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Anmerkung:

Die Redaktion von K-Online weist darauf hin, daß auch in der DDR in den Tagen des „Falls der Berliner Mauer“ die letzten Widerstände aus den Kreisen der NVA kamen, um die Kapitulation der sozialistischen DDR in letzter Minute doch noch zu verhindern. Auch wir weisen darauf hin, daß Details zu dieser Thematik die Aufgabe künftiger Artikel bleiben wird. Unsere Veröffentlichung dieser Übersetzung zum Jahrestag der Gründung der Roten Armee steht sehr wohl inhaltlich sehr im Zusammenhang mit unserem Gedenken an die NVA der DDR.

23. Februar 1918: Gründung der Roten Armee

GEBOREN ZUR VERTEIDIGUNG DER REVOLUTION

von Prof. Wladimir Abreu (KP Venezuela)

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Caracas, 23.2.2010, Tribuna Popular TP. – In den Annalen der kommunistischen Weltbewegung und als eine der größten Leistungen der Arbeiterklasse in ihrer Revolution findet sich die Gründung der Roten Armee der Arbeiter und Bauern (Rabotschije-Krestjanskaja Krasnaja Armija RKKA) am 23. Februar 1918. Auch wenn das Dekret Lenins am 15. Februar des julianischen Kalenders unterzeichnet wurde (25. Januar unseres heutigen Kalenders). Am 23. Februar 1918 erfolgten praktisch die Gründung der Roten Armee und ihr erstes Gefecht gegen die deutschen Interventionstruppen. Daher ist dies das Datum, welches in der UdSSR und auch im heutigen Russland und den anderen früheren Sowjetrepubliken und dem Rest der Welt stets gefeiert wurde von denen, die ihre Kräfte auf die Zerschlagung der faschistischen Bestie und gegen die Verbrechen des Großkapitals richteten.

Getreu der marxistischen Epoche-Lehre bedachten Lenin und die Bolschewiki, dass die bürgerliche Armee in der Übergangsetappe zur Diktatur des Proletariats aufgelöst und von einer freiwilligen Arbeitermiliz zeitweiligen Charakters abgelöst werden musste, wie sie in Ausnahmemomenten aktiviert werden sollte. In diesem Sinn wurde noch vor der Revolution die Rote Garde als ruhmreiche Truppe des Proletariats organisiert, was uns eine historische Lehre ist, denn diese großartige Mutter der Revolutionäre zeigte die Durchdachtheit dieses Konzepts.

Kaum hatte die Große Sozialistische Oktoberrevolution am 7. November 1917 gesiegt, vereinten sich zu ihrer Zerschlagung alle Kräfte des alten reaktionären Europas, welches sehr gut die von Winston Churchill formulierte Leitlinie verstanden hat: „Das Baby an der Nabelschnur töten“. Die Armeen aus 14 Ländern marschierten in Sowjetrussland ein. Die innere Konterrevolution bildete das konterrevolutionäre Heer der Weißgardisten. Sie alle bedrohten auf das äußerste das Überleben der Revolution.

(weiter)

Sowjetische Briefmarke mit dem Bildnis des legendären General der Roten  Armee

Wassili Iwanowitsch Tschapajew (1887 bis 1919)

Tschapajews Tod

Text: Z. Alexandrowa; Musik: Wassili Solowjow-Sedoi


Der Steppenwind heulte, der Eisregen rann.
Es schleicht sich der Feind in der Dunkelheit an.
„Tschapajew, so hör doch! Es schläft deine Schar.
Ergreift eure Waffen! Es droht euch Gefahr!“
Ural – Ural – du mächt'ger Fluß.
Kein Laut und kein Warnungsschuß.


Sie schossen die letzten Patronen hinaus.
Was leben blieb, sprang in der Fluten Gebraus,
Verfolgt von den Kugeln. Sie schwammen zum Land.
Da trifft den Tschapajew ein Schuß in die Hand.
Ural – Ural – du mächt`ger Fluß.
Kein Laut und kein Abschiedsgruß.


Nun fließ' zu den Brüdern, du blutender Fluß.
Erzähl', wie Tschapajew hat sterben gemußt,
Und muß' er auch sterben, er geht vor uns her,
Es spricht seine Stimme aus jedem Gewehr.
Ural – Ural – du mächt'ger Fluß.
Bring ihm unsern Freiheitsgruß.


Text: Z. Alexandrowa
Deutsche Fassung: Erich Weinert
Musik: W. Solowjow-Sedoi

Die Bolschewiki verstanden rasch, dass die einzige Garantie des Sieges darin bestand, eine mächtige Armee der Arbeiter und Bauern aufzustellen, die bewaffnet mit den Waffen und Techniken des modernen Krieges und ideologisch im Bewusstsein ihrer revolutionären Rolle die äußere imperialistische Intervention sowie die innere Konterrevolution niederschlägt und aus dem Lande jagt. Die Rote Armee der Arbeiter und Bauern in ihrer tapfer erfüllten historischen Mission der Rettung des ersten Arbeiter- und Bauernstaates in der Geschichte der Menschheit sowie dem der bolschewistischen Revolution folgenden Bürgerkrieg von 1918-1923 ist mit den Namen so großer Helden wie Tschapajew, Nikolai Schors, dem Ungarn Maté Zalka, Parchomanenko und Budjonny verbunden.

Die Rote Armee war in ihrem Konzept als Klassenarmee eine revolutionäre Armee des bewaffneten Proletariats, welches seine militärische Struktur in der Hitze des Kampfes der Bolschewiken aus einem Kaderstamm von kampfgestählten Kommunisten entwickelte, Befehlshaber und Soldaten gleichermaßen revolutionär von den Politischen Kommissaren in den Divisionen, Brigaden, Bataillonen bis hinein in die kleinsten Truppenteile schulte, der Masse der nichtalphabetisierten Soldaten Lesen, Schreiben und Rechnen beibrachte, dem Arbeiterheer die politische Bedeutung des Sieges auf dem Schlachtfeld erläuterte. Denn nur so festigte sich die Revolution weiter, diente sie als Beispiel der Aufopferung und Tapferkeit im Kampf. Die Revolutionäre standen in vorderster Front bei Angriffsschlägen und übernahmen die schwierigsten Kampfaufgaben. Sie zeigten den Arbeitern, dass ihre revolutionäre Avantgarde, die Kommunistische Partei (Bolschewiki) sich vollauf im Kampf aufopferte.

Diese ruhmreiche Rote Armee der Arbeiter und Bauern nannte sich seit Ende des 2. Weltkrieges Streitkräfte der UdSSR. Aber im Herzen nannten die Sowjetvölker und die Völker der Welt sie weiterhin die Rote Armee, was für jeden sowjetischen Soldaten eine sehr große Verpflichtung bedeutete.

Die ruhmreiche Rote Armee erfüllte in ihrer gesamten Geschichte tapfer ihren Klassenauftrag des Schutzes der Revolution vor der imperialistischen Bedrohung. Sie gab stets ein Beispiel für proletarischen Internationalismus im Großen Vaterländischen Krieg und bei der Befreiung des Großteils von Europa aus dem faschistischen Joch (2. Weltkrieg, russische Front). Sie half der spanischen Republik. Sie erfüllte Kampfaufträge in Korea, Vietnam, Kuba. Sie unterstützte die sozialistische Republik in Afghanistan. Sie stand allen Völkern Afrikas und Asiens bei, die gegen das Kolonialjoch und die kapitalistische Unterdrückung kämpften.

Auch als der Gorbatschowsche Verrat bereits die UdSSR zerstört hatte, griff die Rote Armee im Jahr 1991 zur Rettung der Revolution ein. Aber da war der angerichtete Schaden schon zu groß. Sich diesen Themen zu widmen, wird Aufgabe nächster Artikel sein.

ES LEBE DIE RUHMREICHE ROTE ARMEE DER ARBEITER UND BAUERN

Quelle: http://www.pcv-venezuela.org/i

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