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Franz Olah (rechts)

Franz Olah, Kurzbiografie

Geb.: 13.03.1910, Wien, Lehre als Klavierbauer. 
Seit den 20er Jahren Mitglied der SPÖ, 
Freund von Bruno Kreisky, den späteren Außenminister und dann Bundeskanzler Österrreichs. 
Präsident des Österreichischen Gewerkschaftsbundes (ÖGB) von  1959 bis 1963;
Innenminister Österreichs vom März 1963 bis Ende September 1964

Franz Olah ist einer der schillernsten Figuren der 2. Österreichischen Republik. Seinen Einsatz gegen die streikenden Arbeiter wurde später mit einer steilen Karriere an die Spitze der österreichischen Gewerkschaften und auch mit dem Posten als Innenminister Öserreichs belohnt.

Allerdings endete seine Karriere dann doch abrupt – und vor dem Strafrichter. Olah hatte 12 Millionen Schilling (damals ca. 2 Mio. DM) unterschlagen. Der Ehrenmann, wie die „Frankfurter Allgemeine“ bewundernd feststellte, hatte sich keineswegs damit privat bereichert – das Geld bekam  damals die FPÖ, an deren Spitze ein strammer Altnazi, Friedrich Peter[1], stand und wurde auch zur Finanzierung der rechten „Kronen-Zeitung“ verwendet. Olah wird zu einem Jahr Gefängnis verurteilt und aus der SPÖ ausgeschlossen. Als ihn die SPÖ später wieder aufnehmen will, lehnt es Olah ab.

Olah gibt später selbst zu, dass die Putsch-Behauptung eine Lüge gewesen sei. Er rechtfertigte jedoch sein Vorgehen damit, indem er meinte, wenn der Streik erfolgreich gewesen sei, hätten die Kommunisten in den Gewerkschaften Österreichs einen sehr starken Einfluss gewonnen. Das sei verhindert worden.


[1]  Peter trat bereits 1938 der Nazipartei bei. Er meldete sich freiwillig zur Waffen-SS und brachte es bis zum Obersturmführer beim 10. Regiment der 1. SS-Infanteriebrigade, die zahlreiche Kriegsverbrechen beging.

 

 

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