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siehe auch: Vor 64 Jahren:

Die Entscheidungsschlacht im 2. Weltkrieg

Der Feuerbogen

von Anna Heinzberger/4. Juli 2007 mehr

Leserbrief aus Nikaragua zu Schlacht am Kursker Bogen vom 20. Juli 2007

Lieber Günter Ackermann! 

Interessant dieser Artikel über die Schlacht am Kursker Bogen. Das mit den beigefügten Landkarten ist ein bisschen konfus,

Ich bin deutscher Kommunist und lebe seit 24 Jahren in Nikaragua (nie mehr in -Deutschland gewesen.), seit18 Jahren als Staatsbürger. Hier ist natürlich der Yankee-Einfluss ungeheuer und die Leute sind völlig vollgesogen mit dem Holywood-Flitter über den zweiten Weltkrieg. Ich habe natürlich versucht und werde es immer tun, die entscheidende Rolle der Sowjet-Union und der Volkswiderstände zu verteidigen und habe hier auch schon mal in der Zeitung darüber geschrieben, eben auch über die ziemlich zwiespältige und verräterische  Rolle de Alliierten. Das hat ziemlichen Anklang gefunden, weil die Leute im Grunde wissen, dass ihnen hier der Teufel die Messe liest. Aber die Leute haben hier nie aufgehört sich für die Thematik zu interessieren.

Außerdem war ich schon immer an Geschichte als solche interessiert.

Ich bin eigentlich davon ausgegangen, dass der Genickbruch  der faschistischen Räuberheere in Stalingrad stattgefunden hat und habe das hier auch verteidigt, als hier ein Riesenartikel rauskam, dass die Schlacht in der Normandie die entscheidende Wende des zweiten Weltkriegs gewesen wäre, was schlichter Humbug ist.

Ich würde gerne mehr wissen, warum ihr der Schlacht am Kursker Bogen soviel Wichtigkeit beilegt.

Im Allgemeinen bin ich eifriger Leser von Kommunisten online.

Mich interessieren auch eure Artikel über Stalin. Falls ihr da was Neues habt, von mir jedenfalls wird es gelesen.

mit revolutionären Grüßen

Ulrich Schliz

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Antwort Jens-Torsten Bohlke/20. Juli 2007

Es ist wohl richtig, lieber Genosse Ulrich Schliz,

der Sieg über jene große Zahl von faschistischen deutschen Wehrmachtsangehörigen bei Stalingrad im Winter 1942/1943 stellte die Wende im 2. Weltkrieg dar. Der Vormarsch der Wehrmacht wurde von der Roten Armee gestoppt, erstmals kamen sehr viele deutsche Soldaten in sowjetische Kriegsgefangenschaft.

Auch vor Moskau war im Winter 1941/1942 der Vormarsch der deutschen Faschisten militärisch gestoppt worden. Dies war der erste deutliche großartige Sieg der Roten Armee im 2. Weltkrieg. Anschließend gaben sich die Hitlerfaschisten der Illusion hin, Richtung Stalingrad und via Krim (Sewastopol) an die Ölreserven des Kaukasusgebietes (Baku!!!) herankommen zu können. Die Eroberung der strategischen Rohstoffressourcen der UdSSR basierte auf vertraglichen Vereinbarungen zwischen der Hitlerregierung und dem deutschen Finanzkapital, bei jedem Rückzug zahlte das Hitlerregime an das deutsche Finanzkapital "Vertragsstrafe". Dies erklärt auch, weshalb beispielsweise auf eine militärische Einnahme von Leningrad verzichtet wurde, - es ging den Hitlerfaschisten um die rasche Eroberung der Bodenschätze!

Bis zur gigantischen Panzerschlacht am Kursker Bogen verfügte die deutsche Wehrmacht noch immer über beträchtliche militärische Potentiale, um den aggressiven Vormarsch wiederaufnehmen zu können. Durch die Panzerschlacht am Kursker Bogen verloren die deutschen Faschisten die Fähigkeit, das Geschehen an der "Ostfront" jemals wieder bestimmen zu können. Von da an ließen die schwindenden Kräfte der Wehrmacht nur noch den Rückzug zu, dessen Tempo dann die Angriffe der Roten Armee bestimmten. Das militärische Kräfteverhältnis im Osten war endgültig zugunsten der Roten Armee besiegelt.

Nicht unterschätzt werden darf dabei die Partisanenbewegung in den okkupierten Ländern, vor allem in Ost- und Südosteuropa, wo erhebliche Kräfte der Wehrmacht gebunden wurden und den faschistischen deutschen Aggressoren immer wieder erhebliche Nachschubprobleme entstanden. Die zahlreichen Massaker als Vergeltungs- und Abschreckungsmaßnahmen der faschistischen SS-Bestien und Wehrmachtskommandos verstärkten die Partisanenbewegung nur weiter.

Noch im Herbst 1944 waren die Streitkräfte des faschistischen Deutschlands stark genug, in der Ardennenoffensive die Westalliierten weit zurückzuschlagen und ihnen starke Verluste zuzufügen. So starke Verluste, dass die Westalliierten Stalin dringend ersuchten, trotz logistisch noch nicht ausreichender Vorbereitung der Roten Armee in Polen und Ostpreußen in einer Großoffensive nach Westen vorzurücken und Warschau einzunehmen. Die UdSSR kam dieser Bitte raschest möglich nach, was die Nazis dazu zwang, Truppenkontingente von der "Westfront" an die "Ostfront" zu verlegen und den westalliierten Truppen den Vormarsch auf deutsches Territorium via Benelux ermöglichte.

Rote Grüße,

Jens-Torsten Bohlke

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