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Ein
Aufruf für Frieden - Ein gemeinsamer palästinensisch-
israelischer Appell Date sent:
Mon, 31 Mar 2003 10:24:26 +0200 From:
Yehudith Harel: ye_harel@netvision.net.il Liebe Freunde und Kollegen, Ein Friedensaufruf - und eine gemeinsame Aktion –
wurde vor Kurzem von einer Gruppe von israelischen und palästinensischen
Aktivisten ins Leben gerufen. Wir haben uns als Einzelpersonen
zusammengeschlossen and nicht als Repräsentanten von irgendwelchen
Organisationen. Ein Auszug aus der Liste der palästinensischen und israelischen
Unterstützer ist an den Text des Appells angefügt. NUR wenn ihr Palästinenser oder Israelis seid (die in
Palästina, Israel oder der Diaspora leben), dann seid ihr eingeladen, euch
diesem Friedensaufruf anzuschließen. Nach Sammlung einer signifikanten Menge von
Unterschriften werden wir den Text in israelischen und palästinensischen
Zeitungen* veröffentlichen, und wir werden versuchen relevante Aktivitäten zu
initiieren um unsere Vision zu verbreiten und zu realisieren. AUSSCHLIESSLICH Israelis und Palästinenser, die sich
anschließen wollen - bitte schickt euren vollen Name und Wohnort per Email an: ye_harel@netvision.net.il Yehudith Harel (* wir werden euch bitten, die Kosten der Veröffentlichung
zu decken ...) Ein Aufruf für Frieden
Wir, Israelis und Palästinenser, wollen in diesen kritischen Zeiten
festhalten, dass wenngleich Krieg eine Tragödie an sich ist, dieser illegale
and erschreckende amerikanische Krieg gegen den Irak könnte zu einem
schrecklichen Rückschlag für die Hoffnungen und Erwartungen auf einen
gerechten Palästinensisch-Israelischen Frieden führen. Besonders dann, wenn
die extremistische Sharonregierung, die diesen Krieg stark unterstützt, diese
Gelegenheit nutzen würde, um ihre bedrohlichen Absichten gegen das palästinensische
Volk, das unter der israelischen Okkupation lebt, durchzusetzen.
Die Erfahrung von mehr als 50 Jahren des Konflikts
zwischen dem Staat Israel und dem Palästinensischen Volk beweist ohne den
geringsten Zweifel, dass das Problem nicht mit Macht gelöst werden kann. Die
andauernde Okkupation schafft Widerstand gegen sie in verschiedenen Formen.
Deswegen ist die Okkupation verantwortlich für das Leiden sowohl der Palästinenser
als such der Israelis, indem sie sie zu einem Leben der physischen Unsicherheit,
wirtschaftlichen Krise und gesellschaftlichen Auseinanderbröckelns verurteilt.
Gleichzeitig wollen wir unsere tiefe Besorgnis ausdrücken über die
Vorkommnisse extremer Gewalt, die aus der Intensivierung der israelischen Militärokkupation
der Palästinensischen Territorien und den palästinensischen Anschläge
innerhalb von Israel resultiert. Wir verurteilen die brutale Politik der israelischen
Regierung, die auf die Zerstörung der palästinensischen Gesellschaft, der palästinensischen
Ökonomie und der gewählten palästinensischen Führung unter dem Vorsitz Präsident
Yassir Arafat abzielt. Die Errichtung der ‘Apartheid Mauer’ ist ein weiteres
Mittel um die ethnische Säuberung gegenüber dem palästinensischen Volk zu ermöglichen. Wir glauben jedoch, dass es keinen Weg gibt, ein Ende
aller Formen von Gewalt zu setzen ohne einen gerechten Frieden, der auf der
Koexistenz von zwei Staaten für die zwei Völker beruht. Diese Lösung sollte
auf den Grenzen des 4. Juni 1967 basieren, mit zwei Hauptstädten in Jerusalem,
der Räumung von israelischen Siedlungen in den Okkupierten Palästinensischen
Territorien, und einer gerechten Lösung für das Flüchtlingsproblem durch
Vereinbarungen zwischen beiden Seiten und Kooperation zwischen ihnen und der
internationalen Gemeinschaft, basierend auf den diesbezüglichen UN
Resolutionen. Wir betonen noch einmal unsere Forderung nach einer
vollständigen Beendigung aller Anschläge auf Zivilisten, sowohl auf der
israelischen als auch der palästinensischen Seite. Wir glauben, dass es auf
beiden Seiten Kräfte gibt, die bereit sind den Weg für den Frieden wieder zu
öffnen. Wir rufen die internationale Gemeinschaft auf, dringend im Interesse
der Beendigung von Gewalt auf beiden Seiten und der Abfassung einer letztlichen
Friedensvereinbarung zu intervenieren. Wir rufen schließlich jeden auf, der diese Ideen
unterstützt, jetzt sich für eine Unterstützung einer Israelisch-Palästinensischen
Friedensfront gegen die Okkupation, für gegenseitige Aussöhnung und Frieden
zwischen den zwei Nationen auszusprechen. Um die Zusammenarbeit der Kräfte des Friedens auf
beiden Seiten und ihre gemeinsamen Anstrengungen auf einer täglich
aktualisierten Grundlage zu erleichtern, gründen wir hiermit die ‘Gemeinsame
Aktionsgruppe für de Israelisch-Palästinensischen Frieden’. Liste von israelischen und palästinensischen
Erstunterzeichnern in alphabetischer Folge: 1)
Dr. Samir Abdalla Präsident
des Arabischen Zentrum für Landwirtschaftliche Entwicklung Professor
für Wirtschaftswissenschaften A'Najah University. Nablus 2)
Shulamit Aloni Frühere
Ministerin in Rabin's Kabinett Juristin
und Gastdozentin Tel
Aviv U. Law School 3. Prof. Colman Altman, Fakultät
für Physik, Technion,
Haifa 4.
Dr. Janina Altman, Chemikerin
(im Ruhestand) Haifa 5.
Prof. Daniel Amit, Fakultät
für Physik, Hebrew University, Jerusalem 6. Prof. Zalman Amit Professor Emeritus Concordia University Montreal, Canada 7. Dr. Yossi Amitay, Fakultät
für Mittlerer Osten Studien, Ben-Gurion University Beersheva 8.
Dr. Meir Amor Abteilung
für Soziologie und Anthropologie Concordia
University Montreal,
Canada 9.
Dr. Hanan Ashrawi, Mitglied der Palästinensischen Führung, Generaldirektorin
von "Miftah" - Zentrum für Globalen Dialog und Demokratie Ramallah 10. Uri Avnery, Journalist Tel Aviv 11. Dr Ariella Azoulay, Camera Obscura School of Art und Bar
Ilan Universität Ramat
Gan 12.
Dr. Gabi Baramki Ex
Präsident der Bir-Zeit Universität Ramallah 13.
Prof. Anat Biletzki, Vorsitzender
der Kommission von B'Tselem, Fakultät
für Philosophie Tel
Aviv University 14. Prof. Victoria Buch, Fakultät
für Chemie Hebräische
Universität Jerusalem 15.
Prof. Naomi Chazan, ehemaliges Mitglied der Knesset Afrikanisch
Studien Hebräische
Universität Jerusalem 16.
Dr. Raya Cohen, Fakultät
für Jüdische Geschichte Tel
Aviv University 17.
Prof. Gideon Freudenthal Geschichte
der Philosophie der Wissenschaft Tel
Aviv University 18.
Prof. Rachel Giora Fakultät
für Linguistik Tel Aviv University 19. Yehudith Harel Organisatorische
Psychologin und
Friedensaktivistin Ramat Ha Sharon 20. Dr. Manuel Hassasian Vizepräsident
der BetLehem Universität Bethlehem 21.
Dr. Sara Helman Fakultät
für Verhaltenswissenschaften Ben
Gurion Universität Beersheva 22. Prof. Hannan Hever Fakultät
für Hebräische Literatur Die
Hebräische Universität, Jerusalem 23.
Dr. Ghassan Khatib Minister
für Arbeit in Palästina Ramallah 24.
Prof. Baruch Kimmerling Fakultät
für Soziologie Hebräische
Universität, Jerusalem 25. Dr. Orly Lubin, Fakultät
für Poetik und Vergleichende Literatur, Tel Aviv University, 26. Dr. Ahmad Majdalani Chefredakteur
von "People's Struggle Magazine" Professor
an der Bir Zeit Universität Ramallah 27.
Dr. Ruchama Marton Psychiater Leiter
von PHR Tel
Aviv 28.
Dr. Isaac (Yanni) Nevo, Ben
Gurion Universität, Beersheva 29.
Prof. Adi Ophir, Geschichte
der Philosophie und Ideen Tel-Aviv
University 30.
Prof. Avraham Oz Fakultät
für Theaterwissenschaft Universität
von Haifa 31.
Prof. Gabi Piterberg, Fakultät
für Geschichte, UCLA. 32.
Prof. Tanya Reinhart Fakultät
für Poetik und Vergleichende Literatur, Fakultät
für Linguistik Tel
Aviv University 33.
Prof. Tova Rosen Fakultät
für Hebräische Literatur Tel Aviv University 34. Dr. Samih Shbeeb Schriftsteller
und Kolumnist in örtlichen palästinensischen und
arabischen Zeitschriften und Tageszeitungen. 35. Mahmoud Shqir Romanautor, Generaldirektor
am Palästinensischen Kulturministerium. 36.
Dr. Azmi Shuabi, Mitglied der Palästinensischen Führung Generalsekretär
für das "Aman" Zentrum - Beobachtung
Transparenz und Verantwortlichkeit in Palästina. 37.
Prof. Oren Yiftachel Dekan,
Fakultät für Geographie, Ben-Gurion
Universität im Negev Chefredakteur, 'Hagar: International Social Science Review'
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