„Wir
haben eines gemacht beim Streik: Die Arbeiter waren empört und wir sind
konsequent zu ihnen gestanden, wir haben zu den Arbeitern gehalten, das
war unser Dings...“
Rudolf
Kührer,
1950 kommunistischer Betriebsrat bei VOEST und einer der Streikführer
Ein
Interview mit dem Voest-Betriebsrat Rudolf Kührer
Der
Oktoberstreik in der Voest
Quelle:
http://www.kpoe.at/ooe/texte/oktobervoest.htm
Ganglbauer:
In Linz hat der Oktober-Streik
seinen Ausgang genommen?
Kührer:
Ja.
Ganglbauer:
Und was war das Auslösende, daß
es gerade da losgegangen ist, weil von der Zusammensetzung der
Belegschaft her— das ist eh schon mehrmals erwähnt worden z.B. bei
der Eva Priester — daß das ja insofern überraschend ist, als dort
der VdU ja sehr stark vertreten war zu der Zeit?
Kührer:
Ja gut, das war so. Im Betriebsrat
bei den Arbeitern 14 VdUler, 12 Sozialisten und 2 Kommunisten und wie
der Pakt abgeschlossen worden ist, waren die Arbeiter im Betrieb sehr
empört darüber und es hat folgendes gegeben. Wir haben eine
Gewerkschaftsortsgruppe gehabt und die Gewerkschaftsortsgruppe hat eine
Sitzung abgehalten und hat den Protest eben an die Zentrale, an die
Landesleitung weitergeleitet.
Ganglbauer:
Wann war die Sitzung?
Kührer:
Wann die war? Na gut, die war
gleich, wie es bekannt geworden ist Das haben wir sogar genau
festgestellt da, muß ich nachschauen. „Am 24. September gaben Radio
und Presse Einzelheiten über das neue Lohn- und Preisabkommen bekannt
das vom Ministerrat am Dienstag beschlossen werden sollte. Es
beinhaltete folgende Hauptpunkte: Erhöhung der Preise von 20 - 30%, Erhöhung
der Löhne und Gehälter durchschnittlich 14 Prozent. Am Montag, 25.
September große Empörung der Arbeiterschaft über das geplante Lohn-
und Preisabkommen in allen Betrieben und Abteilungen wurde erregt
diskutiert. Unter dem Eindruck dieser Sammlung wurde um 10.00 Uhr eine
gemeinsame Sitzung des Arbeiter- und Angestelltenbetriebsrat einberufen.
In dieser Sitzung wurde mit Stimmenmehrheit der Beschluß gefaßt, um
15.00 Uhr eine Betriebsvollversammlung abzuhalten, um 13.00 Uhr berief
die Gewerkschaftsortsgruppe der Arbeiter die Hauptvertrauensmänner zu
einer Sitzung ein. Dabei kam einstimmig zum Beschluß, von 15.00 -16.00
Uhr einen Warnstreik durchzuführen der auch lückenlos durchgeführt
wurde. Die Angestellten schlössen sich an, ohne daß ein besonderer
Beschluß gefaßt worden wäre." Weil es eine
Gewerkschaftsortsgruppe nicht gab.
Ganglbauer:
Bei den Angestellten?
Kührer:
Ja. „Während des Streiks wurde
von der Belegschaft in den Betrieben überall über den neuen Pakt
diskutiert und dieser schärfstens abgelehnt. Der Warnstreik..."
Ganglbauer:
Diese Aufzeichnungen, sind die von
Dir, welche, die Du selbst angefertigt hast?
Kührer:
Ja. Ja das war das Protokoll dann.
„ ... sollte der Regierung ein Signal geben, daß die Arbeiterschaft
der Voest den Lohn- und Preispakt einmütig ablehnt und zu weiteren
Kampfmaßnahmen bereit ist" Der Beschluß des Streikkomitees, jeder
Tag ist da genau angeführt.
Ganglbauer:
Wie war eigentlich die
Zusammenarbeit damals mit sozialdemokratischen Kollegen und mit
Kollegen, die VdU-Anhänger waren? Hat es da eigene Fraktionssitzungen
gegeben oder im wesentlichen nur die Besprechungen, die Du bereits erwähnt
hast, also im Betriebsrat und in der Gewerkschaftsortsgruppe?
Kührer:
Ja schau, die
Gewerkschaftsortsgruppe war der treibende Teil und die Gewerkschaft, die
Gewerkschafter waren in allem bestimmend und Du wirst dann lesen, wie
der Betriebsrat zusammengekommen ist, der Albeiterbetriebsrat und
Kollege Brauneis, das war der Betriebsratsobmann, selber vorgeschlagen
hat, daß wir ein Streikkomitee bilden sollen, daß der Vorsitzende eben
der Kollege Kührer sein soll und ich war Obmann-Stellvertreter der
Gewerkschaftsortsgruppe und der Obmann, der Kollege Födinger, mein
Stellvertreter sein soll. Das Streikkomitee wurde einstimmig von allen
24 Betriebsräten gewählt, das ist genau drinnen, wer aller drinnen
war, alles. So war das. Es war ein, sagen wir, ein gewerkschaftlich
gutes Verhältnis, sagen wir, zwischen allen Betriebsräten da.
Ganglbauer:
Wie haben sich damals eigentlich
die ÖVP-Anhänger verhalten? Haben die irgendeine Rolle gespielt?
Kührer:
Nein, nein, die haben überhaupt
keine Rolle gespielt Die waren so schwach in der Gewerkschaft damals, daß
sie damals keine Rolle gespielt haben.
Ganglbauer:
Ich komme jetzt zu dieser
schwierigen Frage, nämlich wie die Orientierung der KPÖ, daß man den
Streik unterbrechen soll, dann diese gesamtösterreichische Betriebsrätekonferenz
durchrühren und dann ein Ultimatum stellen und im Fall, daß das
Ultimatum von der Regierung nicht eingehalten wird, dann
weiterzustreiken - wie ist das eigentlich aufgenommen worden bei Euch?
Kührer:
Schau, gut Du siehst, bei uns in
Linz hat der Streik begonnen und in Steyr drüben auch. Wir haben schon
fast tagelang gestreikt, wir haben... für uns ist die Konferenz in Wien
zu spät gekommen. Wir waren ja schon fast vier oder fünf Tage in
Streik und dann war die große Konferenz in Wien, wir haben zwar
jemanden runtergeschickt, eine Delegation nach Wien, aber das war für
uns dann nicht mehr bindend, da war es schon zu spät.
Ganglbauer:
Wie war diese Delegation
zusammengesetzt?
Kührer:
Einer von den Sozialisten, einer
vom VdU und einer von uns, drei Mann haben wir runtergeschickt. Vom
Streikkomitee haben wir drei Leute delegiert und runtergeschickt zu
dieser Konferenz, aber das war für uns schon zu spät, wir haben
schon... wir hätten die Unterstützung gleich von Anfang an gebraucht,
der anderen Betriebe. Am 24., 25., 26., da hätten wir die Unterstützung
gebraucht von allen, nicht erst nach einigen Tagen Streik. Derweil
haben's schon die Betriebsräte in Donawitz verhaftet, und so war das.
Ganglbauer:
Aber wie habt's Dir eigentlich,
habt's Euch Dir an die Orientierung gehalten, daß man den Streik
unterbrechen soll oder habt's Ihr weiter gestreikt?
Kührer:
Nein, wir haben weiter gestreikt!
Ganglbauer:
Und wie ist das überhaupt
aufgenommen worden, daß die KPÖ dann gesagt hat, man soll
unterbrechen? Habt's Ihr das einfach ignoriert, ist über das überhaupt
diskutiert worden?
Kührer:
Nein, wir haben überhaupt nicht
diskutiert Wir haben, solange wir die Kraft gehabt haben und solange die
Arbeiter bereit waren zu streiken, haben wir gestreikt.
Ganglbauer:
Also diese Orientierung auf
Streikabbruch, den die KPÖ-Parteileitung in Wien vorgeschlagen hat,
also das Polbüro vorgeschlagen hat, diese Orientierung hat bei Euch überhaupt
keine Rolle gespielt?
Kührer:
Ja gut, schau. Wir haben es zur
Kenntnis genommen, aber hier in Oberösterreich hat sich der Streik
anders entwickelt gehabt Die Wiener und die niederösterreichischen
Betriebe haben sich zu spät angeschlossen. Wenn wir eh schon fast eine
Woche streiken, können wir nicht unterbrechen und dann wieder streiken,
das geht nicht Das war unmöglich.
Ganglbauer:
Aber irgendwie aufgebracht wart Dir
auch nicht über diese Orientierung? Ihr habt's das einfach nicht ernst
genommen?
Kührer:
Nein, nein, aufgebracht waren wir
nicht Wir haben eines gemacht beim Streik: Die Arbeiter waren empört
und wir sind konsequent zu ihnen gestanden, wir haben zu den Arbeitern
gehalten, das war unser Dings, aber die Arbeiter wären nicht bereit
gewesen, wie die da im Fernsehen da alles schon gehämmert haben, daß
man das durchgestanden wäre.
Ganglbauer:
Du meinst jetzt die Putschlüge?
Kührer.
Die Putschlüge, wie sie angefangen haben. Das Streikkomitee, wir waren
am Anfang eine feste Einheit, danach sind die Sozialisten gezwungen
worden von Ihrer Führung und einer nach dem anderen hat sich abgemeldet
aus dem Streikkomitee und danach, immer weniger sind wir geworden. Der Födinger
war zwar noch da und einige andere, aber von außen sind die Einflüsse
immer größer geworden und zum Schluß, die VdUler sind auch weg, zum
Schluß sind nur mehr wir Kommunisten übriggeblieben und die Arbeiter
haben gesehen, wir stehen bis zum Schluß zu ihnen.
Ganglbauer:
Und ab wann wart Ihr dann allein im
Streikkomitee?
Kührer:
So um den 30., so Ende September
waren wir allein und weil wir eben durchgehalten haben bis zum Schluß,
sind wir von den Arbeitern bei der nächsten Betriebsratswahl belohnt
worden. Weil sie gesagt haben, das waren die einzigen, die ehrlich zu
uns gehalten haben.
Ganglbauer:
Also Dir habt von 2 auf 9 Mandate
erhöhen können? Das hast Du da auch aufgezeichnet?
Kührer:
Ja haben wir auch aufgezeichnet.
Ganglbauer:
Wie war das mit den Sanktionen, mit
den verschiedenen Maßnahmen, die dann seitens der Betriebsleitung, des
ÖGB oder auch der SPÖ ergriffen worden sind gegenüber Kommunisten
oder auch gegenüber anderen, die sich im Streik besonders hervor getan
haben? War das in der Voest ähnlich wie in Steyr oder war das doch
anders?
Kührer:
Nein, war so ähnlich. Es hat Kräfte
gegeben, die zum Streik gehalten haben, das war die Gewerkschaft, die
war einig, hat es keine Austritte gegeben.
Ganglbauer:
Die Ortsgruppe?
Kührer:
Ja die Ortsgruppe, die
Gewerkschaftsortsgruppe war einig. Aber es hat gegeben, der Betrieb hat
Leute rausgesucht und über die Direktionen sind die Verantwortlichen in
verschiedenen Betriebsstreikkomitees dann gemaßregelt worden. Sehr
ungerecht
Ganglbauer:
Und hat es da nur Kommunisten
getroffen oder sind da andere auch davon betroffen worden?
Kührer:
Nein, Kommunisten, Parteilose sind
betroffen worden.
Ganglbauer:
Sozialdemokraten und VdUler nicht
oder auch?
Kührer:
Hat es auch, sind auch gemaßregelt
worden.
Ganglbauer:
Und wie haben diese Maßregelungen
ausgeschaut?
Kührer:
Gut, man hat die Leute direkt
freigesetzt, direkt gekündigt und wir haben dann ja einen großen Prozeß
gehabt, da sind auch alle Unterlagen und alle Namen haben wir auch. Dann
gibt es ein eigenes Protokoll über die Einigungsamtverhandlungen, haben
wir auch, ein komplettes Protokoll, wo alle die ganzen
Einigungsamtsverhandlungen der Voest aufgeführt wenden, das haben wir
auch.
Ganglbauer:
Hat es in solchen Fallen eigentlich
eine Solidarisierung gegeben? Wenn es einen Kollegen oder einen Genossen
getroffen hat, solche Maßregelungen, habt Ihr Euch dann bemüht, den...
Kührer:
Ja selbstverständlich, klar. Es
hat sogar anständige Direktoren gegeben. Ein schmutziger Mann der Voest,
der die Sachen zusammengetragen hat, das Material gegen uns, gegen das
Streikkomitee, hat auch behauptet, ich bin gewaltsam. „Der Kührer ist
gewaltsam im Stahlbau eingedrungen." Aber der Direktor Silber hat
gesagt: „Nein, Kührer ist nicht gewaltsam in den Stahlbau
eingedrungen." Wie ich gekommen bin mit der Montage mit den
Arbeitern, mit einigen hundert, haben die Arbeiter die Tore aufgemacht
und ich bin nicht gewaltsam rein. Jetzt haben sie gegen mich keine
Anklage führen können. Ist ja klar, wenn ich gewaltsam eingedrungen wäre,
dann wäre ich auch als Vorsitzender vom Streikkomitee strafbar gewesen.
Und ich habe nachher zum Direktor gesagt, nach einem Jahr einmal:
„Herr Direktor, wieso haben Sie da diese Aussage gemacht?" Sagt
er. „Weil Sie wahr war. Ich habe die Wahrheit gesagt, ich habe mich
von niemanden beeinflussen lassen." Aber es hat so Kräfte gegeben,
die alle Mitteln angewendet hätten, gegen die Streikenden und das
Streikkomitee vorzugehen. Na gut, den Namen möchte ich gar nicht erwähnen,
weil er lange tot ist, der da so ein schmutziger Mann war, der das
gemacht hat
Ganglbauer:
Eine der Wirkungen war der Zuwachs
der Einheitsliste, wo wir ja die Tabelle auch haben? Ich habt als
Einheitsliste und nicht als kommunistische Fraktion oder...
Kührer:
Nein, eine gewerkschaftliche
Einheit waren wir.
Ganglbauer:
Also aus dem geht hervor. Ihr habt
von 2 auf 9 Mandate gewinnen können, aber die Sozialisten, die
sozialistische Liste hat auch ein Mandat dazu gewonnen und vor allem
verloren hat der VdU von 14 auf 8 bei den Arbeitern. Das sind die
Ergebnisse. Warum hat der VdU soviel verloren?
Kührer:
Warum? Weil sie groß geredet
haben. Und wie ich Dir gesagt habe, wie es ernst war, sind sie
unentschlossen gewesen und haben eben die Arbeiter nicht konsequent
vertreten, aus dem Grund, weißt'.
Ganglbauer:
Bei den Angestellten allerdings
haben sie sich gehalten.
Kührer:
Ja da haben sie sich gehalten. Da
haben sie eine stärkere Organisation gehabt.
Ganglbauer:
Da ist der Mandatsstand eigentlich
für alle gleichgeblieben, wir haben l Mandat dazu gewonnen.
Kührer:
Eines haben wir dazu gekriegt, ja.
Ganglbauer:
Und haben auf dieser Einheitsliste
Parteilose mit Kommunisten gemeinsam kandidiert oder waren da auch
Sozialisten dabei oder waren es überhaupt nur Kommunisten, die halt
versucht haben ...
Kührer:
Kommunisten und einzelne
Parteilose.
Ganglbauer:
Und bei wem haben die Kommunisten
da vor allem Ansehen gewinnen können? Nach dem Wahlergebnis zu schließen,
dürfte ja unter den Sozialisten trotz der streikbrecherischen Rolle,
die die SPÖ als Gesamtpartei gespielt hat, dürfte es Dir ja doch
gelungen sein, relativ gut die Positionen zu halten?
Kührer:
Ja, weil es ist aus dem Grunde,
weil nach diesem Streik die Sozialisten Ihre Parteiorganisation im
ganzen Werk weiter ausgebaut haben. Sie haben alle führenden Positionen
Millimeter um Millimeter mit Sozialisten besetzt, wo es gegangen ist
Durch das haben sie sich gut gehalten, haben sich auch erhalten. Und
viele vom VdU, die beim VdU waren und die noch beim Streik dort waren,
sind zu den Sozialisten gegangen. So ist das, das war das Entscheidende.
Ganglbauer:
Hast Du jetzt gemeint, sie haben
Ihre Fraktion gewechselt?
Kührer:
Ja natürlich. Die haben Ihre
Fraktion gewechselt, sind Sozialisten worden und wurden auch
sozialistische Betriebsräte.
Ganglbauer:
Hast Du jetzt gemeint, es sind
VdUler zu den Sozialisten übergegangen, aber das andere war noch, sie
haben Ihre Parteiorganisation aufgebaut und da hast Du gesagt, sie haben
dann verschiedene Stellen bekleidet, heißt das auch, daß da, weiß
ich, Abteilungsleiter oder Meister oder sonst irgendwas ...
Kührer:
Ja, richtig. So ist es.
Meisterposten wurden nur mehr, sagen wir, an Sozialisten vergeben.
Abteilungsleitung und das wurde mit Ihrem Funktionärsstab besetzt
Ganglbauer:
Und hat es das umgekehrt auch
gegeben, daß Sozialisten, die den Streik unterstützt haben und die
dagegen waren, daß diese Putschlüge in Umlauf gesetzt wurde und damit
der Streik gebrochen werde sollte, hat es welche gegeben, die dann zu
uns gewechselt sind oder nicht? War da die Kluft doch zu groß?
Kührer:
Nein, sind keine zu uns gekommen.
Wir haben ein gutes Verhältnis gehabt mit ihnen in der Gewerkschaft
weiter, aber ist niemand zu uns gegangen.
Ganglbauer:
Ist es in nennenswerter Zahl zu
Austritten von der Gewerkschaft oder auch von der SPÖ gekommen?
Kührer:
Nein, nein. Gut, es war eine
schlechte Stimmung, war da gegen die Führung der Gewerkschaft in Wien,
aber es ist zu keinen Austritten gekommen.
Ganglbauer:
Also das hat sich vor allem auf
Wien konzentriert?
Kührer:
Ja hauptsächlich auf Wien. Schau,
wir haben eine Delegation nach Wien runtergeschickt
Ganglbauer:
Du meinst jetzt zur Betriebsrätekonferenz?
Kührer:
Ja, zum Geiger, zu der Leitung der
Metall- und Bergarbeiter, zum Zentralsekretariat haben wir eine
Delegation geschickt vom Streikkomitee. Das war der Obmann, der Födinger,
Kopp und ein VdUler war dabei, aber ich weiß den Namen nicht auswendig.
Und die sind von Wien zurückgekommen und haben uns berichtet in der
Vollversammlung bei den Leuten:, die Wiener haben gesagt, es G
'scherten. Ihr könnt's streiken, solange Dir wollt's, gemacht wird das,
was wir in Wien sagen." Und das hat alle erbost und da haben wir
gesagt: „Dann streiken wir eben weiter." So war das, so war die
Stimmung damals.
Ganglbauer:
Wann war diese Delegation?
Kührer:
Das haben wir eh auch festgehalten.
Wir haben nur geschrieben, eine schlechte Behandlung haben sie gehabt,
aber nicht so ausgerührt, wie ich Dir das gesagt habe, was sie wirklich
gesagt haben.
Interview
des Historikers Stephan Ganglbauer mit Rudolf Kührer am 13. Juli 1990
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