Aus der Geschichte der internationalen kommunistischen und Arbeiterbewegung

Wichtige Rubriken und Beiträge

+++Neu+++

Newsletter bestellen

zur Homepage

Der Krieg der herrschenden Klasse gegen das Volk

Kampf den ideologischen Diversanten

Für den Aufbau der Kommunistischen Partei Deutschlands

Gegen den imperialistischen Krieg

Black Channel

Betrieb&Gewerkschaft

Bildung, Kultur & Wissen

Wider den Block der
Rechten und Trotzkisten

zur Geschichte
der internationalen kommunistischen und Arbeiterbewegung

Wissenschaftlicher Sozialismus

Aus den Ländern

Links

Impressum

Archiv

Intern

Proletarischer Internationalismus

zurück

siehe auch: Vor 55 Jahren: Staatlicher Mord an Kommunisten in den USA mehr 

„Die Erde wird lächeln, meine Kinder, sie wird lächeln
und über dem Grün des Grabes, wenn wir gesiegt haben werden,
wird die Welt fröhlich sein,
und die Menschen werden sich lieben
in Brüderlichkeit und Frieden.“

(Ethel Rosenberg, in der Todeszelle geschrieben an ihre Kinder)

rosenbergs_bild_300Vor 60 Jahren, am 5. April 1951, in den USA:

Todesurteil gegen das Ehepaar Ethel und Julius Rosenberg –

Justizmord an zwei Kommunisten

Von Günter Ackermann

Kommunisten-online am 5- April 2011 – Sie waren Kommunisten und standen zu ihrer Sache: Das Ehepaar Ethel und Julius Rosenberg, wohnhaft in New York, zwei kleine Kinder, wurde 1950 vom FBI verhaftet und am 5. April 1951 wegen der Weitergabe von Geheimnissen um die amerikanischen Atomwaffen zum Tod auf dem elektrischen Stuhl verurteilt.

Die Beweise waren mehr als dürftig. Der Bruder von Ethel, David Greenglass, der selbst der Atomspionage verdächtig war, hatte unter Druck seine Schwester und seinen Schwager als Mittäter genannt. Greenglass bekam 15 Jahre Haft, saß 10 davon ab und zog nach New York. Dort lebt er wohl noch heute.

Auch Ethel und Julius Rosenberg versuchte das FBI zu erpressen. Sie sollten Kommunisten nennen, die wie sie an die UdSSR Atomgeheimnisse verraten hatten. Sie wurden nicht zu Verrätern.

Ethel wurde dann von ihrer Mutter unter Druck gesetzt. Diese war vom FBI scharf gemacht worden, bei ihr lebten die beiden Söhne des Ehepaars. Sie verlangte von ihrer Tochter, dass sie ihren Mann Julius ans Messer liefern solle, dann bekäme sie nicht die Todesstrafe. Ethel blieb standhaft,

Dann wurden die beiden Söhne als Druckmittel eingesetzt. Die „Oma“ wollte sie, wenn Ethel ihren  Mann nicht verriet, in den Schuppen sperren. Das tat sie dann auch. Ethel blieb fest.

Dahinter  steckte nicht nur die Hysterie in den USA damals.

Das auch, aber es ging den Herrschenden, voran Edgar Hoovers FBI,  die Kommunistische Partei zu kriminalisieren Da war jeder Kommunist verdächtig, selbst bekannte Wissenschafter und Künstler. So Charly Chaplin, Paul Robeson, Bertold Brecht und andere, Jeder, der auch nur in der Nähe der KP gestanden  hatte, war verdächtig. So bekam Paul Robeson, der damals berühmteste afroamerikanische Sänger, Auftrittsverbot in den USA und bekam seinen Pass entzogen, konnte also nicht zu Auftritten ins Ausland reisen. Als die walisische Bergarbeitergewerkschaft ihn bat, bei ihnen zu singen, machte er das durch das Telefon über den Atlantik. Robeson war auch Kommunist, war aber kein Parteimitglied.

Es wäre für das FBI zwar besser gewesen, hätten die Rosenberg Genossen fälschlich belastet. Man hätte damit scheinbar bewiesen, dass die KP der USA nichts anderes war, als eine Spionageorganisation der UdSSR. Diesen Unsinn verbreiteten sie damals wirklich – nicht nur in den USA. Auch das KPD-Verbot vom 1956 wurde damit begründet.

Aber die Rosenbergs wurden keine Denunzianten und Verräter. Sie hätten mit diesem Verrat ihr Leben retten können. Aber beugten sich nicht ihren Henkern –  sie gingen in den Tod für die Sache des Kommunismus.

Zwei Präsidenten lehnten Gnadengesuche ab: Harry S. Truman und dessen Nachfolger Dwight D. Eisenhower. Das trotz weltweiter Proteste, sogar des Papstes Pius XII., den man nun wirklich nicht Sympathien zu Kommunisten nachsagen konnte.

Am 19. Juni 1953 wurden sie  im Staatsgefängnis Sing Sing hingerichtet. Dass das ein Justizmord war, darüber sind sich die Historiker – selbst bürgerliche – heute einig.

Ethel Rosenberg wurde 38 Jahre, Julius Rosenberg 36 Jahre. Sie starben für die gerechte Sache des Weltproletariats, für die Sache des Sozialismus.

G.A.

zurück

„Als die Regierung entschied, meine Eltern umzubringen. Der Fall Rosenberg“

Lesung mit Robert Meeropol im Club Voltaire, Kleine Hochstraße 5, 60313 Frankfurt

08.03.09 19:30, 1. Stock

Robert Meeropol (Rosenberg) entschloss sich, dieses Buch angesichts und wegen der heutigen Hexenjagd zu schreiben, die jener in den 50er Jahre gleicht, welche auf dem Höhepunkt der McCarthy-Ära zur Ermordung seiner Eltern führte.
Ethel und Julius Rosenberg wurden beschuldigt, der UdSSR Informationen über den Bau der Atombombe weitergegeben zu haben. Deshalb verurteilte man sie zum Tode auf dem elektrischen Stuhl. Eine Rettung wäre möglich gewesen, wenn sie das Angebot angenommen hätten, der Regierung Namen von Mitgliedern der kommunistischen Partei zu verraten. Sie ließen sich nicht erpressen und gingen eher in den Tod als zum Judas der eigenen Genossen zu werden.

Die Schreibtische der CIA und des FBIs konstruierten sogenannte Beweise gegen das Ehepaar. Der Prozess war eine Farce. Er mobilisierte die Öffentlichkeit in einem Maße, das man mit der Bewegung in den 20er Jahren zur Verteidigung Saccos und Vanzettis vergleichen kann. Dank des Solidaritätsnetzes der Mitglieder der Kommunistischen Partei der USA kamen Robert und sein Bruder nicht in ein Waisenhaus.

Robert: „Ohne diese Hilfe hätten Michael und ich nicht überleben können. Die Genossinnen und Genossen haben zwar nicht das Leben meiner Eltern retten können – wohl aber das von Michael und mir. Und das ist ein wichtiger Teil der Geschichte, die ich in meinem Buch erzähle.“

Robert ging seinen eigenen menschlichen und politischen Weg:

• als aktiver Teilnehmer der Studentenbewegung,
• als entmutigter Mensch während der Epoche des Rückgangs politischer Bewegungen;
• als Sohn, der die anstrengende Wiederaufrollung des „Falles Rosenberg“ in Erinnerung an seine Eltern betreibt,
• als Förderer einer Stiftung für Kinder von Opfern der Unterdrückung.

Seine Biografie kreuzt die Weathermen (eine linke, militante Untergrundorganisation in den USA, die Ende der 1960er bis in die 1970er Jahre aktiv war), die Black Panther (eine afro-amerikanische Bürgerrechts- und Selbstschutzbewegung in den USA, die den revolutionären Klassenkampf propagierte und viele Ideen aus den Werken von Marx, Lenin und Mao übernahm), die Mobilisierung gegen die Exekution Mumia Abu-Jamals (ein US-amerikanischer Journalist und schwarzer politischer Aktivist. 1982 wurde er wegen angeblichen Mordes an einem Polizisten sowie wegen Schusswaffenbesitzes angeklagt und zum Tode verurteilt) und die Bewegung gegen die Todesstrafe.

Veranstalter: Zambon Verlag

zurück

 

Spenden für die Homepage: Günter Ackermann, Konto-Nr.: 433 407 436,
IBAN DE62 3601 0043 0433 4074 36., BIC PBNKDEFF, BLZ: 360 100 43
Postbank Essen. Verwendungszweck: Homepage 
(Bitte eMail-Adresse und Verwendungszweck immer angeben!)

  Bitte immer angeben!