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Extrablatt zur Demonstration gegen die Große Koalition der Sozialräuber – Weg mit Hartz IV 

am 5.11.05 in Berlin

Proletarier aller Länder und unterdrückte Völker, vereinigt euch!          ISSN 0939-2947

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5.11.2005                39. Jahrgang              Zeitung der Kommunistischen Partei Deutschlands

    Alle gemeinsam gegen das Kapital!

   Das Kapital soll die Krise bezahlen!

Die Wahl ist gelaufen.

Ergebnis: Große Koalition von CDU/CSU und SPD. Die Ministerposten sind verteilt,

bevor überhaupt über Inhalte gesprochen wurde.

Große Koalition das heißt: Die Politik des Sozialraubs, des Abbaus demokratischer Rechte und der Militarisierung wird verschärft weitergehen.

* Trotz allem Hin- und Hergerede wird die Mehrwertsteuer erhöht – mit dem Trick,

   zuvor die sogenannten Lohnnebenkosten zu senken und mit der Mehrwertsteuer-

   erhöhung ein halbes Jahr zu warten – so hofft man, die Empörung abfangen zu

   können.

* Das gesetzliche Rentenalter wird - vorläufig – auf 67 Jahre erhöht. Die Renten werden

  weiterhin nicht an den Lebenshaltungskosten-Index angepasst und künftig gesenkt.

 Gekürzt wurden sie bereits durch Erhöhung der Pflege- und Krankenversicherungs-

  Beiträge. Und seit diesem Jahr werden Renten auch besteuert.

* Beschlossen ist offenbar bereits die Aufweichung des Kündigungsschutzes, obwohl die

  SPD noch bis vor kurzem vollmundig erklärt hat, dass sie dafür nicht zu haben sei.

 * Privatisierung der Autobahnen und PKW-Maut sind vorgesehen. Betroffen sind

    insbesondere auch Pendler, deren Arbeitsplatz von ihrem Wohnort weiter entfernt liegt.

    Auch die Pendlerpauschale wollen die Großkoalitionäre zu unseren Ungunsten ändern.

Halten wir fest:

Die Regierung der Großen Koalition ist eine Regierung der Sozialräuber, der Feinde der Arbeiterinnen und Arbeiter – aller arbeitenden Menschen, der Aufrüstung und des Einsatzes der Bundeswehr in fremden Ländern und im Inneren, des Abbaus demokratischer Rechte und der Erweiterung des Polizeistaats. Sie ist durch und durch ein Instrument des Kapitals.

Deshalb demonstrieren wir am 5. November nicht nur gegen Hartz IV, sondern auch gegen die Politik der neuen Regierung – der Regierung des großen Kapitals.                                                                                        

Das Kapital vertritt allein seine Interessen,

     vertreten wir allein unsere Interessen!

Die Kapitalisten nutzen ihren Staat zur Durchsetzung ihrer Interessen gegen uns. Jedes soziale Denken ist ihnen fremd. Sie denken einzig und allein an ihre Interessen. Denken wir also an unsere. 

In diesem Sinne unterstützt die KPD unter anderem folgende Forderungen:

    Weg mit den Hartzgesetzen!

-         Keine Arbeit unter Tarif!

-         Für einen gesetzlichen Mindestlohn, der zum Leben reicht!

-         Für die 30-Stunden-Woche bei vollem Lohn- und Personalausgleich!

-         Gegen Angriffe auf soziale Rechte, Sozialversicherung und Kündigungsschutz!

-         Rücknahme aller bereits erfolgten Eingriffe in die sozialen Rechte!

Wie können die Forderungen durchgesetzt werden?

Der Widerstand gegen die Angriffe hat begonnen, sich zu formieren: in Betrieben, Gewerk-schaften und anderen gesellschaftlichen Bereichen.

Hunderttausende haben seit dem 1. November 2003 (Berlin) demonstriert. Der Widerstand muss verstärkt und ausgeweitet werden. Diskutiert mit KollegInnen, FreundInnen und Bekannten, in Betrieben und Gewerkschaften, in Verwaltungen, Schulen und Hochschulen, Kirchengemeinden und Selbsthilfegruppen sowie überall in der Gesellschaft über mögliche Formen des Widerstandes und organisiert ihn! Organisiert euch in Initiativen und Bündnissen!

Beteiligt euch an Demonstrationen und Aktionen!

Zur Durchsetzung unserer  Forderungen ist es notwendig, eine starke, einheitliche Bewegung all derjenigen zu formieren, auf deren Kosten das Kapital seine Profitinteressen durchsetzen will. Ob ArbeiterInnen, Angestellte, RentnerInnen, Erwerbslose, SchülerInnen oder Studierende – alle, die für das Kapital bluten sollen, müssen ihre Kraft bündeln, um den Angriffen des Kapitals entgegenzutreten und schließlich in die Offensive zu gehen.

Alle gemeinsam gegen das Kapital!

V.i.S.d.Pr. W.-J. Herzog, 60447 Frankfurt/Main  PF 900 753

 

Spenden für die Homepage: Günter Ackermann, Konto-Nr.: 433 407 436,
IBAN DE62 3601 0043 0433 4074 36., BIC PBNKDEFF, BLZ: 360 100 43
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