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Folter- und Mordstätte des
SS-Mannes Martin Sommer
Laut
Strafordnung durfte die Arreststrafe nur vom Kommandanten verhängt
werden und sollte auf 21 Tage begrenzt bleiben. Tatsächlich mußten Menschen
oft Monate in den engen Zellen verbleiben. Für viele, so z. B. für den evangelischen
Pfarrer Paul Schneider, endete die Tortur mit dem Tod. Der Bunker war
die schlimmste Folterstätte des Lagers. Mit Hilfe eines Arsenals von Werkzeugen
und Foltermethoden versuchten SS und Gestapo hier Geständnisse zu erzwingen und
Menschen zu zerbrechen. Die im Arrest tätigen SS-Aufseher wiesen schon nach
kurzer Dienstzeit Merkmale individueller Barbarisierung und vollständigen
Kulturverlustes auf. Besonders der Arrestaufseher Martin Sommer war wegen seiner
Folterpraxis berüchtigt. Nach offiziellen Unterlagen starben während seiner
Dienstzeit im Bunker (1938-Frühjahr 1943) über 160 Menschen.
In Zelle 1 verbrachten Menschen
ihre letzen Stunden vor der Hinrichtung im Krematorium. Ursprünglich konnte der
Zellentrakt nur über einen Zugang außerhalb des Lagers betreten werden.
aus: www.buchenwald.de | |
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