|
Das
Gewissen der FDP
oder:
Rainer Brüderle
läßt
schreiben
Von
whs |

„Den
Brüderle in seinem Suff, hält
weder Ochs noch Esel uff.“
|
Das
Gewissen der FDP
oder:
Rainer Brüderle läßt schreiben
Von
whs
Arbeiterkorrespondenz
auf Kommunisten-online vom 21. Dezember 2011–
Heute erhielt ich einen Brief, einen Brief von Rainer Brüderle
„Mitglied des Deutschen Bundestages, Vorsitzender der
FDP-Bundestagsfraktion, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie
a. D.“
Nun
fragte ich mich: „Woher die Ehre?“ Da fiel es mir wie Schuppen von
den Augen; hatte ich doch vor Monaten das Märchenbuch
„Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland“ mir vom
Bundestag zukommen lassen. Daher hatte Herr Brüderle sicher auch meine
Adresse. Von anderen Varianten will ich mal Abstand nehmen, obwohl auch
sie nicht an den Haaren herbei gezerrt wären.
Inhalt
des Briefes ist die Schuldenkrise, die natürlich mit der FDP gar nichts
zu tun hat. Herr Brüderle
stellt fest (läßt feststellen), dass alle Länder eine Schuldenbremse
zu beschließen haben, damit
Deutschland weiterhin fleißig in die EU- Staaten exportieren
kann, denn: „Der Export
ist die Grundlage unseres wirtschaftlichen Erfolges. … 60% aller
deutschen Exporte gehen aus unserem Land der Ideen in die Länder der
Europäischen Union.“
Also
Europäer, die ihr nicht deutsch sprecht, lernt es, denn die
Gebrauchsanweisungen werden zunehmend in Deutsch erscheinen. „In
Europa wird deutsch gesprochen.“ Will die FDP aus ihrer Krise heraus
jetzt auch in das
nationalistische Horn tuten?
„Eines
wird in der Debatte oft
vergessen: Es war Deutschland unter Rot-Grün, das als erstes Land in
Europa gegen den Stabilitätspakt verstoßen hat. Die
christlich-liberale Regierung macht es besser. Wir konsolidieren die
Haushalte konsequent und senken die Verschuldung.“
Zweierlei
ist richtig, die SPD-geführte Regierung beschnitt als erste
Arbeiterrechte und senkte die Steuern für die Riechen. Allerdings tat
sie es noch inkonsequent, das Geld was nun fehlte, holte sie sich, indem
sie zusätzlich Schulden auf nahm, um den Arbeitern nicht allzu viele
Lasten auf zu bürden. Da ist die „christlich-liberale“
Regierung nicht zu verschämt, sie verteilt unverblümt von unten nach
oben um. „So halten wir die europäischen
Vorgaben ein und senken die Verschuldung.“
Jo,
Herr Brüderle, so halten Sie die Profite hoch und
ziehen Kaufkraft ab. Wie Sie
auf diese Art und
Weise weiterhin hohe Profite Ihrer Geldgeber sichern wollen, entzieht
sich meiner Kenntnis. Denn Profite werden erst beim Kauf der Waren
realisiert. Wie aber die Waren bei ständig sinkenden Einkommen an den
Mann (bzw. die Frau)
gebracht werden sollen das steht nicht in Ihrem Brief.
„Deutschland
steht gut da. Wir haben eine niedrige
Arbeitslosigkeit und ein solides Wirtschaftswachstum. Ohne Ihren
Fleiß und Ihre harte Arbeit wäre das nicht möglich. Dafür möchte
ich Ihnen danken.“
Nun,
die niedrige Arbeitslosigkeit
und das solide Wirtschaftswachstum verdanken wir dem Export. Innerhalb
Deutschlands ist wegen zunehmender „prekärer“
Arbeitsverhältnisse nicht mit einem höheren Absatz zu rechnen.
Deshalb auch das Gesundbeten der FDP für den „Rettungsschirm“, denn
ihr Klientel hängt in entscheidendem Maße davon ab. Ich persönlich
habe davon allerdings gar nichts. Also bedanke ich mich bei
Herrn Brüderle für seine nicht wohl gemeinten
Grüße und stopfe sie ihm in den Rachen zurück
Beglücken
Sie bitte Ihre Klientel mit ihren Grüßen und Wünschen, aber lassen
Sie mich außen vor. Sie sind und bleiben ein Knecht des Großkapitals.
Ich hingegen werde das Großkapital und seine Knechte bedingungslos bekämpfen.
Rot
Front, Herr Brüderle
P.S.
Auf einen Meinungsaustausch mit Ihnen habe ich wirklich keinen Bock.
Tauschen Sie sich mit Frau Merkel aus, die hört Ihnen vielleicht noch
zu.
|