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Revolutionären Aktion Stuttgart:

Hungerstreik im Rottenburger Abschiebeknast

Seit 1. Mai sind 11 Menschen im Rottenburger Abschiebeknast in einen unbefristeten Hungerstreik getreten, um sich gegen die rassistische Abschiebepraxis der BRD zu wehren.

Am 29. Mai wurde Hamit Sucu aus Gazantep, Türkei, in der Bezirksstelle für Asyl in Reutlingen festgenommen, als er einen Asylfolgeantrag stellen wollte, und in das Abschiebegefängnis in Rottenburg überführt. Nun soll er ohne überhaupt angehört zu werden und seine Asylgründe vortragen zu können, ohne jeglichen Rechtschutz, in die Türkei abgeschoben werden, wo ihm als politisch aktiver Mensch Gefahr für Leib und Leben droht und er gezwungen sein wird, den Militärdienst abzuleisten, den er von Grund auf ablehnt. Ihm wird unterstellt, sich angeblich illegal in Deutschland aufgehalten zu haben. Im Beweisdruck für diese unhaltbaren Mutmaßungen sieht sich das Bundesamt für Asyl jedoch nicht.
Hamit ist sofort nach seiner Festnahme in einen unbefristeten Hungerstreik getreten, um gegen diese unmenschliche Behandlung und undemokratische Vorgehensweise zu protestieren.
Am Samstag, den 1. Mai, sind 10 weitere Personen ( weitere 4 aus der Türkei, 4 aus Algerien und 2 aus Albanien) im Rottenburger Abschiebegefängnis in einen ebenfalls unbefristeten Hungerstreik getreten.
Sie alle wehren sich gemeinsam gegen die rassistische Abschiebepraxis der BRD und die unmenschliche Internierung in Abschiebegefängnissen und fordern ihr Bleiberecht in Deutschland ein.
Die Reaktion der Gefängnisleitung ist besorgniserregend. Anstatt den Hungerstreikenden medinzinische Hilfe und Überwachung zukommen zu lassen, sperrte sie mindestens einen Meschen in eine Einzelzelle, wo er völlig abgeschottet von den anderen, willkürlichen Repressalien seitens der Wächter ausgesetzt ist.

Um die Hungerstreikenden in ihren Forderungen zu unterstützen und aktive Solidarität zu leisten, wollen wir am Mittwoch, den 5. Mai um 17 Uhr eine Mahnwache in Rottenburg (an der Fußgängerbrücke am Zehntscheuer) mit anschließendem "Knastspaziergang" machen.
Und am Freitag, den 14. Mai, wird es um 17 Uhr eine Demonstration vom Bahnhof hoch zum Knast mit Kundgebungen am Marktplatz und vor der JVA geben.
Danach bis mindestens Samstag Mittag eine "Dauermahnwache" mit Zelten, Vokü, Infostand, etc.

Lassen wir sie nicht alleine!

SOLIDARITÄT IST EINE WAFFE!

http://www.kmii-tuebingen.de/

 

Spenden für die Homepage: Günter Ackermann, Konto-Nr.: 433 407 436,
IBAN DE62360100430433407436., BIC PBNKDEFF, BLZ: 360 100 43
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