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Altersarmut
– und Reichtum in Deutschland!
Von
Reinhold Schramm
Kommunisten-online
vom 05.08.09 – Ergebnis einer Studie: Viele Erwerbstätige können
ihren bescheidenen Wohlstand im Ruhestand nicht mehr halten. Demnach schützt
selbst 'Riestern' nicht vor relativer Armut.
Vor
allem ist die Situation für die 20- bis 35-Jährigen desolat. Die
finanzielle Vorsorge für den Ruhestand wird für die Lohnarbeiterinnen
und Lohnarbeiter in Deutschland immer schwieriger.
Laut
Studie droht 44 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland selbst bei
einer Kombination aus gesetzlicher Versorgung und einer Zusatzleistung
wie 'Riesterrente' oder Betriebsrente die Altersarmut.
Nur
25 Prozent der 37 Millionen Erwerbstätigen, die Anspruch auf eine
gesetzliche Altersvorsorge haben, können mit ihr mindestens 60 Prozent
ihres letzten Bruttoeinkommens erreichen. Die Menschen in der
gesetzlichen Rentenversicherung erhalten im "Durchschnitt" nur
rund 984 Euro monatlich und können damit nur 43 Prozent des letzten
Bruttoeinkommens ersetzen. - Staatsbeamte erhalten 'durchschnittlich'
eine Pension von 2570 Euro, ca. 63 Prozent ihres letzten
Bruttoeinkommens.
Vor
allem für jüngere Erwerbstätige wurde durch den Sozialabbau
('Reformen') die Grundversorgung (GRV) seit 2001 immer niedriger: 50
Prozent zwischen 20 und 35 Jahren haben demnach Rentenansprüche von
weniger als 958 Euro - das entspricht einer Lohn-Ersatzquote von weniger
als 36,1 Prozent. Die gesetzliche Rentenversicherung-GRV-Quote der 50-
bis 65-Jährigen liegt gut 14 Prozentpunkte höher (bei ca. 50,1
Prozent). [1]
Siehe
auch im "Spiegel" zur Vorsorgestudie: "Vier von
zehn Deutschen droht Unterversorgung im Alter" - von Michael Kröger
und Stefan Schulz. [2]
Quellen:
[1] Spiegel-Online / t-online.de am 05. August 2009.
"Vier
von zehn Deutschen droht Altersarmut"
http://altersvorsorge-rente.t-online.de/c/19/61/27/02/19612702.html
[2]
Spiegel-Online - Wirtschaft: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,640519,00.html
Altersarmut,
Klassengesellschaft und Vermögensverteilung in Deutschland:
Der
Reichtum in der Klassengesellschaft der Bundesrepublik Deutschland - vor
allem aus der realen Ausbeutung der Lohnarbeit (und Unterbezahlung) -
konzentriert sich am oberen Ende der Vermögens-Skala. Zehn Prozent der
Bevölkerung hat seinen privaten Vermögensanteil in den letzten Jahren
auf 61,1 Prozent ausgebaut (4032,6 Milliarden Euro).
Zwei
Drittel der Bevölkerung haben fast nichts. Das reichste Hundertstel
verfügt über 1518 Milliarden Euro (23 Prozent aller Vermögen). 70
Prozent der Erwachsenen besaßen im Jahr 2007 nur rund 594 Mrd. Euro
(ca. 9 Prozent - 'Vermögensanteil').
Siehe
auch hierzu im Internet: http://www.debatte.info/fileadmin/download/rschramm_10052009.pdf
Bildmontage:
HF
zurücl |