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Belgisches Gewerkschaftsflugblatt:

OPEL und CARREFOUR nicht genug?

UNTERNEHMER WOLLEN „EIN NEUES ENTLASSUNGSRECHT“

übersetzt von Jens-Torsten Bohlke, Brüssel

Exklusiv für Kommunisten-Online, 12.März 2010.-  Das Projekt der Unternehmer besteht aus drei Elementen:

- einem Kündigungstermin von nur Wochen pro 5 Jahren Betriebszugehörigkeit

- einer Entlassungsprämie ohne Steuern und Sozialversicherungsbeiträge

- einem energischeren Handeln in Sachen Aktivierung von Arbeitslosen

(Erklärung v. 25. Januar vom Unternehmerverband „Laat ons ondernemen“)

Und dieser Entwurf bedeutet:

- mehr, schneller und billiger entlassen

- für Angestellte wird die Kündigungsfrist durch 4 oder 5 geteilt

  (durch 6, wenn wir das mal mit der „Claeys-Formel“ vergleichen)

  für die Arbeiter Rückkehr zum gesetzlichen Minimum;

- enorme Lasten für die soziale Sicherheit: im Vergleich zum heutigen System soll der Entwurf eine „Bezuschussung“ von über 20.000 Euro durch die öffentlichen Haushalte für die Entlassung eines „durchschnittlichen“ Angestellten erfordern.

-Entlassene Arbeiter und Angestellte werden von der Arbeitsverwaltung RVA „aktiviert“, um sofort irgendwelche schlechter bezahlte oder schwerere Arbeit anzunehmen.

Nur der Kündigungsfrist von Angestellten verpflichtet die Betriebe dazu, wirkliche Alternativen zu suchen, anstatt zur Entlassung überzugehen. Die Soziale Sicherheit Entlassungen zahlen zu lassen, ist ein verantwortungsloser Raubzug.

Eine lange Kündigungsfrist wie bei den Angestellten ist der beste Schutz für den Erhalt von Arbeitspätzen. Angestellte, Arbeiter, Manager, wir alle haben ein Recht darauf!

Aktive Gewerkschafter versammeln sich am Dienstag 17. März um 12 Uhr

vor den Büros des Unternehmer-Dachverbandes VBO, Ravensteinstraat, 1000 Brüssel,

um deutlich zu machen :

EINE BEZUSCHUSSTE MINI-KÜNDIGUNGSFRIST?

WIR SAGEN NEIN!

Dein Vertrag in Gefahr

SETCA - BBTK  CNE - LBC - NVK

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