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Im
Alter droht Armut:
Altersarmut
für Geringverdiener ist Staats- und Regierungsziel in Deutschland!
Noch
mehr Reichtum für die Reichen, aber Altersarmut für Geringverdiener
ist Staats- und Regierungsziel in Deutschland! (Die Administration der
Bourgeoisie behauptet stets das Gegenteil!)
Von
Reinhold Schramm
Kommunisten-online
vom 2. Januar 2009 – Vom Nettoeinkommen bekommen im Jahr 2030
Geringverdiener 68,6 Prozent ausgezahlt und Besserverdienende 75,8
Prozent. „Geringverdiener
bekommen im Alter weniger vom früheren Arbeitsentgelt (...) – denn
wer schlecht verdient, ist oft auch häufiger arbeitslos“, so die
Feststellung der gewerkschaftsnahen Hans Böckler Stiftung. Demnach ist
die Rentenpolitik der Bundesregierung ziellos und das „Armutsrisiko künftiger
Rentner wird unterschätzt, der Alterssicherung fehlt ein klares
Ziel.“
Die
Wissenschaftlerinnen Barbara Riedmüller und Michaela Willert haben in
ihrer Studie die Altersvorsorge in Deutschland analysiert. So enthält
der Alterssicherungsbericht der Bundesregierung keine Angaben zu Armut
und Sozialhilfebezug von Rentnern. Die Wissenschaftlerinnen stellen
fest: „Es wird ein eher positives Bild gezeichnet, selbst wenn es um
die Bezieher von Kleinstrenten unter 250 Euro geht“(!). Die Prognosen
der Regierung berücksichtigen nicht, dass Arbeitslosigkeit und geringfügige
Beschäftigung die Renten senken. „Die Berechnungsbasis bilden sehr
lange Erwerbszeiten von 45 Jahren, die keine Arbeitslosigkeit
beinhalten, eine 100-prozentige Abdeckung durch Riester-Vorsorge sowie
eine zusätzliche Privatrente“, dies sei „keine Grundlage für eine
transparente Sozialpolitik“, so Barbara Riedmüller und Michaela
Willert von der FU Berlin.
Die
Benachteiligung von Geringverdienern in Deutschland ist in den
westlichen Industrieländern einmalig, kritisiert die OECD. Andere
Staaten würden über eine ‚Begünstigung von Niedriglöhnern’
diskutieren. In der Schweiz schlägt man vor, dass Geringverdiener im
Alter 80 Prozent statt 60 Prozent des früheren Einkommens als Rente
erhalten.
Auch
eine britische Kommission regte die Anhebung für Niedrigverdiener auf
80 Prozent des früheren Bruttolohns an. Selbst die EU-Kommission legt
den Mitgliedsstaaten nahe, für „angemessene Renten“ zu sorgen.
Barbara
Riedmüller und Michaela Willert bemängeln: Die Bundesregierung
konzentriere sich auf die Begrenzung von Ausgaben und Beitragssatz. Die
Aufgabe der gesetzlichen Rente, Einkommensausfall im Alter abzusichern,
sei aus dem Blick geraten. Die Rentenprognosen der Regierung hätten
ohne Zielsetzung kaum Aussagekraft.
Quellenhinweis:
Böckler
Impuls 20/2008 - 10. Dezember.
Rente: Ziellose Rentenpolitik - Im Alter droht Armut.
Leseempfehlung:
1.)
Lohndifferenz - „mit“ und „ohne“ Tarifvertrag! (pdf-Datei
mehr)
2.)
Ohne Kampf gibt es keinen (‘auskömmlichen’) „Mindestlohn“!
Mindestlöhne in der Europäischen Union - und die möglichen
Grundlagen für Deutschland. Berechnung des Mindestlohnes. Im Internet:
3.)
ALG II und Finanzkrise
Folgen
der Spekulationskrise: Harte Zeiten für die Armen in Deutschland!
Trotz
alledem: „Hartz IV“ - Regelsatzerhöhung Jetzt! Ein Kommentar bei:
www.scharf-links.de
4.)
Regelleistung (Hartz IV) - und Menschenwürde (?) Eine realistische
Berechnung der Lebenshaltungskosten!
Ohne
Klassenkampf gibt es keine Verbesserung der sozialen Lage! siehe
scharf
links
Jan.
2009 / R.S. |