Es
ist keine Ente,
sie
wollen an Eure Rente!
Protestdemonstration
gegen
die Streichung heutiger und künftiger Rentenansprüche
am
Montag, dem 13.10.2003 um 14:00 Uhr vom Brandenburger Tor zum Roten
Rathaus
Abschlusskundgebung gegen 15:00 Uhr
Es
sprechen u.a.
Prof.
Wolfgang Richter, Bundesvorsitzender der Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht
und Menschenwürde e.V. (GBM)
Gesine Lötzsch,
Bundestagabgeordnete der PDS
Dr.
Christine Rossberg, Landesvorsitzende
der Volkssolidarität
Wir sagen halt!
Bis
hierher und nicht weiter
V.i.S.d.P
und Mitveranstalter GBM,
Weitlingstr. 89, 10317 Berlin, Bundesgeschäftsführer Gert Julius,
Tel.: 030/557 83 97, Fax: 555 63 55, Email: gbmev@t-online .de
Bis hierher und
nicht weiter!
Seit mehr als zehn
Jahren werden von den jeweils Regierenden die Leistungen der
gesetzlichen Rentenversicherung gekürzt und gesetzlich verbriefte
Rechte von Rentnerinnen und Rentnern beschnitten. Der Sozialabbau und
die damit verbundene Umverteilung von Einkommen und Vermögen von unten
nach oben treibt immer neue Blüten.
Wir sagen jetzt ist
es genug! Wir protestieren entschieden gegen alle Pläne zur noch stärkeren
Kürzung der Renten, die fast gleichlautend von der
Bundesregierung, der CDU/CSU- und FDP-Opposition propagiert wird.
Die rot-grüne
Regierung hat bereits mit der Rentenreform á la Riester die paritätische
Finanzierung der Renten im Interesse der Unternehmer abgeschafft und zum
Nutzen der Banken Teile privatisiert. Dieser Weg darf nicht weiter
beschritten werden! Wir fordern, die weitere Aushöhlung der
Rentenversicherung zu beenden und Reformen einzuleiten, die diesen Namen
verdienen.
Seit Jahren wird mit
dem Argument einer angeblichen Überalterung der Gesellschaft ein
Generationenkonflikt geschürt, damit weitere Rentenkürzungen
gesellschaftliche Akzeptanz erfahren sollen, deshalb sagen wir:
- "Die
Demografischen Wandlungen, die erst in 20 bis 25 Jahren Bedeutung
erlangen werden, sind kein Grund dafür, dass die Renten bereits
seit zehn Jahren ständig reduziert werden.
- Die wahren Ursachen für die Finanznot der
Sozialversicherungen sind die Massenarbeitslosigkeit und die
Belastung der Rentenkasse durch die Kosten der deutschen Einheit .
- Die
Vorschläge der Rürup-Kommission zur Anhebung des Rentenalters auf
67 Jahre und zur weiteren Reduzierung der Rentenanpassung sind ein
inhumanes und unsoziales Programm für künftige Altersarmut! Statt
Verteilungsgerechtigkeit für die Jugend zu erreichen, werden die künftigen
Renten der Jungen und der heute erwerbstätigen Generation noch stärker
beschnitten."
Die
Jungen sitzen mit den Alten in einem Boot. Wehren wir uns gemeinsam und
fordern:
- Die
solidarische Rentenversicherung muss
erhalten und ausgebaut werden.
- Wir
brauchen für stabile Renten eine gesetzliche Versicherung aller
Erwerbstätigen- auch der Beamten, Selbständigen und Politiker.
- Die
Rentenversicherung muss in eine Erwerbstätigenversicherung umgebaut
werden.
- Wir
s5treben einen stärkeren Solidarausgleich zwischen höher und
niedriger Verdienenden an.
- Für
sozial Benachteiligte, Geringverdiener, Arbeitslose und vor allem
Frauen ist ein Rentengrundbetrag zu schaffen, der bei langjähriger
Versicherung Altersarmut verhindert.
- Wir
erneuern unsere Forderung nach einem Stufenprogramm zur
kurzfristigen Angleichung der Erwerbseinkommen und der Renten im
Osten an das Westniveau.
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