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Erster
Faschistischenmord an Kommunisten in
Österreich nach 1945
Ernst
Kirchweger
Von
Faschisten 1965 in Wien erschlagen
Quelle:
www.kzverband-ooe.at/.
Ernst
Kirchweger ist das erste politische Todesopfer der Zweiten Republik. Am
31. März 1965 wurde er vom Neonazi Günther Kümel attackiert und schwer
verletzt. Einige Tage später erlag er seinen Verletzungen. Damit endete
ein Leben, das ganz im Zeichen des antifaschistischen Widerstandes
gestanden hat.
Von 1916-1918 nahm Ernst Kirchweger als Matrose am ersten Weltkrieg teil
und kämpfte danach auf Seiten der Roten Armee. Das Versagen des
sozialdemokratischen Führung 1934, die dem Aufkommen des Austrofaschismus,
der Diktatur der reaktionären Kräfte in Österreich nichts
entgegensetzen konnte und zurückwich, bewog ihn dazu, sich von der
Sozialdemokratie zu trennen.
Er
schloß sich der damals noch illegalen KPÖ an, die sich als einzige
konsequente antifaschistische Kraft zu dieser Zeit zur bedeutendsten
Widerstandsbewegung gegen Faschismus und Kriegstreiberei entwickelte.
Auch
nach dem Niedergang des Nationalsozialismus kämpfte Ernst Kirchweger
weiter als bedeutender und unermüdlicher Antifaschist.
Die Umstände seiner Ermordung sprechen Bände. Auf einer mächtigen
antifaschistischen Demonstration gegen den antisemitischen
Universitätsprofessor Borodajkewycz, an der sich auch Ernst Kirchweger
beteiligte, wurde vom "Ring Freiheitlicher Studenten" (RFS) eine
Gegenkundgebung veranstaltet. Deren neonazistischen Teilnehmer gingen auf
die Antifaschisten los - die Polizei stand den Schlägertrupps des RFS
untätig gegenüber. Ernst Kirchweger wurde erschlagen.
Der
Totschläger wurde daraufhin zu lächerlichen 10 Monaten Haft verurteilt.
Das Begräbnis wurde zu einer beeindruckenden
antifaschistischen Manifestation, an der sich 25.000 Menschen beteiligten.
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