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Berlin: In der Nacht vom 1. zum 2. November 2003:

PDS/SPD-Polizei stürmt  Polit-Party des Berliner Sozialforum

Es gab am 1. November 2003 in Berlin eine Riesendemo der 100,000 gegen den Raubzug auf die sozialen Errungenschaften der Menschen. Am Abend sollte in einer ehemaligen Kindertagesstätte eine Fete steigen. Zu der hatte das Berliner Sozialforum eingeladen.

Aber die Fete bekam ungebetenen Besuch. Die Kettenhunde erschienen und beschlagnahmten offensichtlich die Musikanlage. Es sei zu laut, meinten sie. Daraufhin, glaubt man der „Berliner Zeitung“ , müssen unsere Wauwaus des Kapitals mit einem Hagel von Flaschen auf ihre behelmten Köpfe angegriffen worden sein.[1]

Klar, dass die Partygäste gewalttätig waren, Die Berliner Polizei ist ja seit Jahrzehnten bekannt für ihre Friedfertigkeit.[2] Eine Teilnehmerin, eine junge Frau, dagegen schreibt: „Wenn ich mich recht erinnere, sind drei bis fünf Flaschen geflogen, die nur einen von uns hätten treffen können, weil die Polizisten allesamt behelmt waren.“

Da lügt doch einer!

Die Berliner Polizei wird von einem Senat befehligt, der ein Bündnis aus SPD und PDS ist. Nun soll die PDS die Demo, lt. Vorsitzer Bisky, massiv unterstützt haben. Aber, so steht’s im neuen Programm: „...mit der Tolerierung einer sozialdemokratischen Minderheitsregierung und mit der Bildung der SPD-PDS-Regierungen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin hat unsere Partei unter schwierigen Bedingungen Politikfähigkeit bewiesen.“

Jetzt wissen wir es: Die Polizei kam in die von der PDS Senatorin Heidi Knake-Werner geschlossene Kindertagesstätte, beschlagnahmte die Musikanlage und alles nur, weil Frau Knake-Werner die „Politikfähigkeit“ ihrer Partei beweisen wollte, So einfach ist es.

Dass die Politik, gegen die in Berlin demonstriert wurde, in Berlin und Schwerin von PDS-Ministern und PDS-Fraktionen mit getragen wird und erst dadurch möglich wird, sei  nur am Rande erwähnt.


[1]Mehr als 250 Partygäste haben in der Nacht zu Sonntag in Kreuzberg Polizisten angegriffen. Die Männer und Frauen, die vom Bezirksamt eine leerstehende Kita gemietet hatten, bewarfen Beamte mit Blumenkästen und Flaschen.“ (Berliner Zeitung)

[2] Zur Erinnerung: Lt. Offizieller Stellungnahme der Berliner Polizei plante die KPD 1928 einen Putsch zum 1. Mai. Daraufhin verbot der SPD-Polizeichef Zörrgiebel die Maidemonstrationen. Als es dann doch zu Demonstrationen kam, schoss die Berliner Polizei "friedlich" auf die unbewaffneten Demonstranten . Die „friedlichen“ Straßenschlachten forderten Tote und Verletzte.

1967 besuchte ein gekröntes Haupt, der persische Schah, die Reichshauptstadt. Dabei sollt lt. Polizeibericht ein Zivilpolizist, Kriminalobermeister Karl-Heinz Kurras, von einen Demonstranten (Benno Ohnesorg) angegriffen worden sein. Er erschießt Benno Ohnesorg friedlich von hinten. Ein Gericht bescheinigt den Wauwau Kriminalobermeister Karl-Heinz Kurras Notwehr – präventive Notwehr. Kurras machte noch Polizeikarriere und verzehrt heute seine gute Pension als Oberkommissar. Da sage eine, Verbrechen lohnt nicht!

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Aus der bürgerlichen Presse:

Party in leerer Kita endet mit Angriff auf die Polizei

250 Gäste bewarfen Beamte / Bezirk hatte Räume vermietet

ls.

Quelle: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/289753.html

Mehr als 250 Partygäste haben in der Nacht zu Sonntag in Kreuzberg Polizisten angegriffen. Die Männer und Frauen, die vom Bezirksamt eine leerstehende Kita gemietet hatten, bewarfen Beamte mit Blumenkästen und Flaschen. Vier Polizisten wurden verletzt. Zwei von ihnen mussten in eine Klinik. Durch die Flaschen wurden mehrere Polizeiautos sowie das Auto eines Anwohners beschädigt.

Zu der Auseinandersetzung an der Glogauer Straße war es gegen 1 Uhr gekommen. Nachbarn hatten sich bei der Polizei über laute Musik beschwert. Beamte einer Funkstreife ermahnten die Gäste leise zu sein. Doch die Feiernden hielten sich nicht daran. Daraufhin wurde Verstärkung angefordert. Bereitschaftspolizisten betraten gegen 2.50 Uhr das Gebäude und stellten die Musikanlage sicher. Dabei kam es zu der Auseinandersetzung. Um 3.30 Uhr hatte sich die Lage beruhigt. Eine Frau wurde wegen Widerstands gegen die Polizei und Körperverletzung vorläufig festgenommen. Außerdem wird gegen die Partygäste wegen schweren Landfriedensbruchs ermittelt.

Das Gebäude soll künftig als soziales Zentrum genutzt werden. Mit dem Bezirk sind Vereine in Verhandlung. Zuletzt wurde das Haus von 60 Leuten besetzt, die ihrer Forderung nach einem sozialen Zentrum Nachdruck verleihen wollten. Ob die Partygäste vom Sonnabend etwas mit den künftigen Nutzern zu tun haben, ist noch unklar. (ls.)

Quelle: http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/berlin/289753.html

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Polizeiübergriff auf das Soziale Zentrum

von Florian Geyer - 02.11.2003 06:37

Samstag nacht fand im ausklang der grossartigen demonstration im sozialen zentrum Glogauerstr. 16 (Berlin-Kreuzberg) eine fete des berliner sozialforums statt. um ca. 3:00 wurde die party von duzenden polizist/innen im kampfmontur besucht, da angeblich die musik zu laut wäre! nach dem völlig unverhältnismässig martialen auftritt prügelten die polizist/innen im ersten stock auf einige party-teilnehmer/innen, zwei leute wurden verletzt und eine fest genommen. nach der beschlagnahmung der PA-Anlage verliessen die polizisten das haus

http://de.indymedia.org/2003/11/64767.shtml

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Eine junge Teilnehmerin berichtet

Katharina Steinberg

" <kjsteinberg@hotmail.com> schrieb am 03.11.03 12:02:04:

die attac-Party und ihre Auflösung durch die Polizei wird in der Berliner Presse unter anderem kommentiert mit  "250 Leute warfen Flaschen auf Polizisten." (Berliner Zeitung) Wenn ich mich recht erinnere, sind drei bis fünf Flaschen geflogen, die nur einen von uns hätten treffen können, weil die Polizisten allesamt behelmt waren. Auf de.indymedia.org gibts Bilder, und es wird die Vermutung geäußert, dass die Räumung geplant war. Es lässt sich wohl nachweisen, dass wir nicht zu laut waren... Ja, und das unter einer SPD-PDS-Regierung. Ich habe gestern beschlossen, dass alle Parteien wunderbar mit P abgekürzt werden können. Alle anderen Bezeichnungen wie sozial, demokratisch, christlich, sozialistisch sind wohl nur Augenwäscherei. Verärgert und sauer, aber voller Hoffnung auf bessere Zeiten: 

Katharina

 

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