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8.Mai
2005:
60.
Jahrestag der Befreiung vom Faschismus
Quelle:
KPDML
Nach
der Beendigung des 1. Weltkrieges erklärte Lenin: „Denn alle sehen,
dass ein neuer, ebensolcher Krieg unvermeidlich ist, wenn die
Imperialisten und die Bourgeoisie an der Macht bleiben.” (Lenin Werke,
Ba. 30, S. 416)
Die
Aufteilung der kolonialen Einflusssphären nach dem 1. Weltkrieg
entsprach im Großen und Ganzen der vor dem 1. Weltkrieg. Nur dass das
deutsche Kolonialreich zerschlagen war. Der US-Imperialismus hatte seine
wirtschaftliche Position erheblich ausgebaut. Deutschland war zunächst
aufgrund der Niederlage und des Versailler Raubfriedens ökonomisch
stark zurückgefallen. Aber bis zum Beginn der Weltwirtschaftskrise
hatte der deutsche Imperialismus in der Industrieproduktion wieder die
zweite Stelle in der Welt. Das war in erster Linie möglich, weil das
deutsche Monopolkapital mit rund 25 Milliarden Mark Auslandsanleihen, überwiegend
aus den USA, seine Industrie modernisierte und ausbaute.
Mit
der Ernennung Adolf Hitlers zum Reichskanzler begann am 30. Januar 1933
die Errichtung der faschistischen Diktatur in Deutschland. Binnen sechs
Monaten wurden die bürgerlich-parlamentarischen Zustände liquidiert,
die KPD in die Illegalität getrieben, die SPD verboten und die
Gewerkschaften zerschlagen, alle rivalisierenden bürgerlichen Parteien
aufgelöst, der Staatsapparat der faschistischen Politik voll dienstbar
gemacht.
Die
Zerschlagung des Weimarer Staates geschah im Interesse des deutschen
Monopolkapitals. Dessen einflussstärkste, extrem reaktionären Kräfte
hatten die Pläne, nach denen das bürgerlich-parlamentarische Regime
untergraben und schließlich beseitigt wurde, seit Jahren mitbestimmt
und mitbetrieben.
Vor
der Machtübergabe hatten bestimmte finanzkapitalistische Kreise geschlußfolgt,
dass die bisher bewährten Herrschaftsmethoden bei einer weiteren Verschärfung
der Wirtschaftskrise und ihre Folgen nicht mehr ausreichen. Je geringer
die Absatzchancen und Verwertungsbedingungen des Kapitals, desto
intensiver der Zugriff auf den Staat - Aufträge, Subventionen,
Steuerermäßigungen, Gesetze - die Bedingungen schaffen, mehr aus den
Arbeitern herauszuholen, Kosten zu senken, Erträge zu erhöhen. Für
sie war die NSDAP eine unterstützungswürdige Partei, die die Probleme
des Kapitalismus lösen sollte.
Im
faschistischen Staat formierte sich, von der Gestapo raffiniert und
grausam verfolgt, der antifaschistische Widerstand, dessen
Kampfbedingungen um so komplizierter wurden, je mehr der Masseneinfluss
des Regimes wuchs. Im Zentrum des Kampfes stand die KPD, die ihre
Organisation auf die Illegalität umstellte, die trotz wiederholter
Verhaftungen von Kadern sich immer wieder neuformierte und in ihren
unerschrockene Aktionen von ausländischen Sektionen der Kommunistischen
Internationale vielfältige Unterstützung erhielt.
Mitte
1934 kam die Konsolidierung der faschistischen Diktatur zum Abschluss.
Die Machthaber konzentrierten sich darauf, für den Übergang zum Krieg
zur forcierten Aufrüstung überzugehen. Der deutsche Imperialismus
wollte einen Rüstungsvorsprung erlangen und die siegbringende Überlegenheit
im Kriege gewinnen. Den neuralgischen Punkt dieser Strategie bildete im
Innern die Durchsetzung einer sozialreaktionären Politik gegenüber den
Werktätigen. Dem Wirtschaftskonzept des „Neuen Plans” entsprechend
wurden die Löhne der Arbeiter auf dem katastrophal niedrigen Niveau der
Krise festgehalten, die Einfuhr von Gütern des zivilen Massenbedarfs
radikal gedrosselt, der Außenhandel ganz der Versorgung der Rüstungsindustrie
mit Rohstoffen dienstbar gemacht.
Große
Anstrengungen unternahmen die deutschen Imperialisten, um die
materiellen und die ideologischen Kriegsvorbereitungen zu
synchronisieren. Antikommunistische und speziell antisowjetische,
nationalistische und rassistische, geopolitische und
sozialdarwinistische Lehren wurden in den Schulen, durch Presse und
Literatur, durch Versammlungen, Schulungen und den Rundfunk verbreitet.
Die Uniformierung des geistigen Lebens nahm beispiellose Ausmaße an.
Der
Faschismus:
extremster,
reinster, barbarischster Kern kapitalistischer Ausbeutung:
Die Arbeitskraft als Mittel zur Profitmaximierung
Die
bislang widerlichsten Orgien feierten die Sklaverei und der Geist der
Bestialität unter dem Hitlerfaschismus: Wer sich der Finanzoligarchie
nicht unterwarf und wer nicht zur „arischen Herrenrasse” gehörte,
wurde zum rechtlosen Sklaven erklärt, den man etwa im ausdrücklich so
genannten Programm „Vernichtung durch Arbeit” einer für die
Herrenrasse nützlichen Verwendung zuführte bis hin zur Verarbeitung
der Haut zu Lampenschirmen. Bezeichnend ist, dass diese Spielart der
Diktatur der Finanzoligarchie nicht nur terroristisch war, sondern auch
in der Form der Willkür und Gesetzlosigkeit daherkam und mit dieser
Form prahlte. So ist z.B. der Ausspruch Görings überliefert: „Wer
Jude ist, bestimme ich.” Hier ist sogar eine offizielle Zielsetzung
des faschistischen Regimes - die Vernichtung der Juden - in die Willkür
eines einzelnen Machthabers aufgelöst, der mit dieser Willkür öffentlich
prahlen kann. „Ich fragte, ob das etwa bedeute, dass der Jude überhaupt
vernichtet werden solle. `Nein`, erwiderte Hitler. `Dann müssten wir
ihn erfinden. Man braucht einen sichtbaren Feind, nicht bloß einen
unsichtbaren.`” (H. Rauschning, Gespräche mit Hitler, Wien 1973)
Derartige
Willkür ist wesentlicher Bestandteil der betreffenden Form der Machtausübung,
denn die nahezu unumschränkte Herrschaft der Funktionäre des Regimes
in deren Zuständigkeitsbereich ist eines der obersten Prinzipien dieses
barbarischen Regimes.
„Kristallnacht”
Während
Hitler sein Programm der ideologischen Kriegsvorbereitung entwickelte,
brannten im ganzen Reich die Synagogen. Tausende jüdischer Bürger
wurden wie Freiwild gejagt. Mit der Nacht vom 9. zum 10. November 1938,
mit der „Kristallnacht”, begann die erste Aktion verstärkter
psychologischer Kriegsvorbereitung. Als Vorwand für den Pogrom diente
die Ermordung des deutschen Legationsrates Rath in Paris. In einer Erklärung
der KPD wurde die Nazipropaganda widerlegt, dass die Juden das nationale
Unglück Deutschlands seien. Immer in der Vergangenheit hat die
Reaktion, wenn sie ein Volk aufs schlimmste ausplünderte und die
Erbitterung des Volkes fürchtete, sich der schmutzigen Mittel der
Judenhetze und der Pogrome zum Zwecke der Ablenkung von den wahren
Schuldigen am Volkselend bedient. Der klassenbewusste Kern der deutschen
Arbeiterklasse sagte dem antisemitischen Sadismus den schärfsten Kampf
an und erwies verfolgten jüdischen Bürgern jede nur mögliche Hilfe.
Auch christliche Bürger beider Konfessionen sowie liberal und
humanistisch eingestellte Vertreter des Bürgertums und der Intelligenz
verurteilten den Pogrom und leisteten den Betroffenen in zahlreichen Fällen
tätige Hilfe.
Die
Judenhetze und Judenpogrome waren wohlberechnete Teile der
psychologischen Vorbereitung der deutschen Bevölkerung auf den Krieg.
Sie sollten das Mitgefühl und das Solidaritätsempfinden abtöten und
an Grausamkeiten und Brutalität gewöhnen. Hinzu kam, dass der
unmenschliche Terror gegen die Juden abschreckend wirken sollte.
Erhebliche Teile des Kleinbürgertums, der kleinen Unternehmer, wurden
durch ihre Begünstigungen gegenüber den Juden korrumpiert. Sie nahmen
deren Stellung ein, übernahmen deren Geschäfte und Unternehmungen und
bereicherten sich an Haus- und Grundbesitz jüdischer Mitbürger.
Beginn
des II. Weltkrieges
Der
II. Weltkrieg wurde am 1. September 1939 vom deutschen Imperialismus und
Militarismus entfesselt. Als Mittel aggressiver und expansionistischer
Politik war er eine gesetzmäßige Erscheinung der kapitalistischen
Klassengesellschaft und bildete keine Ausnahme in ihrer Geschichte. Im
imperialistischen System herangereift, brach er innerhalb dieses Systems
aus. Geplant vom deutschen Imperialismus wurde er bewusst als Mittel
ausersehen, ihren Anspruch auf die Vorherrschaft in Europa und in der
Welt durchzusetzen.
Im
Unterschied zum 1. Weltkrieg, als der Kapitalismus noch die gesamte Welt
beherrschte, wurde der II. Weltkrieg in einer neuen Epoche der
Menschheitsgeschichte - der Epoche der Ablösung des Kapitalismus durch
den Sozialismus/Kommunismus - vorbereitet, entfesselt und geführt.
Seit
der Oktoberrevolution in Russland 1917 existierte mit dem ersten
sozialistischen Staat der Welt, der Sowjetunion, eine
Gesellschaftsordnung, die historisch berufen war, den Kapitalismus abzulösen.
Von der Oktoberrevolution und der UdSSR strahlte eine gewaltige Kraft
aus. Der Kampf für den Sozialismus nahm weltweit einen gewaltigen
Aufschwung. Gegen diese Entwicklung bäumte sich die Reaktion in allen
kapitalistischen Ländern auf. Imperialistische Mächtegruppen
versuchten ihre Gegensätze auf Kosten der UdSSR auszutragen.
Sie
trachteten danach, die UdSSR in ihre Kriegspolitik hineinzuziehen, das
Sowjetland zum Hauptkriegsschauplatz zu machen und ihm die größten
Opfer aufzuerlegen. Sie verfolgten die Absicht, den sozialistischen
Staat verbluten zu lassen, die KommunistInnen physisch zu vernichten und
den Kapitalismus zu restaurieren.
Offen
verkündeten die Nazifaschisten ihre Ziele: „Wir wollen uns endlich
einmal als Volk an den Fettnapf der Welt setzen ... Diesmal geht es um
... Dinge, die uns alle angehen, um Kohle, Eisen, Öl und vor allem um
Weizen. Wenn wir ... den Stoß in den Kaukasus fortsetzen, dann haben
wir die reichsten Ölgebiete Europas in unserer Hand.” (Goebbels,
18.10.1942) „Wenn dieser Krieg zu Ende ist, dann wollen wir die Herren
über Europa sein. Dann werden wir endlich einmal zu den besitzenden
Nationen gehören, dann werden wir Rohstoffe besitzen und Hilfsquellen,
und dann wird ein großes Kolonialreich unser eigen sein...”
(Goebbels, 26.10.1940, nach Hörster-Phillips, Wer war Hitler wirklich?,
Köln 1978)
Der
II. Weltkrieg begann und entwickelte sich jedoch nicht nach den Plänen
der führenden Politiker der imperialistischen Hauptländer. Am Tage
nach Hitlers Überfall auf die Sowjetunion hatte Truman im US-Senat am
23. Juni 1941 seine Einstellung zur SU und den enthüllenden Rat von
sich gegeben: „Wenn wir sehen, dass Deutschland den Krieg gewinnt,
sollten wir Russland helfen, und wenn Russland gewinnt, sollten wir
Deutschland helfen, damit sie wechselseitig so viele wie möglich
umbringen.” (New York Times, 26.6. 1941)
Der
Sowjetunion durchschaute die Pläne und Absichten der imperialistischen
Mächte und es gelang ihr, sie zu vereiteln. Die Standhaftigkeit und der
Heroismus der Völker der SU gegen den faschistischen Aggressor und die
ständig zunehmende Aktivität der Volksmassen im Widerstandskampf in
allen überfallenen, besetzten und bedrohten Ländern bewirkten, dass
der imperialistische Krieg in einen antifaschistischen Befreiungskrieg
umgewandelt wurde. Die Antihitlerkoalition der Völker und Regierungen
wurde geschaffen und dem faschistischen Block wurde eine schwere
Niederlage bereitet. Die Niederlage Hitlerdeutschlands am 8. Mai 1945
und des militär-faschistischen Japans am 2. September 1945 bedeuteten
den Sieg der Sowjetunion und der Staaten der Antihitlerkoalition im II.
Weltkrieg. Es war der Sieg aller antifaschistischen Kräfte, die
bewaffnet gegen die Nazifaschisten gekämpft hatten. Sie schufen in
vielen Staaten nach 1945 günstige Bedingungen für eine
gesellschaftliche Umgestaltung: Albanien, Bulgarien, Ungarn, CSR, Polen,
Korea usw.
Der
deutsche antifaschistische Widerstandskampf
Der
deutsche Widerstand hat es schwerer gehabt als jeder andere. In den
besetzten Ländern war das Ziel die Befreiung vom äußeren Feind.
Erreicht hat der deutsche Widerstand, dass das Ende des Krieges
beschleunigt und damit noch weitere Menschenopfer verhindert wurden. Der
Vorwurf der deutschen Kollektivschuld konnte wirksam entgegnet werden.
In Deutschland stand an der Spitze des Widerstandskampfes von 1933 bis
1945 die Kommunistische Partei Deutschlands. Sie brachte die größten
Blutopfer für die Befreiung Deutschlands. Zigtausende ihrer Mitglieder
und Tausende revolutionäre Funktionäre der KPD wurden von den Nazis
umgebracht. Dennoch bestanden bis 1945 antifaschistische
Widerstandsgruppen. In vielen Fällen verstand es die KPD, eine breite
antifaschistische Einheitsfront mit sozialdemokratischen, christlichen
und parteilosen Antifaschisten aufzubauen.
Brief
der KPD-Führung vom 21. Oktober 1939 an die Leitungen und Funktionäre
im Lande (Auszug)
„Die
Parteileitungen und -zellen müssen unmittelbar selbständig auf alle
Ereignisse reagieren, die Hauptargumente des Faschismus sofort
beantworten und die Organisierung des revolutionären Kampfes in den
Betrieben und Massenorganisationen leiten. Es ist notwendig, Arbeiter,
die sich im Kampfe bewährt haben, für die Partei zu gewinnen und
dadurch die Parteizellen zu stärken und die Zahl der Parteigruppen zu
vermehren. Von größter Bedeutung für die Führung des Massenkampfes
ist die Herausgabe illegaler vervielfältigter Flugblätter und
Zeitungen durch die Parteileitungen im Lande. Diese illegalen Zeitungen
sind gleichzeitig ein organisatorisches Mittel, einen Kreis von
Sympathisierenden um die Partei zu bilden.”
Zitat
aus: AUFGABEN DER GEHEIMEN STAATSPOLIZEI BEI DER BEKÄMPFUNG DER
GEGNERKREISE: Kommunismus - Marxismus; Berlin, 18.01.1940:
„(...)
Seit Ausbruch des Krieges erachten im besonderen Maße die Kommunisten
und Marxisten die Zeit für gekommen, ihre Zersetzungsarbeit in allen
Bevölkerungsschichten der werktätigen Arbeiterschaft und des Bürgertums
durch Mund- und Schriftpropaganda mit Aussicht auf Erfolg aufzunehmen.
Aus der anliegenden Übersicht über die Festnahmen von Kommunisten und
Marxisten ergibt sich eine erhöhte Zunahme der Aktivität in diesen
Kreisen. In den Monaten September bis November 1939 wurden wegen
marxistischer Betätigung... insgesamt 3037 Personen festgenommen, von
denen 630 Personen wegen Betätigung für die KPD bzw. SPD dem Richter
vorgeführt wurden.
|
Übersicht
über die Festnahmen von Kommunisten und Sozialdemokraten im
Jahre 1942
|
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Monat
Januar
Februar
März
April
Mai
Juni
Juli
August
September
Oktober
November
Dezember
|
KPD
856
735
762
809
731
887
783
1116
822
810
865
1949
|
SPD
24
28
26
82
44
45
39
85
77
76
89
82
|
|
|
9916
|
697
|
|
Folgende
Probleme sind vorwiegend Gegenstand der Kritik und damit Ausgangspunkt für
die beabsichtigte Stimmungsmache: Fragen des täglichen Lebens, und zwar
die Verknappungserscheinungen bei Lebens- und Verbrauchsgütern, Mängel
in der Verteilung, die allgemeine Verteuerung und gleichzeitige Qualitätsverschlechterung.
Berufsfragen,
wie Maßnahmen des Arbeitseinsatzes, ungünstige Arbeitsbedingungen, Überspannung
des Arbeitstempos bei gleichzeitiger Verringerung der Akkord- und Prämiensätze
und Lohnfragen überhaupt.
Soziale
Fragen, wie die Höhe der sozialen Abgaben, insbesondere die
Beibehaltung des Abzuges für die Arbeitslosenversicherung, Vergleiche
zwischen den früheren Gewerkschaften und der DAF, die nur ein
‘teuerer Verein’ sei, und insbesondere das Thema Betriebsobleute,
die als ungeeignete Vertreter der Interessen der Gefolgschaft bezeichnet
werden, weil sie von der Betriebsführung abhängig sind.
Militärische
Fragen, wobei die Sowjetunion als unschlagbar bezeichnet wird, und die
Presse- und z. T. auch die OKW-Berichte hinsichtlich der Angaben über
die Verluste an Menschen und Material und über die bei Feindanflügen
angerichteten Schäden in Zweifel gezogen werden.
Bei
der staatspolizeilichen Bearbeitung derartiger Zersetzungsfälle wurde
vielfach festgestellt, dass feindliche Rundfunksender abgehört und bei
den Debatten ausgewertet werden. Allgemein darf angenommen werden, dass
ein Großteil der Kommunisten und Marxisten regelmäßig die
Auslandssender empfängt, um sich auf diese Weise zu unterrichten.
Nachdem aus den bereits erwähnten Gründen eine Steuerung der illegalen
kommunistischen Tätigkeit praktisch nur mehr auf dem Funkwege möglich
ist, kommt somit der Beobachtung der feindlichen Rundfunkpropaganda erhöhte
Bedeutung zu.” (IML, ZPA, PSt 3/154)
8.
Mai 1945:
Die
Befreiung
„Es
wäre aber lächerlich, die Hitlerclique mit dem deutschen Volk, mit dem
deutschen Staat gleichzusetzen.
Die Erfahrungen der Geschichte besagen, dass die Hitler kommen und
gehen, aber das deutsche Volk, der deutsche Staat bleibt.” (Stalin)
Die
Zerstörung des imperialistischen Nazistaatsapparates durch die Rote
Armee schuf günstige Bedingungen für eine
antifaschistisch-demokratische Umgestaltung in Deutschland.
Die
Großmächte einigten sich auf die Prinzipien ihrer Deutschlandpolitik:
„Vernichtung des Faschismus und Militarismus, Zerschlagung der Großkonzerne,
Dezentralisierung der Verwaltung... Deutschland ist wirtschaftlich als
Einheit zu behandeln” (Potsdamer Abkommen)
Am
8. Mai 1945 kapitulierten die deutschen Armeen. Aufgrund der Profitgier
der deutschen Monopole starben im 2. Weltkrieg mehr als 60 Millionen
Soldaten und Zivilisten. Als die Niederlage des Deutschen Imperialismus
im 2. Weltkrieg absehbar wird, erklärt Hitler die Strategie der
faschistischen Herrschaft für gescheitert. Nur ein Vereintes Europa könne
die Ziele der deutschen Finanzbourgeoisie verwirklichen: die damals noch
sozialistische Sowjetunion und die osteuropäischen Gebiete
einzuverleiben.
Die
2 Weltkriege führten zu einer absoluten Verelendung der breiten Massen.
Millionen Werktätige krepierten im Krieg, Frauen und Kinder gingen im
Bombenhagel zugrunde. Viele kamen als Krüppel nach Hause, in die zerstörten
Dörfer und Städte. Die imperialistischen Kriege führen zur absoluten
Verelendung der Arbeiterklasse. Die Erholungspausen (Frieden) sind
relativ kurz, bis wieder - in jedem Land verschieden - das Gesetz der
absoluten Verelendung sich durchsetzt. Die Speichellecker des
Imperialismus vergessen in der Regel die Kriege bei der Beurteilung der
Lage der Arbeiterklasse im 20. Jahrhundert. Die in Friedenszeiten
erfolgten Reallohnsteigerungen sind nur vorübergehend und können die
Verelendung im Krieg nicht vergessen lassen. |