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Anmerkung
Roter Webmaster:
Liest
sich ja schön, ist aber nicht das Papier wert, auf dem es steht:
Grundgesetz-Artikel 14 „Eigentum
verpflichtet.“
Die
zukünftige BRD stand damals, als das Grundgesetz geschrieben wurde, in
krasser Auseinandersetzung mit der späteren DDR. Dort hatte die
sowjetische Besatzungsmacht eine Bodenreform durchgeführt, die
Hunderttausenden landloser Bauern und Umsiedlern aus dem Osten zu
eigener Scholle verhalf.
Dort
waren die Besitztümer aktiver Nazis, also auch der großen Konzerne,
wie IG-Farben, Krupp, Siemens, AEG usw. entschädigungslos enteignet
worden. Die Rohstoffvorkommen waren Eigentum des Volkes geworden usw.
Im
Westen hatte sich nichts verändert. Zwar war der IG-Farben-Konzern
„entflochten“ worden, aber die IG-Farben-Nachfolger machten bereis
wieder beste Geschäfte – zum Teil sogar wieder mit Produkten, die zum
Einsatz in Kriegen geeignet ist.
Da
macht sich ein Satz in der Verfassung „Eigentum
verpflichtet“ gut. Daraus irgendwelche Konsequenzen zu ziehen oder
gar den Missbrauch von Eigentum mit Enteignung zu ahnten, daran war
nicht gedacht.
So
besaß der Mordarzt von Auschwitz Josef Mengele bis zu seinem Tode die Hälfte
der Landmaschinenfabrik MENGELE-Agrartechnik.
Sein Leben in Südamerika finanzierte er aus den Gewinnen dieses
Betriebes. Das Geld überwies ihm sein Bruder, der die Geschäfte führte.
An eine Enteignung dachten weder die Regierungen noch Justiz und
Polizei.
Wie
denn auch? Die Väter der BRD und die westlichen Besatzungsmächte,
wollten eine kapitalistische BRD und Kapitalismus basiert nun einmal auf
Privateigentum an den Produktionsmitteln. Jeder Eigentümer der
Fabriken, Hüttenwerken, Zechen und Landbesitzer wollten und wollen den
maximalen Profil herausholen. Und sei es um den Preis der Verelendung
der Massen oder eben – wie im Fall Mengele – um einem Naziverbrecher
seinen Lebenswandel zu finanzieren.
Wenn
die Mannheimer Kollegen den Artikel 14 GG anmahnen, so nützt ihnen das
farnichts. Wenn aber sie und mit ihnen die Arbeiter – sei es solche,
die Arbeit haben, sei es Arbeitslos – sich wehren, wenn sie sich ihrer
Macht bewusst werden und diese Macht auch einsetzen, dann können sie
der Globalisierung entgegen wirken.
Die
legendäre Kabarettgruppe aus Köln „Floh de Cologne“ gab zu
besten:
„Arbeiter
heißen Arbeiter, weil sie arbeiten.
Unternehmer
heißen Unternehmer, weil sie etwas unternehmen.
Wenn
aber die Arbeiter etwas unternehmen –
Müssen
die Unternehmer arbeiten."
Günter
Ackermann
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