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Lob
des Lernens
Lerne
das Einfachste! Für die,
Deren Zeit gekommen ist,
Ist es nie zu spät!
Lerne das Abc, es genügt nicht, aber
Lerne es! Laß es dich nicht verdrießen!
Fang an! Du mußt alles wissen!
Du mußt die Führung übernehmen.
Lerne, Mann im Asyl!
Lerne, Mann im Gefängnis!
Lerne, Frau in der Küche!
Lerne, Sechzigjährige!
Du mußt die Führung übernehmen.
Suche die Schule auf, Obdachloser!
Verschaffe dir Wissen, Frierender!
Hungriger, greif nach dem Buch*: es ist eine Waffe.
Du mußt die Führung übernehmen.
Scheue dich nicht, zu fragen, Genosse!
Laß dir nichts einreden,
Sieh selber nach!
Was du nicht selber weißt,
Weißt du nicht.
Prüfe die Rechnung,
Du mußt sie bezahlen.
Lege den Finger auf jeden Posten,
Frage: wie kommt er hierher?
Du mußt die Führung übernehmen.
Bertolt
Brecht |
„Nur
wer richtig informiert ist, kann richtig
handeln.“
Von
W.H.Sch. (Thüringen)
Kommunisten-online
vom 28. Mai 2009 – Manchmal entlarvt sich der
Imperialismus bei Dingen, wo man es gar nicht für möglich
hält, dass so etwas passieren kann. So geschehen am 27.05.09
im Ersten bei „Hart aber fair“.
Es
ging um Lebensmittel. Eigentlich eine Sache, bei der man meint,
nun ja, wir haben strenge Gesetze und strenge Aufsichten. Was
soll da schon passieren. Nun sitzen aber in der Runde zwei
Apologeten des Manchester-Kapitalismus, die unfreiwillig aus dem
Nähkästchen plaudern, die Herren Welsch und Kocks. Mit in der
Runde sitzen Herr Bode vom Verbraucherschutz „Foodwatch“ und
die CDU-Politikerin Frau Klöckner.
Herr
Bode glaubt noch immer an den guten Kapitalisten. Ihn konnte
auch die bestehende Krise in seinem Grundglauben nicht erschüttern.
Er meint, dass die Konzerne (Supermärkte) die Menschen richtig
informieren müssten, damit sie sich richtig orientieren können.
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Er
moniert dass in der Werbung gelogen wird, dass sich die Balken biegen
und hält manche Werbung für Körperverletzung durch Irreführung. Er
kommt zu einer interessanten Schlussfolgerung, dazu mehr zum Schluss.
Frau
Klöckner ist die typische Politikerin, dem Wahlvolk Honig ums Maul, den
Geldgebern den Profit. Sie dreht sich einmal im Kreis, gibt erst jenem
dann diesem recht. Am Ende weiß man nicht, was sie eigentlich wollte.
Jedem etwas. Wohin das führt wissen wir. Dahin dass die Einen alles und
die Anderen nichts kriegen. Und ein Eingeständnis von ihr, dass sie
sicher in dieser Deutlichkeit nicht loslassen wollte: „Wir haben die
Älteren nicht im Fokus gehabt.“ Nein, natürlich nicht. Nicht die Älteren
und nicht die Jüngeren. Dafür aber die Reicheren und Schöneren, eben
typisch christlich und typisch demokratisch.
Herr
Welsch versucht den Kapitalismus schön zu reden, wo es nur geht. Immer
und überall ist der Einzelne selbst schuld. Da kann der Moderator Spots
zeigen, wie er will und was er will, nach Herrn Welsch ist immer alles
ganz anders. Wenn solche Speichellecker nicht schon zur Genüge da wären,
müssten sie unbedingt erfunden werden. Bis zum Gürtel (von oben) ist
er braun. Das liegt aber nicht an seiner Gesinnung, sondern an seiner
Arschkriecherei.
Herr
Kocks ist da etwas innovativer. Aber in seiner Not erweist er seinen Brötchengebern
einen Bärendienst. Zunächst einmal gibt er folgende Weisheit von sich:
„Man sollte den Markt agieren lassen, wo er agieren kann.“ Also
Turbokapitalismus immerdar. Nichts von sozial. Wo soll das schon hinführen?
„Das ist ein freier Markt, das weiß jeder.“ Von wegen soziale
Marktwirtschaft, wie es uns unser Bundesengelchen immer erzählt. Den Älteren,
die die Verbraucherinformationen auf den Packungen oder den
Regaletiketten nicht lesen können (weil zu klein geschrieben),
empfiehlt er, in diesem Markt nicht mehr einzukaufen. Den Ratschlag, was
diese Leute machen sollen, wenn keine weitere Einkaufsmöglichkeit in
der Nähe ist, erspart er sich und uns glücklicherweise. Aber er gibt
auch noch eine Wahrheit zum Besten. In Bezug auf Werbung sagt er:
„Wenn du sie nicht überzeugen kannst, dann verwirre sie
wenigstens.“ Dieses Motto könnte sich die CDU, SPD, PdL, FDP u.v.a.m
eigentlich auf die Wahlkampffahnen schreiben.
Nun
zu Herrn Bodes Worten. Wie gesagt er ist kein Kommunist und will sicher
auch keiner werden. Aber er gibt uns recht, wenn er folgende Worte
spricht:
„Nur
wer richtig informiert ist, kann richtig handeln.“
„Der
einzelne Verbraucher ist nicht mächtig. Sie müssen sich zusammentun
und böse werden, dann werden sie mächtig.“
Rot
Front
W.H.Sch.
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„Spielt
Vater Staat jetzt Mutter Teresa?“
Ja
– er hilft der herrschenden Klasse!
Von
W.H.Sch. (Thüringen)
Kommunisten-online
vom 30. Mai 2009 – Gesundbeten im deutschen Fernsehen ist nicht
mehr. Beten ist natürlich nach wie vor in, aber wird durch Besserwissen
abgelöst. Dazu bemüht Frau Illner einige Gurus, Herrn zu Guttenberg,
Herrn Hoeneß, Herrn Lafontaine, Herrn Jörges (Chefredaktion Stern) und
Herrn Precht (Bestsellerautor). Die Herren schenken sich nichts, sogar
die gute Kinderstube wird bemüht und setzt sich natürlich erfolgreich
durch.
Zuerst
einige Worte zu den weiniger wichtigen Leuten. Herr Precht stellt zunächst
einmal fest, dass der Kapitalismus an Systemproblemen krankt. Näheres
dazu führt er aber nicht aus. Dafür wirft er Herrn Lafontaine vor, er
hole Sprüche aus der Mottenkiste, aus der Zeit der
Postkutschenbarrikaden und der Klassenkämpfe, was Herrn Lafontaine natürlich
tief trifft, hatte er solches doch tatsächlich nicht im Sinn. Aber Herr
Precht scheint etliches verschlafen zu haben. Klassenkämpfe hat er
nicht mehr kennengelernt, oder will er sie nicht kennen? Letzteres
scheint zu zutreffen. Denn Postkutschen kennt Her Precht sicher nur aus
dem Museum.
Herr
Lafontaine ist natürlich kein Revolutionär. Ein Schelm, wer ihm
solches unterstellt. Deshalb fordert er Mitbestimmung für die Beschäftigten
im jeweiligen Unternehmen. Dass es diese „Mitbestimmung“ bereits
gibt, scheint er nicht zu wissen. Woher auch? Er musste seine
Aktien verkaufen, ehe sie wertlos wurden. Dass die „Mitbestimmung“ für
das Proletariat ein zweischneidiges Schwert ist, interessiert Herrn
Lafontaine erst recht nicht. Wozu auch? Er hat sein Schäfchen im
Trockenen. Und mit ein paar Worthülsen, kann man CDU und SPD schnell ärgern,
denn die hüpfen auf jede Äußerung der Linken, weil sie meinen, sich
sonst etwas zu vergeben.
Herr
Hoeneß lässt die Katze aus dem Sack, als er mitteilt, dass 10% der
Deutschen 55% der Steuern bezahlen, aber 50% gar keine Steuern zahlen.
Hat er bei Letzeren etwa SIEMENS im Blick? Oder KRAUSS-MAFFEI? Die Liste
ließe sich verlängern. Aber wozu. Herr Hoeneß hatte die Proletarier
im Blick.
Dem
stimmt Herr zu Guttenberg natürlich gern zu, wenn er sagt, dass sich
bewusste Nichtleistung mehr lohnt als Leistung. Er will gern
HARTZ-IV-Empfänger gegen Arbeiter ausspielen, die trotz Arbeit nicht
mehr in der Hand haben als Letztere. Aber das ist laut zu Guttenberg
nicht das Problem der Politik, sondern der Arbeiter. Die Manager können
natürlich auch nichts dafür, dass sie alles in den Sand gesetzt haben.
Sie wurden gejagt von den Fonds. Ja wer sind denn die Fonds? Die die
Geld haben? Die die nicht wissen wohin mit der Kohle? Oder sind es die,
die nach Ende der Kohle noch ein ganzes Stück Monat vor sich haben?
Dass Herr zu Guttenberg noch die DDR bemüht, ist etwas verwunderlich.
In Ablehnung von Zwangsmaßnahmen gegen die Heuschrecken, freut er sich,
dass die staatlichen Eingriffe vor 20 Jahren überwunden wurden,
zumindest in einem Teil Deutschlands und zwar Gott sei Dank. Nun ja, er
ist halt katholisch. Aber heißt katholisch sein gleichzeitig blöd
sein? Ich glaube nicht.
Die
Sendung stand unter der Überschrift „Spielt Vater Staat jetzt Mutter
Teresa?“ Dazu muss man wissen, dass Mutter Teresa (eine Nonne) nach
Indien ging, um den Armen zu helfen. Der deutsche Staat nimmt von den
Armen, um den Reichen zu helfen. Spielt also Vater Staat Mutter Teresa?
Ja! Denn der Staat ist der Staat der herrschenden Klasse, also der
Bourgeoisie. Wem also sollte er helfen, wenn nicht der herrschenden
Klasse.
Genossen,
wir können von diesem Staat nur Almosen erwarten, keine Lösung unserer
Probleme. Die können wir nur selber lösen, in dem wir diesen Staat und
seine herrschende Klasse zerschlagen
Rot
Front
W.H.Sch.
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