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SPD-Münterfering:

"Hartz muss weg!

... aber nur das Wort."

Quelle:

Sie weichen zurück - vorerst nur scheinbar.

Deshalb: Nicht Nachlassen mit den Protesten!

Anmerkung des „Roten Webmaster“ mehr

SPD will Begriff „Hartz“ nicht mehr verwenden

Unterdessen kündigte der SPD-Vorsitzende Franz Müntefering an, dass die SPD für die Reformen am Arbeitsmarkt nicht mehr den Begriff „Hartz“ verwenden werde. Müntefering sagte der „Bild“-Zeitung: Es sei kein Zufall, sondern Absicht, dass der Name Hartz in diesem Zusammenhang nicht mehr genannt werde. Zur Begründung sagte er: Der Begriff „Hartz“ sage nichts zum Inhalt und „führt zu Missverständnissen. Wir müssen den Menschen klarer machen: Es geht uns um die Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit. Das ist die Botschaft.“

Weitere Änderungen an der mit den Reformen geplanten Zusammenlegung von Arbeitslosenhilfe und Sozialhilfe lehnte Müntefering ab. Der SPD-Chef: „Das Gesetz selbst ist beschlossen und gilt so. In einigen Jahren wird man sich eventuell das eine oder andere Detail noch mal ansehen.“

http://www.stern.de/politik/deutschland/?id=528737&nv=cp_L1_tt

Sie weichen zurück - vorerst nur scheinbar.

Deshalb: Nicht Nachlassen mit den Protesten!

Anmerkung des „Roten Webmaster“:

Die Regierung ist sich ihres Auftrags voll bewusst und handelt danach. Aber nicht des Auftrags der Wähler, denn die wählten 1998 Schröder, weil sie die unsoziale Politik der Kohl-Regierung nicht länger wollten. Die Auftraggeber sitzen z,B. in Frankfurt am Main in den Bankzentralen oder in den Chefetagen der anderen Konzerne.

Der Auftrag lautet: Steigerung der Profite um jeden Preis!

Die Maßnahmen:

- Aufrüstung auf Teufel komm raus;

- die Bundeswehr muss kriegsfähig werden um deutsche Interessen zwischen Antarktis und Grönland „verteidigen“ zu können;

- Steigerung der Profite der Konzerne durch Abbau der gewerkschaftlichen Rechte;

- Senkung der Lohnkosten, einschließlich der Sozialabgaben;

- Senkung der Steuern für große Unternehmen und Großverdiener;

- Verschlechterung der medizinischen Versorgung (durch schlechtere Leistungen, Verteuerung der ärztlichen Behandlung und der Medikamente), also letztlich „sozialverträgliches Frühableben“[1];

- Minimierung der Rentenleistungen;

- Senkung aller Sozialleistungen auf das absolute Minimum, selbst um den Preis der Verelendung breiter Massen des Volkes.

Kurz gesagt: All das, was die Arbeiterbewegung seit über hundert Jahren an sozialen Rechten erkämpft hat, steht für das Kapital, also auch deren Domestiken in der Regierung, zur Disposition.

Das kann, so beschlossen die Strategen des Großkapitals, am besten eine Regierungspartei, denen es die Opfer nicht zutraut, sondern sie als sozial einstufen und die beste Beziehungen zu den Gewerkschaften hat: die SPD!

Dass die SPD-Führung anbetracht der Massenprotest nun das Wort aus ihrem Vokabular löschen will, zeigt, dass sie durch die Massenprotest erschrocken sind. Es ist bereits ein Zurückweichen, man will es aber bei den Schweinereien belassen.

Deshalb: 

Die Proteste müssen weitergehen bis die ganzen angeblichen Reformen verschwunden sind!

Raus zu den Montagsdemos gegen Sozialkahlschlag!

G.A.


[1]  Sozialverträgliches Frühableben

ist das Unwort des Jahres 1998. Es spielt auf die Meinung an, dass ein Mensch mit Erreichen des Rentenalters mehr Kosten verursacht, als er volkswirtschaftlichen Nutzen bringt.

Zu trauriger Berühmtheit kam der Begriff als Ärztekammerpräsident Karsten Vilmar ihn in einem Radiointerview mit dem NDR verwendete. Das Thema war die Gesundheitspolitik der Rot-Grünen Bundesregierung, welche geplant hatte, die Ärtzehonorare zu begrenzen. Im Wortlaut hieß es von Vilmar: "Dann müssen die Patienten mit weniger Leistung zufrieden sein, und wir müssen insgesamt überlegen, ob diese Zählebigkeit anhalten kann, oder ob wir das sozialverträgliche Frühableben fördern müssen." Auf die Nachfrage, ob die Pläne der Regierung zum früheren Tode der Patienten führen würden meinte Vilmar: "Wird diese Reform so fortgesetzt, dann wird das die zwangsläufige Folge sein."  

aus: adLexikon

 

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