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„Der
Hinrichtung waren Massenproteste in aller Welt vorausgegangen.
In New York fand ein israelitischer Gottesdienst mit 500 Gläubigen
statt. In Wien gingen 10.000 Menschen auf die Strasse. In Rom
und Mailand protestierte die Arbeiterschaft mit einem 15-minütigen
Streik gegen den drohenden Justizmord. In Paris wurden an einer
machtvollen Kundgebung Hunderte Teilnehmer von der Polizei
verhaftet. In der Schweiz notierte die Bundespolizei: „Das
Basler Komitee der Schweiz. Bewegung für den Frieden beschloss,
sofort eine Unterschriftspostkarte zur Befreiung der beiden
Rosenberg aufzulegen, die dann an den Präsidenten der USA
geschickt werden sollte.“
In
Telegrammen und Bittschriften an US-Präsident Eisenhower
forderten Schriftsteller, Künstler, Wissenschaftler und
Parlamentarier aus aller Welt den Verzicht auf die
Hinrichtungen. Zu den prominenten Unterzeichnern gehörten u.a.
Louis Aragon, Jean Cocteau, Physik-Nobelpreisträger Frédéric
Joliot-Curie und der italienische Sozialistenführer Pietro
Nenni. Selbst Papst Pius XII. setzte sich für die Schonung des
Lebens der Rosenbergs ein.
Jean-Paul
Sartre schrieb dazu in der Liberation vom 22. Juni 1953: „Aber
ihr werdet uns nicht dazu bringen, daß wir die Exekution der
Rosenbergs als einen „bedauernswerten Zwischenfall“ oder
auch nur als einen Justizirrtum auffassen. Es ist eine legale
Lynchjustiz, die ein ganzes Volk mit Blut befleckt...“.
Namhafte
Juristen äußerten schwerwiegende Zweifel an der Fairness des
Rosenberg-Prozesses. Ein internationaler Juristenausschuss unter
Vorsitz des Belgischen Anwalts Henry Botson forderte einen neuen
Prozess vor einem internationalen Gerichtshof.
Die
Rosenbergs waren als aktive Mitglieder der Weltfriedensbewegung
scharfe Kritiker inneramerikanischer Verhältnisse wie z. B. der
rassistischen Unterdrückung der Schwarzen; sie opponierten auch
gegen die auf Konfrontation angelegte Außenpolitik ihrer
Regierung gegenüber dem früheren Kriegsverbündeten
Sowjetunion."
aus:
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