Wichtige Rubriken und Beiträge

+++Neu+++

Newsletter bestellen

zur Homepage

Der Krieg der herrschenden Klasse gegen das Volk

Kampf den ideologischen Diversanten

Für den Aufbau der Kommunistischen Partei Deutschlands

Gegen den imperialistischen Krieg

Black Channel

Betrieb&Gewerkschaft

Bildung, Kultur & Wissen

Wider den Block der
Rechten und Trotzkisten

zur Geschichte
der internationalen kommunistischen und Arbeiterbewegung

Wissenschaftlicher Sozialismus

Aus den Ländern

Links

Impressum

Archiv

Intern

Proletarischer Internationalismus

zurück

Sein verhängnisvoller Irrtum

Der Putsch gegen Allende war von langer Hand vorbereitet

Von Günter Ackermann

Dem Putsch gegen Allende am 11. September 1973 waren eine große Anzahl von Maßnahmen des US-Imperialismus voraus gegangen. So z.B. die massive politische und finanzielle Unterstützung seines rechten Gegenkandidaten. Es stand für die Finanzhaie der USA einiges auf dem  Spiel. Chile ist ein reiches Land mit wertvollen Bodenschätzen. V.a. Kupfer und Salpeter sind reichlich vorhanden. Und die Minen gehörten ausnahmslos US-amerikanischen Gesellschaften.

Dass die USA es sich nicht ohne weiteres gefallen lassen, wenn man ihnen „ihr Eigentum“ wegnimmt und in die Hände des Volkes gibt, zeigte in den 50er Jahren bereits Guatemala.

„Als 1944 in Guatemala die Diktatur gestürzt wurde, begann dort mit dem demokratischen Aufbruch eine moderne Agrarreform, die der Mehrheit der landlosen Bevölkerung zugute kommen sollte. Wieder war es die United Fruit Company, die alle Hebel in Bewegung setzte, um die US-Regierung von der Notwendigkeit eines Sturzes der guatemaltekischen Führung als dem "Brückenkopf des internationalen Kommunismus" zu überzeugen. Am 17. Juni 1954 leitete eine von der CIA geführte Söldnertruppe den Umsturz in Guatemala ein. Er bescherte dem Land eine "Institutionalisierung der Gewalt": wechselnde Militärdiktaturen, ein 40 Jahre dauerndes, von der CIA gestütztes Terrorregime und mehr als 150.000 Tote.“ (siehe http://www.lak-ulm.de/forum_100599_1.html)

Der Name „United Fruit Company“ war schließlich so belastet, dass es geschäftsschädigend wurde. Der Konzern nannte sich deshalb nach seinem erfolgreichsten Produkt „Chiquita Brands“.

All das war kein Geheimnis und genau so war es auch in Chile. Nur dort ging es nicht um Bananen, dort ging um wichtige Güter für die internationale Wirtschaft, auch die Rüstungswirtschaft. Beides, Kupfer und Salpeter, werden auch für Waffen gebraucht.

Umso mehr das Interesse der Monopolbourgeoisie, dass in Chile „Recht und Ordnung“ – was bedeutet: Alles bleibt beim Alten: die US-amerikanischen Konzerne kassieren, die Chilenen arbeiten und verdienen wenig.

Aber genau das zu ändern hatte sich die Volksfront in Chile vorgenommen.

Schon bald nach der Regierungsübernahme durch die Unidad Popular begann das Kesseltreiben gegen die rechtmäßige Regierung eines souveränen Landes. Im Land wurden Kampagnen gegen Allende und die Unidad Popular-Regierung eingeleitet. Seine Gegner erhielten massive Finanzhilfen, während gleichzeitig mit wirtschaftlichen Repressionen das Land destabilisiert wurde. So „verboten“ die USA ihren Verbündeten den Kauf von Kupfer in Chile, die Minen in Kongo (Zaire) erhöhten dagegen ihre Produktion.

Dort war nach den Unruhen nach der Unabhängigkeit und am Mord des ersten Ministerpräsidenten Lumumba eine den USA hörige Regierung an der Macht. Mobuto, mit Geldern v.a. aus den USA an die Macht gekommen und reich geworden, regierte das afrikanische Land mit Terror und Korruption, also ganz im Sinne der USA.

Der Kupferpreis verfiel, natürlich zum Schaden Chiles, das vom Kupferexport abhängig war. Schuld daran war, sagten die Feinde der Unidad Popular, die kommunistische Regierung und ihre angebliche Misswirtschaft.

Ich will hier nicht weitere Details bringen (siehe auch) Klar war, wo es lang geht: Sturz der Regierung Allende, egal wie.

Der Versuch die Armee zum Putsch zu bringen, scheitert an der Person des Armeechefs General René Schneider. Dieser stand zum Präsidenten. Also wird er kurzerhand erschossen. Die Mörder kassieren eine Mordprämie von der CIA von 50.000 US-$ (siehe)

Es gab warnende Stimmen im Land. Die revolutionäre linke Gruppe MIR forderte die allgemeine Volksbewaffnung, denn nur auf das bewaffnet Volk gestützt könnten die Ziele der Schaffung einer gerechten Gesellschaftsordnung erreicht werden.

Das ist ja auch klar. Der Sozialismus kann nicht mit den Machtinstrumenten des kapitalistischen Staates errichtet werden, sondern er kann nur siegreich sein, wenn der bürgerliche Staat zerschlagen ist. Und Militär und Polizei sind auch dann noch Machtinstrumente des kapitalistischen Staates, wenn die Regierung von Sozialisten und Kommunisten gestellt wird. Ein Austausch von Figuren an der Spitze ermöglicht noch nicht den sozialistischen Aufbau.

Das hat Allende ignoriert. Er glaubte durch Nachgeben vor den Feinden des Sozialismus seine Ziele doch noch erreichen zu können. Es wurden keine Repressionen gegen diese Feinde eingeleitet, kein Verbot des Einmischens der CIA in innerchilenische Angelegenheit. Was folgte,  war der 11. September 1973: Der Putsch durch Pinochet.

Die MIR, die davor gewarnt hatte, stellte dann die letzte Schutztruppe Allendes im Präsidentenpalast Moneda. Sie kämpften und starben für und mit ihm: Salvador Allende, der glaubte friedlich und auf dem Boden des bürgerlichen Staates den Sozialismus zu erreichten.

Sein Kampf und sein Tod seien uns Vorbild - was seine Ehrlichkeit und Mut betrifft, aber auch Warnung vor der Illusion, der Kapitalismus ließe sich durch Wahlen und Parlament beseitigen.

zurück

Spenden für die Homepage: Günter Ackermann, Konto-Nr.: 433 407 436,
IBAN DE62360100430433407436., BIC PBNKDEFF, BLZ: 360 100 43
Postbank Essen. Verwendungszweck: Homepage 
(Bitte eMail-Adresse und Verwendungszweck immer angeben!)

  Bitte immer angeben!