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Krankheitsministerin
Ulla Schmidt im WDR 5-Radio-Interview:
„…Möglichkeit
schaffen, gut betreut zu Hause sterben zu können.“
Aber
das muss doch zu schaffen sein!
Von
Günter Ackermann/17. Februar 2007
Die
Dame Ulla Schmidt, jetzt SPD, einst Kommunistischer Bund Westdeutschlands
(KBW), trat einst mit ihrem Verein KBW dafür ein, die Schwangerschaft zu
verlängern, also in die bisherige Biologie des Menschen eingreifen um die
Schwangerschaft auf 12 Monate zu verlängern. Der KBW forderte nämlich
– und damit auch die junge Studentin Ulla Radermacher – dass Schwangere 12
Monate vor und 12 Nach der Entbindung Schwangerschaftsurlaub bekommen
sollten. Realisierbar wäre das ja wohl erst gewesen, wenn in die Genetik des
Menschen eingegriffen und die Schwangerschaft um drei Monate verlängert
worden wäre.
Fräulein
Ulla Radermacher, heute SPD-Gesundheitsministerin Frau Ulla Schmidt,
kandidierte 1976 auf Platz 2 der KBW-Landesliste NRW für den Bundestag.
Frau
Schmidt meine zu ihrer genialen Reform weiter:
„…damit
sind wir einen großen sozialpolitischen Schritt weitergekommen gegenüber
dem Status quo.“
Auch
damit hat sie Recht. Nur die Richtung benannte sie nicht. Die heißt:
Steigerung der Profite des Kapitals, Senkung der effektiven Einkommen der
Arbeiterklasse. Der Schritt geht in die gleiche Richtung, in die schon die
Politik der Schröder-Regierung – stärker als alle Bundesregierungen
vorher, ging. Jetzt wird nur noch eins drauf gesetzt.
Frau
Schmidt will, sagt sie, die Leute gut betreut zu Hause sterben lassen. Dass sie
ans letztere denkt, glaube ich ihr unbesehen. Es gab in der 50er Jahren
einen Film mit dem Titel: „Weil du arm bist, musst du früher sterben“
Das könnte eine programmatische Aussage zur Gesundheitspolitik von Frau
Schmidt sein. Aber gut betreut?
Schon
ihre sog. Jahrhundertreform von vor zwei Jahren hatte zur Folge, dass
Arbeitslose und Geringverdienende sich dreimal überlegen müssen, ob sie
zum Arzt gehen und ein viertes Mal überlegen müssen, ob sie die
verschriebenen Medikamente in der Apotheke abholen. Krankenhausaufenthalte
reißen ein noch tieferes Loch in das Familienbudget usw.
Frau
Schmidt pries ihre letzte Reform vor zwei Jahren als Erfolg, denn weniger
Menschen gingen zum Arzt. Weiß sie nicht, woher das kommt? !0 Euro sind
fü einen, der von Hartz IV leben muss, viel Geld.
Die
Reform jetzige lobt sie, weil alle nun versicherungspflichtig seien. Mag sein,
aber das sind eben mal 1% der Deutschen und das dürfte in erster Linie
erst mal Einnahmen für die Versicherungen bedeuten. Das hatte sie im
Sinn!
Der
Gesundheitsfond ist zwar erst mal auf Eis gelegt, aber demnächst werden
vor allem die mit geringerem Einkommen mehr bezahlen müssen. Die zusätzlichen
Beiträge, die die Kassen erheben können, gehen allein
zu Lasten der Versicherten. Die sog. Lohnnebenkosten werden nicht
belastet und damit die Gewinne des Kapitals geschont.
Ich
bin sicher, Frau Schmidt wird die Möglichkeit schaffen, die Kranken mit
geringerem Familieneinkommen schneller abkratzen zu lassen. Sie hat da in
ihrem Interview in WDR5 am 16. Februar 2007 unbeabsichtigt ihr Ziel
formuliert.
Glauben wir
ihr das. Ihre Reformen schonen die Pflegeversicherung, entlasten die Krankenversicherungen und die Rentenkassen und ist damit gut
für die Gewinne des Kapitals! Es schafft Arbeitsplätze bei den
Bestattungsunternehmen, den Friedhofsgärtnern; lässt den Kirchen Spenden
von Hinterblieben zukommen und erhöht die Auslastung von Friedhöfen.
Die
kann das erreichen – im Gegensatz zu damals. als die die Schwangerschaft
verlängern wollte – ohne
den genetischen Code des Menschen zu verändern. Sterben müssen wir alle.
Warum nicht ein paar Jahre früher?
„Und
das sind alles Punkte, wo ich sage, die sind notwendig und sind auch
gewollt“ fügte die Ministerin hinzu. Sie sagte ein weiteres Mal,
ehrlich, was sie will.
G.A. |