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Rückgang
der Arbeitslosenzahlen?
Rückgang
der Arbeitslosenzahlen fast ausschließlich auf Ein-Euro-Jobs zurück
zuführen
Zu
den heute von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten
Arbeitsmarktdaten im Juni 2006 erklärt Martin Behrsing, Sprecher des
Erwerbslosen Forum Deutschland:
„Die
Schönrederei erreicht mittlerweile die Grenze des Unerträglichen. Die
Bundesagentur führt selbst aus, dass die positive Entwicklung durch
Arbeitsgelegenheiten zurück zuführen sei. Es muss wohl am zu warmen
Wetter und der Fußballlaune liegen, wenn Franz Müntefering meint, dass
die Konjunkturdaten nach oben zeigen und der Arbeitsmarkt wächst.
Einzig wächst der Profit von Managern und die Entlassungsproduktivität
nimmt bei großen Konzernen zu. Wir empfehlen unseren Bundesarbeits- und
Sozialminister dringen etwas Abkühlung und aus der Dunstglocke des
Berliner Regierungsviertels erhaus zukommen. Ein Besuch bei den
Mitarbeitern von Allianz oder Opel könnte sich lohnen, um wieder etwas
mehr in der Realität zu sein“.
Schwere
Vorwürfe wurden in Zusammenhang mit den Ein-Euro-Jobbern auch an den
DFB gerichtet. Der stellvertretende Vorsitzende Rolf Hocke hatte gegenüber
dem Erwerbslosen Forum Deutschland im Januar des Jahres schriftlich erklärt,
dass im Rahmen der Fußball-WM ausschließlich
sozialversicherungspflichtige Jobs geschaffen werden. „Die Realität
sieht anders aus. So werden Touristenbegleiter, Fahrgastbegleiter und
Straßenreinigungskräfte im Rahmen der WM als billigste Arbeitskräfte
missbraucht. Dies ist ein Skandal angesichts der hohen Gewinne durch die
WM. Hier zeigt sich für uns, wo die wahren Mitnahmementalitäten zu
finden sind. Es sind die Profiteure dieser Arbeitsgelegenheiten, die
neben den billigsten Arbeitskräften auch noch satte Zuschüsse durch
die Bundesagentur für Arbeit erhalten. Dies sind Gewinne, die
normalerweise nur im horizontalen Gewerbe zu erzielen sind“, so Martin
Behrsing.
Quelle:
Gegen-Hartz |