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Vor 55 Jahren:
Ethel und Julius Rosenberg werden am 19. Juni 1953 in den USA auf dem elektrischen Stuhl ermordet

„Aber ihr werdet uns nicht dazu bringen, daß wir die Exekution der Rosenbergs als einen „bedauernswerten Zwischenfall“ oder auch nur als einen Justizirrtum auffassen. Es ist eine legale Lynchjustiz, die ein ganzes Volk mit Blut befleckt...“.
Jean Paul Sartre am 22. Juni 1953

Die Fraktion der Linken im hessischen Landtag lädt zu einer Buchvorstellung ein. Mit Robert Meeropol

(Robert Meeropol ist der Sohn von Ethel und Julius Rosenberg)

Das Buch ist erschienen im Zambon Verlag Frankfurt am Main

Preis: EUR 15,00

 

„Die Erde wird lächeln, meine Kinder, sie wird lächeln
und über dem Grün des Grabes, wenn wir gesiegt haben werden,
wird die Welt fröhlich sein,
und die Menschen werden sich lieben
in Brüderlichkeit und Frieden.“

(Ethel Rosenberg, in der Todeszelle geschrieben an ihre Kinder)

 

Julius Rosenberg bei seiner Verhaftung durch den FBI

Ethel und Julius Rosenberg nach der Verkündung des Todesurteils

„Der Hinrichtung waren Massenproteste in aller Welt vorausgegangen. In New York fand ein israelitischer Gottesdienst mit 500 Gläubigen statt. In Wien gingen 10.000 Menschen auf die Strasse. In Rom und Mailand protestierte die Arbeiterschaft mit einem 15-minütigen Streik gegen den drohenden Justizmord. In Paris wurden an einer machtvollen Kundgebung Hunderte Teilnehmer von der Polizei verhaftet. In der Schweiz notierte die Bundespolizei: „Das Basler Komitee der Schweiz. Bewegung für den Frieden beschloss, sofort eine Unterschriftspostkarte zur Befreiung der beiden Rosenberg aufzulegen, die dann an den Präsidenten der USA geschickt werden sollte.“

In Telegrammen und Bittschriften an US-Präsident Eisenhower forderten Schriftsteller, Künstler, Wissenschaftler und Parlamentarier aus aller Welt den Verzicht auf die Hinrichtungen. Zu den prominenten Unterzeichnern gehörten u.a. Louis Aragon, Jean Cocteau, Physik-Nobelpreisträger Frédéric Joliot-Curie und der italienische Sozialistenführer Pietro Nenni. Selbst Papst Pius XII. setzte sich für die Schonung des Lebens der Rosenbergs ein.

Jean-Paul Sartre schrieb dazu in der Liberation vom 22. Juni 1953: „Aber ihr werdet uns nicht dazu bringen, daß wir die Exekution der Rosenbergs als einen „bedauernswerten Zwischenfall“ oder auch nur als einen Justizirrtum auffassen. Es ist eine legale Lynchjustiz, die ein ganzes Volk mit Blut befleckt...“.

Namhafte Juristen äußerten schwerwiegende Zweifel an der Fairness des Rosenberg-Prozesses. Ein internationaler Juristenausschuss unter Vorsitz des Belgischen Anwalts Henry Botson forderte einen neuen Prozess vor einem internationalen Gerichtshof.

Die Rosenbergs waren als aktive Mitglieder der Weltfriedensbewegung scharfe Kritiker inneramerikanischer Verhältnisse wie z. B. der rassistischen Unterdrückung der Schwarzen; sie opponierten auch gegen die auf Konfrontation angelegte Außenpolitik ihrer Regierung gegenüber dem früheren Kriegsverbündeten Sowjetunion."

aus: http://www.maraba.de

siehe auch: Vor 55 Jahren: Staatlicher Mord an Kommunisten in den USA mehr

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