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BDI:
„Die Grundlage
der Marktwirtschaft bleibt die Freiheit ...“ – die Freiheit des
Kapitals:
Jetzt
wird entlassen!
Die
Krise des Kapitalismus reißt die Industrie immer tiefer in den
Strudel.
Von
Reinhold Schramm
Kommunissten-online
vom 27. März 2009 – Die Weltwirtschaftskrise trifft die Konzerne
mit voller Wucht. Auch die Metall- und Stahlindustrie und der
Maschinenbau kämpfen mit der schlechten Auftragslage. In den
letzten Tagen wurden zahlreiche Stellenstreichungen bekannt gegeben.
Der
Weltmarktführer „Heidelberger Druck“ verzeichnet die schlechteste
Auftragslage seit Jahren und streicht 5.000 Stellen. Der Konkurrent
„Koenig & Bauer“ streicht bis Jahresende weitere 800 Arbeitsplätze.
Der Spezialmaschinen- und Anlagenbauer „GEA“ kündigte ebenfalls den
Wegfall von weltweit 700 bis 800 Arbeitsstellen an. Von den
Leiharbeitern sollen 1.000 das Unternehmen verlassen. Laut einem Bericht
der „Financial Times Deutschland“ soll beim Stahlkonzern
„ThyssenKrupp“ der Abbau von 3.000 Arbeitsplätzen geplant sein. Der
Autozulieferer „Mahle“ wird sein Werk mit 410 Beschäftigten schließen.
Der Branchenkollege „Grammer“ streicht weltweit 20 Prozent der 9750
Stellen. Die „Hella KG Hueck & Co.“ will bis zum Herbst 700
Stellen in Deutschland abbauen. „Rheinmetall“ will weitere 1.000
Beschäftigte entlassen. Der Konzern hatte bereits 1.500 Stellen in den
USA und Brasilien gestrichen.
Diese
Stellenstreichungen werden nicht die einzigen bleiben. „Noch fängt
die Kurzarbeit Entlassungen ab. Aber spätestens ab Sommer ist mit einem
spürbaren Anstieg der Arbeitslosigkeit zu rechnen“, sagte der Präsident
des „Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung“,
Christoph Schmidt. Die Zahl der Arbeitslosen werde im Jahresverlauf
zulegen und auch 2010 weiter steigen. Laut ‘Mittelstandsmonitor
2009’ planen fast 20 Prozent der Unternehmen Entlassungen. - In
den ‘neuen Bundesländern’ will jedes vierte Unternehmen Stellen
streichen. [1]
Der
„BDI“ möchte die Sozialabgaben später entrichten: „Der Staat
darf den Mittelstand in dieser schwierigen Situation durch die
Besteuerung von Kosten nicht zusätzlich unter Druck setzen.
Vorschriften wie die Zinsschranke, die eingeschränkte steuerliche
Verlustverrechnung sowie die Pflicht, Sozialabgaben früher als bisher
zu entrichten, verschärfen die ohnehin angespannte Liquiditätslage der
Unternehmen“, warnte der Vorsitzende des „BDI / BDA -
Mittelstandsausschusses“, Arndt G. Kirchhoff. [2]
Der
„Mittelstandsbeirat“ beim „Bundesministerium für Wirtschaft und
Technologie“ auf seiner Sitzung am 18. März 2009: „In einer vom
Beirat einstimmig verabschiedeten Resolution betonen die mittelständischen
Unternehmer, dass [es] nur über eine Stärkung der Freiheit in der
Sozialen Marktwirtschaft wieder zu einer allgemeinen
Wohlstandsentwicklung kommen kann.“ Der Staat solle die richtigen
Rahmenbedingungen „für Gewinne und Arbeitsplätze setzen“ und
„das Klima für Eigenverantwortung und Eigenvorsorge“ stärken. [3]
-
‘Die
Verluste der Bourgeoisie vergesellschaften und die Staatskasse
privatisieren’, dies forderte der „Mittelstandsbeirat“ nicht
(öffentlich)! - Auch ihre Parlamentarier und ihre Regierung dürften
sich entsprechend bemühen - und in der ‘Öffentlichkeit’
stets das Gegenteil (weiterhin) behaupten!
Quellen:
[1]
„AFP, dpa-AFX, t-online.de“ am 27. März 2009:
„Kurzarbeit
reicht nicht mehr aus - jetzt wird entlassen“.
[2]
Aus: „BDI“ - Pressemitteilungen am 27. März 2009:
„BDI:
Mittelstand in der Krise entlasten“.
[3]
„BDI“-Online: „BMWI-Mittelstandsbeirat“:
„Die
Grundlage der Marktwirtschaft bleibt die Freiheit . . .“:
http://www.bdi-online.de/de/fachabteilungen/start_mittelstandspolitik.htm
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