Der Krieg der herrschenden Klasse gegen das Volk

Wichtige Rubriken und Beiträge

+++Neu+++

Newsletter bestellen

zur Homepage

Der Krieg der herrschenden Klasse gegen das Volk

Kampf den ideologischen Diversanten

Für den Aufbau der Kommunistischen Partei Deutschlands

Gegen den imperialistischen Krieg

Black Channel

Betrieb&Gewerkschaft

Bildung, Kultur & Wissen

Wider den Block der
Rechten und Trotzkisten

zur Geschichte
der internationalen kommunistischen und Arbeiterbewegung

Wissenschaftlicher Sozialismus

Aus den Ländern

Links

Impressum

Archiv

Intern

Proletarischer Internationalismus

zurück

CDU fordert Bürgerkriegstruppe

Sie sind sich ihrer Sache nicht mehr sicher wie lange sich die Menschen im Lande das noch alles gefallen lassen. Die halbe Million Menschen auf der Straße am 3. April 2004 haben sie bis ins Mark erschüttert. Wenn das mal außer Kontrolle gerät, die Herrschaft des Kapitals in Europa gerät ins Wanken.

Daher soll die Bundeswehr ermächtigt werden, mit Waffengewalt auch gegen die Bürger des eigenen Landes vorzugehen.

Da geschähe zwar auch, wenn die Gesetze nicht geändert werden -deshalb will die Regierung hier auch keine Änderung des Grundgesetzes - aber ein Grundgesetzänderung, wie sie die CDU will, wäre ein weiterer Abbau der formalen bürgerlichen Demokratie und eine Verschärfung der Rechtslage gegen Protestierer und Feinde des kapitalistischen Systems.

zurück

Freie Fahrt für die ,,zivil-militärische" Bundeswehr

Quelle: german-foreign-policy

BERLIN - Berlin setzt die Vorbereitungen für Bundeswehr-Einsätze im Landesinneren fort. Strittig ist noch, ob dazu das deutsche Grundgesetz geändert werden soll. CDU und CSU wollen den Streitkräften im Inland durch eine Verfassungsänderung faktisch freie Hand geben, die Regierung setzt dagegen auf eine Verstärkung der so genannten ,,zivil-militärischen Zusammenarbeit". Die Planungen ermöglichen es, Organisationen wie Feuerwehr und Technisches Hilfswerk zur direkten Unterstützung der Bundeswehr heranzuziehen.

Nationaler Heimatschutz

Die oppositionelle CDU/CSU tritt seit längerem für ein ,,Gesamtverteidigungssystem" ein, das alle militärischen und die einschlägigen zivilen Organisationen einschließlich der Geheimdienste zentralisiert.1) Jetzt hat die gemeinsame Bundestagsfraktion der beiden Parteien ein Konzept beschlossen (,,Landesverteidigung und Heimatschutz"), das als ersten konkreten Schritt eine enge Verzahnung der Bundeswehr mit zivilen Organisationen vorsieht. Das deutsche Militär soll demnach auch im Inland zur ,,Kriegsprävention" eingesetzt werden und die ,,zivil-militärische Zusammenarbeit" mit den zuständigen Behörden der Länder und Gemeinden, mit den Polizeien des Bundes und der Länder sowie mit Katastrophenschutz- und Hilfsorganisationen forcieren. In der Bundeswehr soll ein neuer, 25.000 Mann starker Organisationsbereich ,,Nationaler Heimatschutz" aufgebaut werden, der ,,sowohl eine präventive als auch eine reaktive Komponente" erhält. Die Verfügungsgewalt über den Einsatz der ,,zivil-militärischen" Heimatschutz-Kräfte soll in den Händen der Innenminister liegen, ein Parlamentsbeschluss ist nicht erforderlich.

Verstoß gegen UN-Charta

Um die weit reichende Militarisierung der Innenpolitik zu legitimieren, halten CDU und CSU eine Verfassungsänderung für notwendig. Ein entsprechender Gesetzentwurf, der die letzten im Grundgesetz festgelegten Bestimmungen gegen den deutschen Militarismus weitgehend außer Kraft setzen würde, liegt bereits vor. Bisher dürfen die Streitkräfte außer zur Verteidigung nur bei einem ,,inneren Notstand" und zur ,,Hilfe bei einer Naturkatastrophe oder bei einem besonders schweren Unglücksfall" eingesetzt werden. Künftig soll der Einsatz schon zur ,,Verhinderung" einer Katastrophe oder eines Unglücksfalles und bei der Bewältigung ihrer Folgen sowie ,,im Falle terroristischer Bedrohungen" erlaubt sein. Zusätzlich zum Verteidigungsfall, der gegeben ist, ,,wenn das Bundesgebiet mit Waffengewalt angegriffen wird oder ein solcher Angriff unmittelbar droht", sollen die Streitkräfte bereits zur ,,Abwehr von Gefahren aus der Luft und von See her" in Aktion treten. Kritiker sehen in der vorgesehen Verfassungsänderung einen Freifahrtschein für das Militär und einen Verstoß gegen das internationale Staatenrecht: Militärische Gewalt gegen bloße ,,Gefahren" ist völkerrechtlich nicht zulässig, sie widerspricht dem Gewaltverbot der UN-Charta.

Militärische Führung

Im Gegensatz zur Opposition vertritt die Regierung die Auffassung, eine Ausweitung der Streitkräfte-Befugnisse im Inland sei auch ohne Verfassungsänderung möglich. Ein ,,Luftsicherheitsgesetz", das den Einsatz der Luftwaffe regeln soll, wurde bereits vom Bundestag beraten.2) Die Militärs konzentrieren ihre Bemühungen inzwischen darauf, ihre Führungsrolle in der ,,zivil-militärischen Zusammenarbeit" durchzusetzen und sich die zivilen Organisationen unterzuordnen. Erst vor kurzem hat Bundeskanzler Schröder führenden Militärs angekündigt, alle gesellschaftlichen Ressourcen würden für die ,,noch effizientere" Nutzung des deutschen Militärpotentials nutzbar gemacht.3) Verteidigungsminister Struck kündigte nun an, er werde sich mit Bundesinnenminster Schily und den Innenministern der Bundesländer darauf verständigen, dass Soldaten, Polizei und Organisationen wie Feuerwehr und Technisches Hilfswerk (THW)4) baldmöglichst ,,gemeinsam den Ernstfall proben". Um die direkte Verfügungsgewalt der Militärs über die so mobilisierten ,,zivil-militärischen" Ressourcen zu stärken, soll künftig in jedem Bundesland ein Bundeswehr-Kommando die Zusammenarbeit zwischen zivilen Katastrophenschutzorganisationen und den Streitkräften koordinieren. ,,Die Kommandos", so Struck, ,,könnten dann die Führung übernehmen und je nach Lage auch entsprechende Truppenteile mobilisieren".

1) s. auch ,,Militarismus - nach innen und nach außen"
2) s. auch Militäreinsätze auch im Inland ,,juristisch sauber" ermöglichen
3) s. auch Überfällige Weltmacht und Hintergrundbericht: Bundesakademie für Sicherheitspolitik
4) s. auch Hilfreiche Vorhut sowie Besatzungshilfe und Paramilitärische Bundesbehörde expandiert ins Ausland

s. auch Nachhaltige Aufrüstung

Quellen:
Landesverteidigung und Heimatschutz als Teil des Gesamtkonzepts Sicherheit; www.cducsu.de
Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Grundgesetzes (Artikel 35 und 87a), Bundestags - Drucksache 15/2649; www.bundestag.de
Neue Aufgaben - Neuer Kurs. Pressekonferenz des Bundesministers der Verteidigung, Dr. Peter Struck, am 30. März 2004 in Berlin; www.bmvg.de
Die Weiterentwicklung der Bundeswehr. Statement des Generalinspekteurs der Bundeswehr, General Wolfgang Schneiderhahn, im Rahmen der Pressekonferenz am 30. März 2004 in Berlin; www.bmvg.de
Struck lässt Terrorabwehr üben. Armee und Zivilkräfte sollen gemeinsamen Einsatz trainieren; Frankfurter Rundschau 31.03.200

 

Spenden für die Homepage: Günter Ackermann, Konto-Nr.: 433 407 436,
IBAN DE62 3601 0043 0433 4074 36., BIC PBNKDEFF, BLZ: 360 100 43
Postbank Essen. Verwendungszweck: Homepage 
(Bitte eMail-Adresse und Verwendungszweck immer angeben!)

  Bitte immer angeben!