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Duisburg:

Revolutionärer

1. Mai 2009

Revolutionäre 1. Mai Demonstration in Duisburg

„Kapitalismus bedeutet Krieg und Krise“

Unter diesem Motto fand in Duisburg ein revolutionäre 1, Mai-Demo statt. Nach Angaben der Veranstalter nahmen an der ersten revolutionären 1. Mai-Demo in Duisburg seit vielen Jahren ca. 150 Personen – meist junge Menschen – teil. Wir dokumentieren unten diese Veranstaltung durch Fotos.

Welche Bedeutung der Klassengegner dieser Demo beimaß zeigt die Tatsache, dass mehr als 40 Einsatzfahrzeuge der Polizei, mit etwa 200 Kettenhunden des Kapitals, die Demo flankierten. Das nicht, weil sie Zwischenfälle befürchtete, sondern wohl eher zur Einschüchterung. Die Herrschenden haben also Angst, deshalb lassen sie ihre Kettenhunde schon mal los – man kann ja nie wissen…

Treffpunkt war ein Platz im Duisburger Stadtteil Hochfeld. Der ist in weiten Teilen ein reiner Arbeiterstadtteil mit hohem Migrantenanteil und sehr hoher Arbeitslosenquote. Der Stadtteil ist von der Politik weitestgehend vernachlässigt worden. Seit einigen Jahren will man aber aus diesem Teil Duisburgs Besserverdienende ansiedeln, dort einen Park am Rhein erreichten. Hier sollen teure Wohnungen gebaut werden mit dem Ziel, die Mieten allgemein anzuheben und die, die jetzt da wohnen, zu verdrängen. 

Bisher jedoch ist der Plan keinen Schritt voran gekommen. Um das zu erreichen, braucht die Stadt Bauland und das gibt es nur auf dem Gelände der ehemaligen Niederrheinischen Hütte – jetzt ein Drahtwalzwerk. Der Besitzer, ein indischer Konzern, will sich die Immobilie jedoch teuer bezahlen lassen.

Hier also nahm diese Demo ihren Ausgang. Die Beteiligung der dort wohnenden Menschen war bescheiden, aber die Bewohner des Stadtteils, die da hinkamen, waren nicht feindlich gesonnen, sondern eher positiv gestimmt.

Schade nur, dass die Veranstalter keine Redebeiträge am Ausgangspunkt der Demo  vorgesehen hatten. Auch war die Vorbereitung mittels Plakate und Flugblätter im Stadtteil gleich Null. Man hatte das Gefühl, dass gar kein Wert auf die Teilnahme der hier wohnenden Menschen gelegt wurde. Wie gesagt: ein Stadtteil mit ca. 90% Arbeiter.

Ich empfinde das als einen großen Mangel und eigentlich nicht zu entschuldigen. Es bleibt zu hoffen, dass nächstes Jahr ein breiteres Bündnis diese Mai-Demo organisiert, vor allem, dass die Organisatoren Wert auf Arbeit unter der Bevölkerung des Stadtteils legen. In Hochfeld lohnt es sich, hier ist eine linke Hochburg, wo seit 1999 die PDS/PdL westdeutsche Stimmenrekorde einfährt, weil die Menschen sie für eine Kommunistische Partei halten.

An Mitglieder anderer linken Gruppen tauchte ein einzelner aus dem Umfeld der MLPD mit einem umgehängten Plakat auf, einige aus der DKP, sogar eine DKP-Fahne, und ein Einzelner aus der Kommunistischen Plattform der Partei die Linke. Die übrigen Parteien und Gruppen aus dem linken Spektrum glänzten mit Abwesenheit.

Veranstalter war ein Bündnis, vor allem die „Antifaschistische Aktion“ – wie gesagt: alles recht junge Genossen.

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Fotos von der Demo

„Kapitalismus bedeutet Krieg und Krise“ in Duisburg

Fotos: Günter Ackermann

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mindestens 40 Einsatzwagen der Polizei waren dabei

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Fotografierfreudige in Polizeiuniform

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Auch Ketteenhündinnen des Kapitalismus waren dabei

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