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Josef Wissarionowitsch Stalin

starb am 5. März 1953 in Moskau

Dem Führer des Sowjetvolkes, der internationalen Arbeiterbewegung und Nachfolger Lenins zum Gedenken

Suliko,

J. W. Stalins Lieblingslied 

Gesungen von Ernst Busch auf deutsch mehr

W.I. Lenin und sein Nachfolger J.W. Stalin

Stalin mit dem USA-Präsidenten Franklin D. Roosevelt und dem britischen Premier Winston Churchill bei der Konferenz von Jalta 1945

Stalin mit USA-Präsident Truman bei der Potsdamer Konferenz 1945

Stalin mit dem langjährigen Außenminister der UdSSR Wjatscheslaw Michailowitsch Molotow

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Stalins Tod

Eine Würdigung des großen Führers des Weltproletariats

Von Günter Ackermann/März 2007

5. März 1953 in Erfurt. Ich machte mich zur Schule fertig. Wie immer, hörte ich dabei Radio, Aber heute war es anders. Es kam Trauermusik aus dem Lautsprecher. Dann brach die Musik ab, eine Stimme meldete sich und sagte, ich erinnere mich noch sehr gut: „Der große Führer des Weltproletariats, der Genosse Josef Wissarionowitsch Stalin, ist tot. Wir spielen jetzt das Lieblingslied des Genossen Stalin, Suliko.“

Wir alle kannten das Lied, hatten es in der Schule gelernt. Es erklang die Stimme von Ernst Busch, der das Lied sang. mehr

Stalin tot, das kann nicht sein, dachte ich. Mit meinen 13 Jahren wusste ich zwar, was Tod ist, aber Stalin? So ging es vielen Menschen, v.a. jüngeren, in der DDR. Stalin, das war Sowjetunion, das war sozialistischer Aufbau, das war Beseitigung der Trümmer bei uns in Deutschland. Und der tot? In der Schule wurde eine spontan einberufene Trauerfeier durchgeführt.

Für uns junge Menschen stand Stalin für die Befreiung vom Faschismus, stand für den Sieg des Sozialismus über Imperialismus, stand für den Kampf gegen Krieg und imperialistischen Völkermord.

Es versteht sich, dass die Imperialisten und ihre Wasserträger frohlockten. Der Stählerne, der unversöhnliche Feind der Kriegsbrandstifter, der Führer der großen UdSSR, war für die Welt mehr als nur der Führer eines Staats – wenn auch eines sehr großen.

Als USA-Präsident Harry S. Truman während der Konferenz in Potsdam von den erfolgreichen amerikanischen Atombombenabwürfen auf Japan berichtete, wunderte er sich, dass Stalin so ruhig reagierte. Dabei waren der Einsatz dieser Massenvernichtungswaffen – aus strategischer Sicht – gegen Japan unsinnig gewesen, Japan war bereits reif zur Kapitulation und der Kaiser Hirohito hatte bereits seine Bereitschaft zu kapitulieren signalisiert.

Die Atombomben und der Tod von einigen hunderttausend zivilen Opfern, hatten in Wirklichkeit einen anderen Zweck. Sie sollten der Welt verkünden, dass nur die USA die Geschicke der Welt bestimmen sollte und, dass jedes Land, das das nicht anerkennt, mit den Einsatz dieser Waffe rechnen muss. Die Atombombenabwürfe richteten sich also in erster Linie an Stalin und die UdSSR, sie waren der Beginn der atomaren Erpressung der Welt durch die USA, die bekanntlich bis heute fortbesteht.

Aber Stalin reagierte scheinbar eher desinteressiert auf Trumans Nachricht. Heute wissen wir, warum. Stalin wusste das bereits und es gab bereits sowjetische Wissenschafter, die an einer sowjetischen Atomwaffe arbeiteten. Sowjetkundschafter, wie Klaus Fuchs, arbeiteten im Zentrum der USA-Atomwaffenforschung.

Stalin beugte sich nicht der atomaren Erpressung der USA. Stattdessen forderte er die weltweite Ächtung aller Atomwaffen und den Einsatz der Kernenergie nur für friedliche Zwecke. Der Westen lehnte immer ab und trieb die Rüstungsspirale voran.

Bereits vor dem 2. Weltkrieg war es die Politik Stalins, die die Richtschnur für den sozialistischen Aufbau der Sowjetunion bildete. So wurden die ländlichen Ausbeuter, die Kulaken, die die Kleinbauern versuchten in Abhängigkeit zu halten, als Klasse beseitigt und die Kollektivierung der Landwirtschaft durchgeführt. Es wurde neues Ackerland in der Steppe erschlossen, indem große Staudammprojekt verwirklicht wurden, die Wasser für die trockenen Steppengebiete lieferten und elektrischen Strom für die Industrie. Überhaupt wurde der industrielle Aufbau der UdSSR beschleunigt. Das wiederum war, als die deutschen Faschisten die UdSSR überfielen, von großer Wichtigkeit für die Landesverteidigung.

Stalin wurde, damals wie heute, von den Imperialisten gehasst und verleumdet. Er habe Morde  begangen und Schauprozesse inszeniert. Tatsache ist aber, dass die Trotzkisten, im Bündnis mit dem internationalen Finanzkapital, versuchten die Sowjetmacht zu schwächen. Ihre Anhänger saßen in wichtigen Funktionen der Sowjetunion. Trotzki, der sich ins sichere Ausland abgesetzt hatte, führte diesen Block der Rechten und Trotzkisten. Ziel war letztlich, die Sowjetmacht abzuschaffen.

Stalin schob einen Riegel vor und erkannte, dass es keineswegs so ist, dass mit dem sozialistischen Aufbau die Klassenwidersprüche verschwinden. Sie wirken weiter in den Köpfen der entmachten Bourgeoisie und versuchen, wieder die Oberhand zu gewinnen.

Stalin schrieb:

„Es ist notwendig, die faule Theorie zu zerschlagen und beiseite zu werfen, dass der Klassenkampf bei uns mit jedem Schritt unseres Vormarsches mehr und mehr erlöschen müsse, dass der Klassenfeind in dem Maße, wie wir Erfolge erzielen, immer zahmer werde. Im Gegenteil, je weiter wir vorwärts schreiten, je mehr Erfolge wir erzielen werden, um so größer wird die Wut der Überreste der zerschlagenen Ausbeuterklassen werden, um so mehr Niederträchtigkeiten werden sie gegen den Sowjetstaat begehen, um so mehr werden sie zu den verzweifeltsten Kampfmitteln greifen, als den letzten Mitteln zum Untergang Verurteilter. Man muß im Auge behalten, dass die Reste der zerschlagenen Klassen in der UdSSR nicht alleine dastehen. Sie genießen die direkte Unterstützung unserer Feinde jenseits der Grenzen der UdSSR.”  (In: J.W. Stalin, Über die Mängel der Parteiarbeit und die Maßnahmen zur Liquidierung der trotzkistischen und sonstigen Doppelzüngler, Berlin 1954, S.22 f.)

Es versteht sich, dass dieser unversöhnliche Feind der Imperialisten kein gutes Wort von diesen bekam. Sie wähnten sich, als Lenin starb, bereits wieder auf dem Vormarsch in Russland. Aber die Parteitagtagsdelegierten trauten Trotzkis schönen Worten nicht und wählten Stalin als den Nachfolger Lenins. Trotz seiner fraktionistischen Machenschaften konnte Trotzki keinen Boden gewinnen und setzte sich ins kapitalistische Ausland ab und konspirierte von hier. Er ließ aber seine Speichellecker und Intriganten in der Sowjetunion zurück. Diese ermordeten schließlich 1934 den beliebten Parteisekretär von Leningrad, Sergei Mironowitsch Kirow.

Damit war das Maß voll. Von Fraktionisten und Intriganten waren sie zu konterrevolutionären Mördern und Putschisten geworden. Die sog. Moskauer Prozesse räumten mit diesem Gesindel auf.

Wer heute behauptet, das seien reine Schauprozesse gewesen, mit dessen Hilfe Stalin seine Alleinherrschaft absichern wollte, der kennt entweder die Geschichte nicht oder der lügt und verschweigt die Tatsache, dass die Prozesse auf offener Bühne vor der Weltpresse stattfanden und namhafte westliche Juristen als Prozessbeobachter die Prozesse verfolgten. Von manipulierten Aussagen berichteten diese Beobachter nicht, eher vom Gegenteil.

Während des Großen Vaterländischen Krieges stand Stalin an der Spitze der Roten Armee. Mit dem Rufe „Es lebe Stalin“ kämpften die Rotarmisten die faschistischen Okkupanten nieder und es war die von Stalin geführte Sowjetarmee, die die Hauptkraft gegen die Faschisten bildete.

Dass deutsche Volk verdankt Stalin viel. Während die westlichen Besatzungsmächte aus Deutschland noch einen Kartoffelacker machen wollten, begannen in der sowjetischen Besatzungszone wichtige Reformen. So wurde eine demokratische Bodenreform durchgeführt, bei der die Junker enteignet und ihr Land den Bauern übereignet wurde.

Alles Eigentum von aktiven Faschisten wurde enteignet. Die Chemiefabriken des Konzerns IG-Farben ebenso, wie die Krupps die verloren z.B. in Magdeburg ihre große Maschinenfabrik usw.

Und, was wohl das wichtigste war, die Schulreform wurde auf den Weg gebracht. Während in Westen in den Schulen immer noch die Prügellehrer aus der Nazizeit die Schüler drangsalierten, wurde in der Sowjetischen Zone die Schule grundlegend verändert. Alle Lehrer – und es waren die meisten – verschwanden aus den Schulen und wurden durch sog, Neulehrer ersetzt. Das waren z.T. gebildete Arbeiter, die vor 1933 der KPD und der SPD angehörten, aber auch junge Menschen ohne Nazivergangenheit, die zu Lehrern umgeschult wurden. Jedenfalls gab es 1947/1948 keine Nazilehrer mehr im Schulwesen der SBZ.

Ich wurde 1947 in die Hans-Sailer-Schule in Erfurt eingeschult, benannt nach einen Widerstandskämpfer gegen den Faschismus.[1] Das war eine große Schule in einem Arbeiterviertel. 1949 besuchten 803 Schüler, vorwiegend Arbeiterkinder, diese Schule.

Mein Klassenlehrer war ehemaliger Schriftsetzer, vor 1933 Mitglied der SPD und Widerstandskämpfer gegen die Faschisten gewesen. Als er Lehrer wurde, war er schon über 50 Jahre alt. Er brachte uns die große deutsche Literatur nahe, vor allem Heinrich Heine. Er blieb für mich das Sinnbild eines guten und engagierten Lehrers.

Auch wurde die bürgerliche Teilung des Schulsystems, Volksschule, Realschule, Gymnasium abgeschafft. Alle besuchten die gleiche Schule und erst nach Abschluss der Grundschule, also der 8. Klasse, gingen die einen in die Lehre, die anderen an die Oberschule mit Abschluss Abitur. Vor allem aber: Die Prügelstrafe wurde im Schul- und Erziehungswesen verboten. Prügelnde Lehrer wurden streng bestraft. Im Gegensatz dazu: In NRW, im Westen, würde erst 1967 oder 1968 die Prügelstrafe verboten.

Das war die SBZ, hier realisierte sich im Detail die stalinsche Besatzungspolitik in Deutschland. Stalin wollte nicht die Deutschen demütigen, sondern er wollte ein friedliches und demokratisches Deutschland.

Aber das hintertrieben die Westmächte und begannen insgeheim aus Westdeutschland ein Aufmarschsgebiet für ihren antikommunistischen Krieg gegen die UdSSR zu machen.

In der SBZ/DDR also friedlicher Aufbau, im Westen erst heimliche, dann offene, Kriegsvorbereitungen gegen den Osten.

Wir bringen diese Würdigung dieses großen kommunistischen Staatsmannes Stalin, weil es wichtig ist, den Lügenvorhang zu zerreißen, den die Lohnschreiber des Kapitals um die Erinnerung an Stalin gewebt haben. Sie bedienen sich dabei der Lüge und immer wieder auch der Anhänger Trotzkis. Aber Stalins Andenken bleibt lebendig.

G.A.


[1]  Heute ist die Schule umbenannt. Sie trägt nicht mehr den Namen eines antifaschistischen Widerstandskämpfers, sondern den des Märchenerzähler Ludwig Bechstein.

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