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Stalin
ist unvergessen!
Von
Günter Ackermann/10. Juli 2008
Chruschtschow
erklärte Stalin auf dem XX. Parteitag der KPdSU zum Verbrecher und
leitete die schleichende Unterminierung des sozialistischen
Sowjetstaates ein. Gorbatschow schließlich vollendete Chruschtschow und
machte aus der ruhmreichen UdSSR eine Reihe kapitalistischer Staaten,
die – vielleicht bis auf Russland – Spielball der westlichen
imperialistischen Mächte sind. Russland darf vielleicht die Rolle einer
zweitrangigen Macht ausfüllen. Im Inneren zur Zeit Jelzins, stiegen
Mafia-Seilschaften aus der ehemaligen Nomenklatura der späten
Sowjetunion, im Verbund mit westlichen Konzernen, zu superreichen
Wirtschaftsmagnaten auf, indem sie sich das Eigentum des sowjetischen
Volkes unter den Nagel rissen. Im Schutz und mit Förderung der neuen
Staatsmacht.
Der
Sozialismus, schrien die Marktschreier des Imperialismus, der
Sozialismus sei tot, töter geht’s nicht. Sie sollten sich irren.
Mal
abgesehen davon, dass keineswegs in allen sozialistischen Staaten der
Kapitalismus wieder eingeführt werden konnte. Es sei an das
sozialistische Kuba erinnert, aber auch an die Demokratische
Volksrepublik Korea, die trotzt mancher Kritik, die wir an deren Politik
haben, sich nicht dem Diktat der Imperialisten beugt.
Aber
auch sonst erstarken in den letzten Jahren die Befreiungsbewegungen. Und
wieder stehen Kommunisten in führender Position. Es sei nur an
Venezuela und die Philippinen erinnert. Im einen Land wird durch die
bolivarische Revolution in einem Bündnis antiimperialistischer Kräfte
der Einfluss der USA zurück gedrängt und alle Versuche der USA, die
bolivarische Republik Venezuela zu schwächen, schlugen fehl.
Auf
den Philippinen erstarkt die
Befreiungsbewegung unter der Führung der Kommunistischen Partei. Und je
mehr Terror die USA-hörige Regierung in Manila gegen das Volk anwendet,
umso mehr Niederlagen müssen die Söldner Washingtons einstecken.
Auch
in Russland ist das Andenken an die Begründer der Sowjetmacht, Lenin
und Stalin, nicht vergessen. Sie stehen in hohem Ansehen im Volk. Wie
eine Meinungsumfrage zeigt, stufen die Russen Stalin als den größten
russischen Helden ein, und Wladimir Iljitsch Lenin folgt auf Platz drei.
Stalin, an dessen Grab an der Kremlmauer auch unter Chruschtschow und
dessen Nachfolger immer einfache sowjetische Bürger frische Blumen
niederlegten, ist trotz der Verleumdungen durch die modernen
Revisionisten unvergessen.
Der
Heroe Stalin, der bestgehasste Mensch der Imperialisten des 20.
Jahrhunderts, ist nicht tot zu reden. Stalin lebt weiter: In den Herzen
der einfachen Russen, in den Köpfen und Herzen unzähliger Kommunisten.
Noch im Tod triumphiert er über seine Feinde.
Deshalb,
Genossen, bauen wir sie neu auf, die Kommunistische Partei, die, wie es
im Lied so richtig heißt: „im leninschen Geist ist von Stalin
geschweißt: die Partei.“
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Meinungsumfrage
in Russland:
Stalin,
der größte russische Held aller Zeiten?
Von
Tibor Zenker
Quelle:
Kominform-Wien
vom 08.07.2008 (weiter im Text)
Das
Ergebnis, das sich abzeichnet, ist bemerkenswert:
Mit bereits beachtlichem Stimmenvorsprung führt Josef Stalin gegenwärtig
die Liste an, auf Platz drei findet sich Wladimir Lenin. – Sind die
Russen doch lauter Kommunisten? Oder sind sie einfach nur Idioten, wie
die entrüsteten (v.a. westlichen) bürgerlichen Medien angesichts des
Zwischenergebnisses wenig subtil feststellen?
Von
ursprünglich 500 Kandidaten sind nun noch 50 übrig. Bereits in der
Vorwahl ausgeschieden sind russische Größen wie Michail Gorbatschow,
trotzdem ist die Short List der 50 Finalpersonen nicht ganz so desaströs
für den Antikommunismus. Immerhin finden sich unter den Top-50 auch
diverse Zaren, Boris Jelzin, Anton Denikin, Andrej Sacharow und Nikita
Chruschtschow (wenngleich am Ende des Feldes). Ansonsten weist das
Finalfeld logische Kulturgrößen auf wie Puschkin, Tolstoi, Tschechow,
Dostojewskij oder Tschaikowsky, aber auch wahre Helden wie Juri Gagarin
oder Georgi Schukow. Mit den an der Spitze liegenden Bolschewiken Stalin
und Lenin kann jedoch bloß der Liedermacher und Schauspieler Wladimir
Wyssozki (1938-1980) mithalten, der momentan auf Platz 2 liegt.
Natürlich,
über sieben Jahrzehnte Sozialismus gehen an der russischen Bevölkerung
und ihrem Bewusstsein nicht spurlos vorbei. Noch viel weniger sind aber
die letzten beiden Jahrzehnte Kapitalismus an ihr vorübergegangen. In
keinem anderen Land, im dem die Konterrevolution und die kapitalistische
Restauration vor knapp 20 Jahren vollzogen wurden, gab es derartig
gigantische soziale Verwerfungen wie in Russland. Während schlagartig
zig Millionen Russen, die zuvor eine gesicherte Existenz hatten, seither
in Armut leben, konnten einige wenige Neokapitalisten unvorstellbare
Reichtümer anhäufen. Die Russen wissen so gut wie keine andere Nation,
dass diese soziale Ungleichheit, dass die bürgerliche
Klassengesellschaft und der Kapitalismus keine Naturgesetze sind. Die
Werktätigen Russlands waren die ersten der Welt, die ihre Bourgeoisie
auf revolutionärem Wege entmachten und den Sozialismus aufbauen konnten
– und sie werden es wieder
können.
Dass
mit der Revolution und dem Aufbau des Sozialismus in der UdSSR in
bestimmten Perioden auch (zum Teil höchst ungerechtfertigte) Opfer,
demokratiepolitische Defizite und ökonomische Probleme verbunden waren,
spielt im russischen Bewusstsein offenbar eine untergeordnete Rolle.
Lenin ist bis heute der größte russische Volksheld, auch wenn die
Befreiung der Arbeiterklasse und der Bauernschaft im Gefolge der
Oktoberrevolution von 1917 schwierige Jahre des Bürgerkrieges und der
imperialistischen Interventionen nach sich zog, was die Versorgungslage
der Bevölkerung zunächst nicht gerade optimierte. Stalin ist vor allem
in dem Sinne in der russischen Bevölkerung hoch angesehen, weil es
unter seiner Führung gelang, im Zweiten Weltkrieg die militärische
Vernichtungsmaschinerie des deutschen Faschismus nicht nur wieder aus
der UdSSR zu vertreiben, sondern sogar bis nach Berlin zu verfolgen und
zu besiegen. Nicht möglich gewesen wäre dies ohne die vorangegangen
sozialistischen Modernisierungen – Winston
Churchill beschrieb dies einmal mit der Beobachtung: Stalin übernahm
das Russland des Hakenpfluges und hinterließ es im Besitz der
Atomwaffe.
Die
in der Überschrift aufgeworfene Frage, „Ist Stalin der größte
russische Held aller Zeiten?“, ist dennoch leicht zu beantworten, nämlich
mit einem klaren Nein. Die größten Helden Russlands – und
dies mit welthistorischer Dimension – sind
das revolutionäre Proletariat und die Bauernschaft des Jahres 1917 und
der folgenden Jahre, die Soldaten der Roten Armee und die
Partisaneneinheiten, die zweimal die Imperialisten aus ihrem Land
vertreiben konnten, sowie die zivilen Frauen und Männer, die in
Russland und den anderen Sowjetrepubliken unter schwierigen
Voraussetzungen und Bedingungen eine sozialistische Gesellschaft
aufgebaut haben. Diese Menschen stehen bei der Abstimmung über den
„größten russischen Helden aller Zeiten“ nicht zur Wahl, aber
stellvertretend für sie werden offenbar Lenin und Stalin benannt.
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