliedschaft gefunden hat kann bezweifelt werden. Schon die Ernennung von Roland Claus zum Wahlkampfleiter stieß nicht zuletzt aufgrund seiner Entschuldigung bei George Bush auf Kritik der Parteibasis und war nur mit der Zusage durchsetzbar, er werde sich auf die Organisationstätigkeit beschränken und im Hintergrund bleiben. Eine Zusage, die umgehend gebrochen wurde. Um Roland Claus herum bildeten Freiwillige aus Sachsen-Anhalt aber auch anderen Landesverbänden den Kern der Wahlkampfaktiven. Das Votum oder Vorschläge der eigenen Basis galten wenig, was nicht in das Konzept der „ReformLinken“ passte wurde ausgegrenzt. Insofern charakterisierte die Bremer Parteilinke in einer ersten Erklärung das Bremer Wahldesaster als eine politische und organisatorische Bankroterklärung des Projektes „ReformLinke.“ Denn dass diese Niederlage nicht zwangsläufig war belegen die Ergebnisse zu den Wahlen zu den Beiräten, so heißen die Bezirksvertreterversammlungen in der Stadt an der Weser. In den Beiräten für die die SpitzenkandidatInnen der PDS antraten und die Unterstützung der Wahlkampfzentrale massiv war, erlitt die PDS enorme Einbrüche. In Gröpelingen hingegen und in Vegesack, wo der Wahlkampf ohne Unterstützung der Zentrale eigenständig und mit eigener Schwerpunktsetzung erfolgte, konnten Stimmen und Mandate verteidigt, z.T. sogar ausgebaut werden.   

Aber das Wahlergebnis in Bremen stand für die „ReformLinke“ nie im Vordergrund, so der Tenor in der PDS-Linken. Zunächst konnten die Verlierer von Gera über die Vorbereitung des Wahlkampfes wieder ins Gespräch mit Gabriele Zimmer kommen. Der Bremer Landesvorsitzende Klaus-Rainer Rupp, der gemeinsame Freund beider Seiten schien hierfür der ideale Moderator. Und ihr gemeinsamer Wahlkampf war dann der Kommunikationsort, um die Strategie in Bezug auf den Sonderparteitag  zu entwickeln, denn nirgends sonst hätte es die Gelegenheit gegeben so viele Funktionsträger dieses Flügels zusammen zu führen. Ein gutes Wahlergebnis hätte sich als Erfolg der eigenen Strömungspolitik verkaufen lassen, eine Niederlage ist natürlich die Schuld Dehms und Hikschs, bzw. beweist, dass der Westen nicht zu gewinnen ist. Mit dieser Politik, so die Bremer Linken, das habe schon die Bundestagswahl gezeigt, sei nirgendwo etwas zu gewinnen. Für Bremen allerdings sei das Projekt „ReformLinke“ konkret ein Projekt „PDS-Abbau West“.   

hadidi 

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