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Antwort
Jens-Torsten Bohlke/20. Juli 2007
Es
ist wohl richtig, lieber Genosse Ulrich Schliz,
der
Sieg über jene große Zahl von faschistischen deutschen Wehrmachtsangehörigen
bei Stalingrad im Winter 1942/1943 stellte die Wende im 2. Weltkrieg dar.
Der Vormarsch der Wehrmacht wurde von der Roten Armee gestoppt, erstmals
kamen sehr viele deutsche Soldaten in sowjetische Kriegsgefangenschaft.
Auch
vor Moskau war im Winter 1941/1942 der Vormarsch der deutschen Faschisten
militärisch gestoppt worden. Dies war der erste deutliche großartige
Sieg der Roten Armee im 2. Weltkrieg. Anschließend gaben sich die
Hitlerfaschisten der Illusion hin, Richtung Stalingrad und via Krim (Sewastopol)
an die Ölreserven des Kaukasusgebietes (Baku!!!) herankommen zu können.
Die Eroberung der strategischen Rohstoffressourcen der UdSSR basierte auf
vertraglichen Vereinbarungen zwischen der Hitlerregierung und dem
deutschen Finanzkapital, bei jedem Rückzug zahlte das Hitlerregime an das
deutsche Finanzkapital "Vertragsstrafe". Dies erklärt auch,
weshalb beispielsweise auf eine militärische Einnahme von Leningrad
verzichtet wurde, - es ging den Hitlerfaschisten um die rasche Eroberung
der Bodenschätze!
Bis
zur gigantischen Panzerschlacht am Kursker Bogen verfügte die deutsche
Wehrmacht noch immer über beträchtliche militärische Potentiale, um den
aggressiven Vormarsch wiederaufnehmen zu können. Durch die Panzerschlacht
am Kursker Bogen verloren die deutschen Faschisten die Fähigkeit, das
Geschehen an der "Ostfront" jemals wieder bestimmen zu können.
Von da an ließen die schwindenden Kräfte der Wehrmacht nur noch den Rückzug
zu, dessen Tempo dann die Angriffe der Roten Armee bestimmten. Das militärische
Kräfteverhältnis im Osten war endgültig zugunsten der Roten Armee
besiegelt.
Nicht
unterschätzt werden darf dabei die Partisanenbewegung in den okkupierten
Ländern, vor allem in Ost- und Südosteuropa, wo erhebliche Kräfte der
Wehrmacht gebunden wurden und den faschistischen deutschen Aggressoren
immer wieder erhebliche Nachschubprobleme entstanden. Die zahlreichen
Massaker als Vergeltungs- und Abschreckungsmaßnahmen der faschistischen
SS-Bestien und Wehrmachtskommandos verstärkten die Partisanenbewegung nur
weiter.
Noch
im Herbst 1944 waren die Streitkräfte des faschistischen Deutschlands
stark genug, in der Ardennenoffensive die Westalliierten weit zurückzuschlagen
und ihnen starke Verluste zuzufügen. So starke Verluste, dass die
Westalliierten Stalin dringend ersuchten, trotz logistisch noch nicht
ausreichender Vorbereitung der Roten Armee in Polen und Ostpreußen in
einer Großoffensive nach Westen vorzurücken und Warschau einzunehmen.
Die UdSSR kam dieser Bitte raschest möglich nach, was die Nazis dazu
zwang, Truppenkontingente von der "Westfront" an die
"Ostfront" zu verlegen und den westalliierten Truppen den
Vormarsch auf deutsches Territorium via Benelux ermöglichte.
Rote
Grüße,
Jens-Torsten
Bohlke |