Der Krieg der herrschenden Klasse gegen das Volk

Wichtige Rubriken und Beiträge

+++Neu+++

Newsletter bestellen

zur Homepage

Der Krieg der herrschenden Klasse gegen das Volk

Kampf den ideologischen Diversanten

Für den Aufbau der Kommunistischen Partei Deutschlands

Gegen den imperialistischen Krieg

Black Channel

Betrieb&Gewerkschaft

Bildung, Kultur & Wissen

Wider den Block der
Rechten und Trotzkisten

zur Geschichte
der internationalen kommunistischen und Arbeiterbewegung

Wissenschaftlicher Sozialismus

Aus den Ländern

Links

Impressum

Archiv

Intern

Proletarischer Internationalismus

zurück

Aufruf der Streik-Kundgebung der PAME an die Arbeiterklasse und die kampfbereiten Gewerkschaften

auf Kommunisten-online am 3. Juli 2010 

AUFRUF

   1. An die Arbeiterklasse der Länder Europas

   2. An alle kampfbereiten Gewerkschaften Europas

   3. An alle kampfbereiten Gewerkschaftsmitglieder Europas

Liebe Kollegen,

wir senden euch diesen heute beschlossenen Aufruf vom 29. Juni 2010, welchen aller Arbeiter Athens auf der großen Streik-Kundgebung der PAME vor dem griechischen Parlament bestätigt hat.

Wir alle, die Zehntausend Versammelte Athen, drücken noch einmal unseren schärfsten Widerspruch gegen die barbarischen arbeiterfeindlichen Maßnahmen der sozialdemokratischen Regierung aus. Diese Maßnahmen beseitigen radikal Errungenschaften, die wir in Jahrzehnten erkämpft haben, zugunsten des Monopolkapitals. Wir setzen unseren kompromisslosen Klassenkampf mit den Forderungen der klassenbewussten Arbeiterbewegung unseres Landes fort, die durch die PAME (kämpferische Arbeiterfront) ausgedrückt und vertreten wird, die in ihren Reihen Tausende von Arbeitern in Hunderten von Grund- und Dachorganisationen vereinigt.

In vielen weiteren europäischen Städten gehen die Kämpfe der Arbeiter gegen die Politik ihrer Regierungen derzeit voran. Wir drücken unsere Unterstützung und unsere Solidarität mit ihnen aus. Aus diesen kleineren und größeren Kämpfen ergeben sich einige gemeinsame Schlussfolgerungen:

   1. Die Arbeiterklasse in allen europäischen Ländern ist mit einer einheitlich erarbeiteten Strategie des Monopolkapitals konfrontiert. Einer Strategie, die sich nicht nur zum Ziel setzt, alle Lasten der kapitalistischen Wirtschaftskrise der Arbeiterklasse aufzubürden, sondern vielmehr die langfristige Profitmacherei des Monopolkapitals durch die vollständige Abschaffung aller Rechte der Arbeiterklasse und die Erhöhung des Ausbeutungsgrads abzusichern.

      Wir sind Zeugen des barbarischsten und koordiniertesten Angriffs auf gesamteuropäischer Ebene und gleichzeitig des härtesten Kampfes jedes einzelnen kapitalistischen Landes, um für sich den Löwenanteil zu sichern. Dieser Konkurrenzkampf wird neue Leiden für alle Völker bringen.

   1. Die  Regierungen, egal ob neoliberal oder sozialdemokratisch, wenden dieselben harten Maßnahmen an. Sie bringen dieselben Klasseninteressen zum Ausdruck.

   2. Errungenschaften und Grundrechte, die durch harte Kämpfe und durch Blutvergießen gewonnen wurden, werden jetzt zurückgenommen unter dem Vorwand des Auswegs aus der Krise, einer Krise, die die kapitalistische Anarchie und die kapitalistischen gigantischen Profite verursacht haben. Dies ist eine schwerwiegende Krise, die die geschichtlich festgesetzten Grenzen des kapitalistischen Systems aufzeigt, eines faulenden Systems, welches Massenarbeitslosigkeit, Armut, Krieg und Unterdrückung hervorbringt.

   3. Die Europäische Union ist nachgewiesenermaßen eine Kapitalisten-Union. Eine Vereinigung, die gemeinsam mit dem Internationalen Währungsfonds und den USA, gemeinsam mit den Regierungen ein Bündnis bildet, welches das Volk zugunsten des Kapitals ausraubt.

   4. Der Europäische Gewerkschaftsbund ist nachgewiesenermaßen immer wieder nicht eine gewerkschaftliche Organisation, sondern ein bürokratischer Mitarbeiterstab des europäischen Kapitals, der wesentlich die Strategien der EU unterstützt. Die Funktionen dieser Kräfte sind gigantisch, da sie die Arbeiterbewegung durch ihre Politik der Versöhnung mit dem Kapital sowie durch ihre Politik der Klassenzusammenarbeit und der Unterwerfung entwaffnen.

Liebe Kollegen,

angesichts dieser Situation ist die europaweite Bündelung aller kämpferischen Gewerkschaften und aller Arbeiter heute notwendig und hat allergrößte Bedeutung.

Heute mehr als gestern benötigen wir

    * Internationalismus und Solidarität der Arbeiter

    * Koordiniertes Handeln der kämpferischen Gewerkschaften

    * Gemeinsame Klassenkämpfe mit gemeinsamen Zielen

in allen Ländern der Eurozone, in ganz Europa.

Arbeiter Europas,

wir dürfen nicht länger abwarten! Wir müssen zusammenarbeiten!

Wir, die griechischen Arbeiter, Arbeitslosen, Immigranten, Frauen, jungen Menschen und Rentner erklären uns solidarisch mit den Arbeitern Spaniens, Portugals, Dänemarks, Italiens, Rumäniens, Frankreichs, mit den Arbeitern aller Länder, die auf die Straßen gehen.

Wir bekunden unseren Internationalismus gegenüber allen Arbeitern Europas, die den bürokratischen, sich mit den Kapitalisten versöhnenden Gewerkschaftsführungen den Rücken kehren und neue Wege durch neue kämpferische, ehrliche Gewerkschaftsorganisationen öffnen und ihren Gegenangriff organisieren.

Ziel unserer Kämpfe muss die Blockierung dieser arbeiterfeindlichen Maßnahmen sein. Diese Politik darf nicht in die Tat umgesetzt werden.

Wir sollten Maßnahmen fordern, die die heutigen Bedürfnisse der einfachen Familien im Volk befriedigen.

Wir müssen der Arbeiterklasse Europas helfen zu verstehen, dass der Kapitalismus nicht unsere Zukunft darstellt.

Wir kämpfen gegen die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen.

Die PAME wird weiterhin ihre Anstrengungen machen, um unsere Kräfte für gemeinsame Kämpfe zu bündeln. Wir schlagen in diesem Sinn im nächsten Zeitraum ein gemeinsames Treffen in Athen oder in einem anderen Land Europas vor.

Athen, den 29. 06.2010

Syntagma Platz

(diese deutsche Fassung des Textes wurde redaktionell und stilistisch von Jens-Torsten Bohlke aufgrund der englischen Fassung überarbeitet)

Quelle:  http://de.kke.gr/news/2010news/2010-07-01-call-pame

zurück

Spenden für die Homepage: Günter Ackermann, Konto-Nr.: 433 407 436,
IBAN DE62 3601 0043 0433 4074 36., BIC PBNKDEFF, BLZ: 360 100 43
Postbank Essen. Verwendungszweck: Homepage 
(Bitte eMail-Adresse und Verwendungszweck immer angeben!)

  Bitte immer angeben!