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Hartz
IV in Berlin:
PDS-
Arbeits(losen)senator Harald Wolf will die Öffentlichkeit verarschen
von
Günter Ackermann
/07. Dez. 2004
Der
„demokratisch-sozialistische“ Berliner Arbeits(losen)-Senator, Ex-Grüne,
will in Berlin 40.000 MAE haben. Was das ist? Ganz einfach, das weiß
doch jeder: „Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung“. Du
weißt immer noch nicht, was das ist? Eine echte Bildungslücke, redet
doch das ganze Land von MAEs und hohe und höchste Politiker reden sich
die Köpfe heiß, es gibt Demos gegen sie, die Gewerkschaftsführer
wollen sie nicht, manchmal aber doch. Natürlich soll mit ihnen niemand
weggemMAEt werden, also soll der öffentliche Dienst nicht „auf viele
kreative Ideen“.
Damit könnten reguläre Arbeitsplätze vernichtet werden (z.B. bei der
Grünflächenpflege).
Selbst
der Lobbyist der Krauter, der Berliner Handwerkskammerpräsident Stephan
Schwarz, ist eher skeptisch. Meint aber nur: . „Wenn wir das
mitbekommen, werden wir intervenieren.“
Berlin
scheint ein Hort der Glückseligen zu sein. Denn zumindest im übrigen
Bundesgebiet gibt es diese Verdrängung schon längst. MAE sind nämlich
die Hartz IV-Billigjobs für nen müden Euro. Und deren Vorläufer, die
Dienstverpflichtungen der Sozialhilfeempfänger, haben viele öffentliche
Diene bereits auf „viele kreative Ideen“ gebracht. So werden zum
Beispiel in der Stadt, in der ich 5 Jahre Kommunalpolitiker war, der
Sandaustausch Sandkästen
auf Spielplätzen und das Laub im Herbst von dienstverpflichteten
Sozialhilfeempfängern erledigt. Selbst viele Renovierungen in Schulen
werden nicht von Fachfirmen, sondern von diesen Menschen
gemacht. Also die Verdrängung ist längst da.
Da
Berlin sonst seit der SPD-PDS-Stadtregierung sonst eher ein Vorreiter
des Unsozialen ist, dürfte dieser Senat auch hier Vorreiter sein und
massenhaft ALG II-Empfänger in die billige Zwangsarbeit schicken. Und
das schon deshalb, weil damit die Berliner Kasse aus Bundesgelder kräftig
aufgefrischt werden kann. Es gibt nämlich einen kräftigen Zuschuss für
die, die diese MAEs vergeben.
Aber
der PDS-Senator der Reichshauptstadt ist ja ein ehrenwerter Mann und
wird dies zu verhindern wissen, denn es gibt „Beiräte“ bei den
Arbeitsgemeinschaften, in denen auch die „Sozialpartner“ vertreten.
Na klar, die verhindern es.
In
Berlin will Wolf nicht, dass in „einer Autoreparaturwerkstatt drei
Leute zu entlassen und dafür fünf Zusatzjobber einzustellen, wird also
nicht funktionieren“. Na wenn es der studierte Diplompolitologe
Wolf sagt, wird es ja wohl stimmen.
Übrigens:
Der Bebriff „Arbeitsgelegenheit mit Mehraufwandsentschädigung“
(MAE), der eigentlich geschaffen wurde, um den konkreteren Begriff
Ein-Euro-Job“ zu verschleiern, entpuppt sich beim genaueren Lesen als
entlarvend:
Die
Arbeitslosen, die hier für ´nen müden Euro arbeiten müssen bekommen
„Mehraufwandsentschädigung“. Mehraufwand kann aber nur bedeuten,
sie haben mehr Kosten durch den Job, also wird der entschädigt. Mehr
nicht! Es bleibt folglich nichts übrig.
Zu
bezweifeln ist aber, ob sie den Mehraufwand wirklich auch bekommen und
noch mehr, ob manche nicht die Gunst der Stunde ergreifen, ihre
Stadt/Vereins/Kirchen-Kasse auffrischen. regulär Beschäftigte auf die
Straße setzen und MAEs
einstellen. Das ist jedenfalls wahrscheinlicher, als die Beteuerungen
mit ehrlichen Augenaufschlag, es nicht zu tun. Die bisherigen
Erfahrungen zeigen etwas andres.
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