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Belgien:

Schnauze voll von Kaputtsparplänen für öffentlichen Dienst

MANN DER ARBEIT AUFGEWACHT
UND ERKENNE DEINE MACHT
ALLE RÄDER STEHEN STILL
WENN DEIN STARKER ARM ES WILL

von JTB, Streiktagreportage

Kommunisten-online am 23. Dezember 2011 – Erwartungsgemäß fuhr am Morgen des heutigen Arbeitstags 22. Dezember 2011 selbst bei mir vor Ort in Flandern nahe Brüssel kein Zug und kaum mal ein Bus. Der Streikposten am Busbahnhof erklärte mir, daß nur die Linie zum modernsten Universitätskrankenhaus in der Stadt ein Mal pro Stunde bedient wird, aus rein humanitären Gründen. Zum 40 Kilometer entfernten Flughafen? Nein, wer heute dort abfliegen will, muß eben ein Taxi nehmen, aus verständlichen Gründen des Arbeitskampfes der Beschäftigten im öffentlichen Dienst.

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Nun denn, denke ich. Die Bosse auf meiner Arbeitsstelle sind nicht amüsiert. Aber wie wurde uns Büroarbeitern in einer Rundmail von den Bossen sinngemäß mitgeteilt? Dein Team-Manager ist nicht Dein Chauffeur und kann Dich nur zur Arbeit mitnehmen, wenn es nahe seiner Fahrstrecke liegt ... . Tja, Manager fahren Firmenwagen! Ich selbst komme weder mit einem PKW werktags zur Arbeit noch habe ich überhaupt ein eigenes Auto. Für Arbeiter in meinen Bedingungen im privatkapitalistischen Wirtschaftsbereich gibt es hier eindeutige gesetzliche Bestimmungen. Bin ich auf den öffentlichen Nah- und Regionalverkehr angewiesen und muß dessen offenkundigen Totalausfall für den Weg zur Arbeit feststellen, dann habe ich die Arbeitsstelle davon zu informieren und kann mir der Lohn für diesen nichtgearbeiteten Tag nicht vorenthalten werden, da mein Fernbleiben auf „höhere Gewalt“ zurückzuführen ist und nicht von mir verschuldet.

Natürlich tun die Bosse alles bis hin zu meiner Ansicht nach grob unfairen bis nahezu unzulässigen Vorgaben an die Arbeiter, um Druck auszuüben und jeden Kollegen wie ein Werkzeug jederzeit einsatzbereit und erreichbar zu halten. Wer ein privates Handy hat, wird von den Bossen genötigt, seine private Rufnummer rauszurücken, damit er wie ein Sklave stets von den Bossen erreicht werden kann. Die Bosse verfügen sinngemäß, daß jeder Unterstellte seinen direkten Vorgesetzten sowie noch einen extra gerade verantwortlichen Manager vor Arbeitsbeginn im Verspätungs- oder Krankmeldungsfall anzurufen hat, - allein E-Mails oder zu späte telefonische Meldungen würden „nicht akzeptiert werden“. Vor allem unerfahrene junge Arbeiter, Angestellte und Probezeitler lassen sich da völlig ahnungslos darauf ein, ihre privaten Rufnummern dem Chef auf dessen Verlangen hin mitzuteilen. Womit die Bosse sie in die Falle gelockt hätten!

Erfahrene ältere Arbeiter kennen die eigenen Rechte und lassen sich auf diese Machenschaften und Druckmittel erst gar nicht ein. Sie wissen, daß niemand verpflichtet ist, auch noch kostspielig auf eigene Rechnung etlichen Vorgesetzten vor Beginn der Arbeitsschicht und nur mündlich die Information über eine Verspätung oder ein wegen Krankheit entschuldigtes Fernbleiben von der Arbeitsstelle mitzuteilen. Steht in der betrieblichen Arbeitsordnung, daß bei zuvor nicht genehmigter Abwesenheit eine Meldung möglichst vor Schichtbeginn zu machen ist, so kann dies natürlich sehr wohl auch per E-Mail erfolgen. Und es ist durchaus gerechtfertigt, wegen 15-30 Minuten Verspätung infolge von Zugausfall, Verkehrsstau oder ähnlichem nicht die Meldung vor Schichtbeginn vornehmen zu können. Niemand ist verpflichtet, ständig ein Handy mit sich herumzutragen, nur weil er ein Arbeitsverhältnis eingegangen ist. Arbeiter, die berufsbedingt nun mal ständig erreichbar sein müssen, erhalten selbstverständlich ein Dienst-Handy von ihrer Arbeitsstelle. Siehe Ärzte in Krankenhäusern! Auch schreibt kein Gesetz vor, daß jeder Erwachsene ein Handy besitzen muß. Und kein Boss in einer Firma hat das Recht, sich und sein Verlangen über das Gesetz zu stellen. Auch wenn die Bosse diese Machtbefugnisse nur zu gerne hätten.

Im Bahnhofstunnel treffe ich eine Studentin, die mich etwas fragt. Sie erklärt mir, daß sie leider zu einer ausgerechnet heute angesetzten Prüfung muß. Für die Streikenden hat sie volles Verständnis, denn ohne Grund streiken die Menschen nicht. Dies sagt sie sicherlich nicht nur, weil ich ganz alltäglich in meiner grünen Gewerkschafterjacke herumlaufe. Ich mache noch ein paar Fotos auf dem noch dunklen Bahnhof, es ist 8:30 Uhr. Gähnende Menschenleere, wo sonst um diese Zeit Menschenmassen Richtung Brüssel oder in Richtung anderer Orte auf den Bahnsteigen stehen. Alle Räder stehen still, denke ich.

GENERALSTREIK BEI DER BAHN BEGANN VORZEITIG –

100% TEILNAHME

Die Bahnmitarbeiter sind offenbar zu 100% in den Streik getreten. Nicht nur in der gesamten Wallonie, auch in großen Teilen Flanderns brach der Zugverkehr bereits gestern im Verlauf des Tages völlig zusammen. Eine meiner Verabredungen platzte, weil die Bahnverbindung von Brüssel bis hierher bereits seit dem frühen Nachmittag lahmgelegt war und nicht mal der stündliche Vorortzug fuhr, so daß die Menschen von den Arbeitsstellen offenbar nur in völlig überfüllten Bussen den Heimweg antreten konnten. Was sie in Belgien stets recht freundlich hinnehmen und als Signal nehmen, daß wohl am kommenden Tag dann wirklich gar nichts bei Bus und Bahn laufen wird, so daß sie erst gar nicht am Bahnhof wegen Zügen nachschauen, sondern nur mal früh das Radio einschalten.

Auf Streikende schimpft hier nie ein Passant auf der Straße, denn von den absehbaren „Sparmaßnahmen“ der neuen bürgerlichen Regierung mit dem opportunistischen Regierungschef Di Rupo an der Spitze wissen alle im arbeitenden Volk, daß nur mal wieder allein die Arbeiter, die kleinen Selbständigen und die Kleinhändler, die Kleinbauern und die Studenten draufzahlen sollen. Zwar diskutiert Flanderns Parlament auch mal scheinheilig über eine „Rentenanpassung“ für Parlamentsmitglieder, welche nach 20 Jahren Parlamentsmandat bereits volle gut dotierte Rentenbezüge erhalten können. Für den normalen Arbeiter gibt es die volle Rente erst nach frühestens 40 Arbeitsjahren, und seine Vorruhestandsregelung soll nun erneut verschlechtert werden (Eintrittsalter 62 Jahre statt 60 Jahre, vor wenigen Jahren bereits von 58 Jahre auf 60 Jahre heraufgesetzt).

Das ganze Sozialsystem sei eben zu teuer, meint ein junger Arbeitsloser in einer der Bahnhofskneipen zu mir. Wie bitte? Ich kläre ihn über das Sozialsystem der DDR auf: monatlicher bezahlter Haushaltstag für berufstätige Mütter und verheiratete Frauen, 10% Lohn- und 20% Gehaltssteuer und somit Besserstellung von Arbeitern gegenüber Angestellten, 10% und bis maximal 60 Mark für Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung mit der Möglichkeit von wenigen Prozent mehr für eine zusätzliche Altersversorgung, bestens zureichende Stipendien statt Studiengebühren für Studenten, 40 Jahre eingefrorene Niedrigpreise auf Grundbedarfsgüter wie Grundnahrungsmittel, Wohnungsmieten und -nebenkosten, ein solides der heutigen Bundesrepublik äußerst überlegenes einheitliches Schul- und Bildungswesen, keine Zuzahlungen bei Medikamenten oder Arztbesuchen, maximal 4 Wochen Probezeit in den volkseigenen Betrieben sowie ein voll bezahltes Babyjahr für alle Mütter trotz flächendeckender Krippenplatzversorgung für Kinder ab 6 Monate Alter mit besten Bedingungen und zu wahren Spottpreisen, gemessen an heutigen Preisen für Kinderbetreuung.

Ob er sich schon mal Vollbeschäftigung vorgestellt hat? Der junge Mann in Turnschuhen und Jeans schaut mich fast sprachlos an. Oh ja, sage ich, kaum zu glauben, daß wegen der fehlenden Bananen im Laden um die Ecke und der verleumderischen Propagandakampagne imperialistischer Fernsehsender gegen die zu Bonzen gestempelten Politiker diese DDR nicht vom arbeitenden Volk entschieden verteidigt worden ist, 1989, als leider die Konterrevolution durch Verrat korrupter Verbrecher siegte. Und ich sage ihm, daß viele Ecken in Belgien so aussehen wie die DDR in den 1980er Jahren. Sehr grau, nicht sonderlich modern, nicht sonderlich gepflegt, mit Menschen in etwas beengten Wohnverhältnissen. Aber es gab weder Arbeitslose noch Drogensüchtige, und jeder konnte seinem Chef auf der Arbeit mal kräftig die Meinung geigen, wenn ihm danach war, denn er mußte keinen Rausschmiß dafür befürchten.

Derweil ist es draußen hell geworden. Ich gehe nach Hause und informiere per Mail die Arbeitsstelle, daß ich wegen Ausfall des öffentlichen Personenverkehrs nicht an den Ort der Arbeitsstelle gelange. Womit ich meine Pflicht und Schuldigkeit getan habe und mich online informieren kann, um welche konkreten Streikziele es geht:

BELGIENS ARBEITERKLASSE KÄMPFT GEGEN RENTENKÜRZUNGEN

Flanderninfo.be schreibt: „Der Streik ist ein Protest gegen die Rentenreform der neuen Regierung.“ Und weiter heißt es zum spontan in der Wallonie ausgebrochenen Bahnstreik dort „Drei Tage Bahnstreik? Ob sich weitere Bahnhöfe dem Streik anschließen, ist noch nicht bekannt . Wie lange der Streik dauern wird, weiß man auch noch nicht. Den Gewerkschaften zufolge sei es nicht ausgeschlossen, dass der spontane Streik ausgeweitet und möglicherweise sogar bis Donnerstagabend andauern werde.“ Aha, deshalb kam meine gestrige Verabredung nicht zustande.

Flanderninfo.be schreibt auch über die den mit erpresserischen Mitteln weiter verschärften Raubzug der insbesondere US-amerikanischen Monopolbourgeoisie gegenüber Belgiens Volk: „Das Rating von Belgien wurde letzte Woche herabgesetzt. Die Agentur senkte ihre Einstufung von 'AA1' auf 'AA3'. Den Ausblick beurteilte die Agentur als negativ.

Auch für die flämische Gemeinschaft wird nun also die Kreditwürdigkeit herabgesetzt, von AAA auf AA2. Für Flandern beurteilt die Agentur den Ausblick ebenfalls als negativ. Die Tatsache, dass sich Flandern in den kommenden Jahren nicht so viel Geld an den Finanzmärkten leihen müsse, werde laut  Moody's die Folgen der schwierigen Marktumstände in Grenzen halten.

Für die französischsprachige Gemeinschaft wird das Rating von AA1 auf AA3 herabgesetzt. Auch hier wird der Ausblick negativ beurteilt. Die wallonische Region bekommt die Bonitätsstufe A1, sie hatte vorher ein AA2.

Gleichzeitig werden auch mehrere Staatsbetriebe getroffen, die direkt von den Regionen abhängen. Auch ihr Rating ist herabgestuft worden. Es handelt sich um Aquafin, Société Publique de Gestion de L'Eau und Fiwapac.

Die Übertragung mehrerer Befugnisse von der föderalen Ebene auf die Regionen beurteilt Moody's vorerst noch als 'kreditneutral'.“

Flanderninfo.be schreibt desweiteren, daß die EU-Kommission die 45 Milliarden Euro an „staatlichen Garantien“ für die einst kommunale und dann privatisierte belgisch-französische Großbank Dexia „genehmigte“, wovon Belgien mehr als 60% übernimmt. Was nicht das erste Milliarden-“Rettungspaket“ Belgiens für die Dexia ist, welche vom belgischen Staat 2008 wegen akuter Konkursgefahr übernommen wurde und bereits eine Absicherung von 138 Milliarden Euro sowie Steuergeld-“Spritzen“ Belgien in Höhe von 6 Milliarden Euro erhielt. Auch Gelder meiner Gewerkschaft schaufelte dieses Finanzinstrument der Monopolbourgeoisie ihrer gesellschaftlichen Funktion gemäß in den Rachen, um nun ständig „toxische Wertpapier“, also teuer bezahlten wertlosen Schrott, von unser aller Steuergeld hier in Belgien begleichen zu lassen. Ich habe hier allerdings noch keinen Kollegen oder Arbeiter getroffen, der sich mit dicken Aktienpaketen an diesen Spekulationsprofiten nutznießerisch beteiligt hätte, so daß die Rechnung auch hier von der bürgerlichen Regierung jenen 90% aufgetischt wird, die den 1% Profithaien plus 9% lukrativ dotiertem Manageranhang lediglich unversöhnlich im Klassenwiderspruch gegenüberstehen.

Flanderninfo.be vermeldet auch, daß am 30. Januar ein EU-Gipfel in Brüssel das Diktat der Monopolbourgeoisie und der großen Finanzkapitalisten mit noch schärferen Maßnahmen durchzusetzen gedenkt, worauf die großen Gewerkschaften Belgien bereits in gemeinschaftlicher Gewerkschaftsfront den landesweiten Generalstreik ausgerufen haben. Da werde ich wohl mit meinem Gewerkschafteraktiv wieder dabei sein und auf unserem selbstgemalten Transparent dem EU-Gipfel unser Rating entgegenhalten: Drei Stinkefinger und Drei Minuszeichen!

KLASSENKAMPF VERSTÄRKEN - GEGEN MONOPOLE AUSRICHTEN - IMMER MEHR MASSEN IM VOLK DAFÜR MOBILISIEREN

Und wir werden im Gewerkschafteraktiv weiter über Maßnahmen beraten, wie wir in der Region Brüssel-Halle-Vilvoorde die arbeitenden Volksmassen besser und für Kampfaktionen schlagkräftiger organisieren können, denn es zeichnet sich die Notwendigkeit immer massiverer Klassenkämpfe in Belgien ab. Die Rede der Genossin Papariga vor wenigen Tagen in Athen gehört in die Hände jedes Gewerkschaftsaktiven in diesen Tagen und Wochen. Ich werde sie weiterverbreiten, damit meine Gewerkschaftsfreunde möglichst wirksam davor gefeit werden, jenen Tricks und Täuschungen der bürgerlichen Meinungsmacher auf den Leim zu gehen und sich mit dem Opportunismus nicht nur kritisch auseinandersetzen, sondern mit ihm völlig und konsequent für immer brechen. Der Moment dafür ist in Belgien äußerst günstig, zumal ein opportunistischer Regierungschef der wallonischen Sozialisten an der Spitze des bürgerlichen Mehrparteienkabinetts den Angriff des Monopolkapitals auf unsere Arbeiterrenten politisch umsetzt. Auch ist notwendig, allen weiter die Augen über diese EU zu öffnen, wie es Genossin Papariga in ihrer Rede hervorragend tut.

Der Angriff des Monopolkapitals auf die hart erarbeiteten Renten der Arbeiter treibt die belgische Arbeiterklasse auf die Straße und in den Generalstreik. Die belgischen Volksmassen wissen nur zu gut, daß von den Renten bis zur Inflationsanpassung der Löhne alle grundlegenden Rechte der Arbeiter in harten Kämpfen dem Kapital abgerungen worden sind. Manche junge unerfahrene Arbeiter meinen, daß hinreichender Lohn und Extras wie „Mahlzeitgutscheine“ und das Sozialversicherungssystem einfach nur Gottesgeschenke oder eben Ausdruck der ach so modernen Zeit sind. Weshalb aktive Gewerkschafter längst den Studiendienst der Gewerkschaften dazu aufgefordert haben, ein anschauliches Vergleichsmaterial vorzulegen, aus dem ersichtlich wird, wie hart die sozialen Errungenschaften zur Verbesserung der materiellen Lage der arbeitenden Klassen in Belgien mit Klassenkämpfen errungen werden mußten. Derzeit sind Zehntausende aktive Gewerkschafter leicht mobilisierbar, welche auch mal Hunderttausende Arbeiter auf die Straße bekommen. Aber wir sind millionenstark. Diese Millionen Menschen der Arbeiterklasse in den organisierten Klassenkampf einzureihen, diesem Klassenkampf eine klare antiimperialistische Stoßrichtung zu geben, genau darum geht es jetzt.

Am Nachmittag und Abend des heutigen 22. Dezembers traf ich weitere Gewerkschafter vor Ort. Ich fragte sie, warum dieser Streik im öffentlichen Dienst insbesondere bei den Bahn-Mitarbeitern eine dermaßen starke Dynamik erreicht hat. Warum 3 Tage Streik statt 1 Tag Streik, denn ein Tag war angekündigt?

Mir wurde erklärt, daß es bei weitem nicht nur um die Altersrente geht. In Sachen Altersrente wäre die opportunistische Gewerkschaftsführung zu Verhandlungen bereit, sofern die Regierungsseite zusichert, daß sie für die Beschäftigung und Weiterbeschäftigung der älteren Arbeiter garantiert.

Ein zweiter Auslöser der eskalierenden Kampfbereitschaft der Gewerkschaften besteht darin, daß die Regierung Maßnahmen beschließen will, die nicht nur künftige Eingriffe in Arbeitslosenleistungen, Renten, Vorruhestandsregelungen, Arbeitszeitflexibilisierung usw. betreffen, sondern dies mit einem Rückwirkungsgebot versehen, wie es der liberale Politiker van Quickenborne als Vorreiter der Offensive der Monopolbourgeoisie gegen die Arbeiterklasse verkündet hat. Dies wirft selbst gutbürgerliche Sitten und Bräuche über den Haufen und zwingt zum Kampf, denn die Arbeiter lassen sich nun mal in Belgien nicht über den Tisch ziehen. Daher drei Tage Streik statt einem Tag Streik! Und es wird weitergehen, denn Arbeitszeiten von mal eine Woche 70 Stunden und mal eine Woche nur 10 Stunden braucht niemand.

Wie trug es einst hochaktuell die Kölner Politrockband Floh de Cologne in ihrem Programm „Profitgeier“ vor?

„Die Herren der Wirtschaft sind sehr stark,
doch nicht so stark wie wir.
Wir sind millionenmal so stark,
millionenmal so stark wie sie,
wenn wir zusammensteh'n.“

Hier anzuhören:

http://www.youtube.com/watch?v=NY6Xbkwjkn8

Quelle: http://www.deredactie.be/cm/vrtnieuws.deutsch

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