|
Wichtige
Rubriken und Beiträge
+++Neu+++
Newsletter
bestellen
zur
Homepage
Der
Krieg der herrschenden Klasse gegen das Volk
Kampf
den ideologischen Diversanten
Für
den Aufbau der Kommunistischen Partei Deutschlands
Gegen
den
imperialistischen Krieg
Black
Channel
Betrieb&Gewerkschaft
Bildung, Kultur & Wissen
Wider
den Block der
Rechten und Trotzkisten
zur
Geschichte
der internationalen kommunistischen und Arbeiterbewegung
Wissenschaftlicher
Sozialismus
Aus
den Ländern
Links
Impressum
Archiv
Intern
Proletarischer
Internationalismus
| |
zurück
|
Die
Verursacher der Krise sind also die Gewinner
der Krise
Die
Boni fließen wieder
Von
whs
Arbeiterkorrespondenz auf Kommunisten-online vom 25. August 2009 - Durch
Zufall stieß ich auf die Monitorsendung vom 13. August. Sie ließ
wiederum einige Einblicke in die Machtstrukturen und den Machtpoker in
der BRD zu.
Zum
Ersten wurde über den Fall einer Frau berichtet, die nach der Wende
sechs Jahre als Reinigungskraft in einem Kindergarten arbeitete und
seitdem arbeitslos ist. Offensichtlich belastete sie die Statistik der
„Arbeitsgemeinschaft“ zu sehr, so dass sie vom Ärztlichen Dienst
der Arge als “dauerhaft geistig behindert“ eingestuft wurde. Diese
Einstufung erfolgte nach „Aktenlage“. Zu deutsch, Genossen, die Frau
hat nicht ein einziger Arzt zu Gesicht bekommen. Sie wurde aus Gusto so
eingestuft. Ihr wurde dann empfohlen, sich in einer Behindertenwerkstatt
zu bewerben. Dann hätte sie ihren Lohn bei der Arge durch Stützung
aufbessern können und wäre nicht mehr dem HARTZ-IV-Topf zu Lasten
gefallen. So weit sind wir schon wieder in Deutschland. Zum
„lebensunwerten Leben“ und zur „Euthanasie“ ist es dann nicht
mehr weit. Die Leiterin der Behindertenwerkstatt schien im übrigen
diesen Vorgang schon zu kennen, denn sie war kein bisschen überrascht.
Im Gegenteil, sie versuchte dieser Frau die Entscheidung der Arge
schmackhaft zu machen. Da könnte man doch schnell mal die Stasi dafür
verantwortlich machen. Die hat doch da bestimmt die Hände drin.
Zum
Zweiten waren wieder einmal unsere Ärzte im Visier. Die Ärztehonorare
haben sich entgegen den Befürchtungen um durchschnittlich 11% (max.
20%) erhöht. Trotzdem tun viele Götter in Weiß so, als nagten sie am
Hungertuch. Die Zahl der Ärztepleiten liegt aber im Promillebereich.
Die FDP will eine private Versicherung im Gesundheitswesen durchsetzen.
Da können die Ärzte natürlich wesentlich höhere Honorare berechnen.
Und das scheint zu gefallen, denn viele Ärzte machen z.T. ziemlich
unverhohlen Wahlkampf für die FDP. Laut Gutachter wird aber eine solche
Privatversicherung für den Versicherten zunehmend unkalkulierbar. Aber
das scheint weder FDP noch das Gros der Ärzteschaft zu interessieren.
Da geht es flott nach dem Motto: Was geht mich das Problem des Nachbarn
an, Hauptsache meines ist gelöst. Übrigens ein Allgemeinmediziner
(Hausarzt) verdient so um die 116.000 € im Jahr, ein Radiologe 264.000
€ im Jahr.
Zum
Dritten war mal wieder die Finanzkrise Thema. Deutsche Bank und Allianz
machen schon wieder fette Gewinne (1,1 Mio.€ DB, 1,9 Mio.€ All.) Die
verstaatlichte HRE (Hypo Real Estate) schreibt hingegen rote Zahlen. Die
Verursacher der Krise sind also die Gewinner der Krise. Die Boni fließen
wieder. Und „Headhunter“ (deutsch: Kopfjäger, schönes Wort, nicht
wahr) jagen schon wieder Manager und versprechen satte Boni, die auch
fließen. Die Finanzoligarchie tut schon wieder so, als sei nichts
gewesen. Das Volk darf die Zeche bezahlen. Was sagte unser
Bundesengelchen dazu?
Bei
Anne Will am 22.03.2009: „Was wir nicht können ist, mit viel Geld die
Aktionäre aufpäppeln, damit die zum Schluss ein tolles Geschäftsmodell
haben und der Steuerzahler alles bezahlt.“
Und
wie man sieht, ist sich unser Bundesengelchen treu geblieben, hat die
Lasten breit verteilt, damit das zarte Pflänzchen Gewinn nicht von
grobem Schuhwerk zertreten wird. So können wir unseren Politikern doch
gern unser Vertrauen aussprechen. Dann fragt ein Experte scheinheilig,
ob sich die Bundesregierung habe über den Tisch habe ziehen lassen, wo
sie doch die Hoheit über die Zahlen gehabt hätte. Nein hat sie nicht.
Sie hat entsprechend ihrem Auftrag, den das Finanzkapital erteilt hat,
gehandelt, denn sie ist die Interessenvertreterin des Finanzkapitals. Übrigens
verdient die Deutsche Bank, die an dem 3o-Mrd.-€-Kredit für die HRE
beteiligt ist, allein 100 Mrd. €. Schön, nicht? Bei der Forderung
nach Rückzahlung der Kredite hört die Kanzlerin angestrengt weg. Ach
wie gut dass niemand weiß, dass ich Rumpelstilzchen heiß.
Das
vierte Thema, die Verwicklung der Schupo in die faschistischen
Verbrechen, gibt den Stoff für eine gesonderte Betrachtung.
zurück |
|
An
Marx kommt offensichtlich kein Ökonom mehr vorbei
–
Da
nimmt man halt das, was nicht mehr zu leugnen ist und leugnet das, was
einem partout nicht passt
Von
whs
Arbeiterkorrespondenz auf Kommunisten-online vom 26. August 2009 –
heute durfte sich
Herr Edgar Most (seines Zeichens Staatsbänker in der DDR und Deutscher
Bänker nach der Wende) in der Tageszeitung produzieren. Und er verrät
uns,wie der dritte Weg funktioniert.
Zunächst
seine Grundaussage: „Natürlich, Karl Marx hat das Kapital wunderbar
analysiert. Nur sein Lösungsvorschlag, die Vergesellschaftung des
Kapitals, ist überholt. Ich glaube, die Rolle des Staates muss neu
definiert werden.“
„Man
muss den Kapitalismus revolutionieren, mit dem Ziel, dass das Kapital
der Gesellschaft dient und nicht nur wenigen Leuten. Bestimmte Bereiche
wie Verteidigung, Infrastruktur, Wasser oder strategische Rohstoffe
sollte man verstaatlichen oder zumindest durch Mehrheitsbeteiligung des
Staates kontrollieren.“
Da
haben wir doch mal ein schönes Statement. Zunächst mal zurück zu
MARX. An ihm kommt offensichtlich kein Ökonom mehr vorbei. Also muss
MARX irgendwie recht haben. Da nimmt man halt das, was nicht mehr zu
leugnen ist und leugnet das, was einem partout nicht passt. Und das ist
ja schließlich die Vergesellschaftung, denn die würde die Bourgeoisie
als Klasse beseitigen. Und dagegen hat Herr Most ganz offenbar etwas.
Herr
Most möchte die Rolle des Staates neu definieren. Er gibt auch das
Ziel: Das Kapital soll Allen dienen und nicht nur einigen Wenigen. Das
ist auch unser Ziel, Herr Most. Das sagen wir ganz unverhohlen. Aber wir
wollen auch die abschaffen, die den Rest des Volkes ausbeuten. Das
hingegen wollen Sie nicht. Sie wollen revoluzzen und dabei noch Lampen
putzen.
Bestimmte
Bereiche wie Verteidigung, Infrastruktur sind ja staatlich. Na gut,
Wasser nicht. Ja, doch die Wasserwerke sind ja zumindest kommunale
Versorger, haben also irgendwie mit dem Staat zu tun. Strategische
Rohstoffe in Deutschland? Haben wir nicht. Was bringt uns die
Staatlichkeit von Verteidigung und Infrastruktur? Nichts. Niemand in
Deutschland hat davon ein Quäntchen mehr an Mitbestimmung. Im
Gegenteil, der Staat versucht alles, um zumindest die Infrastruktur an
Private zu verhökern.
Der
Staat kontrolliert durch „Mehrheitsbeteiligung“ bereits die
Landesbanken und nun auch noch die HRE. Was bringt es dem Bundesbürger?
Belastungen. Wenn die HRE wieder schwarze Zahlen schreibt, wird sie
wieder privatisiert und der Staat bleibt auf seinen Schulden sitzen. So
funktioniert das, Herr Most. Sie, mit Ihrer Intelligenz und Ihrer
Erfahrung, müssten das eigentlich wissen. Da ich Sie nicht für so dumm
halte, dies nicht zu wissen, muss ich Sie der bewussten Täuschung
beschuldigen. Sie wollen den Bundesbürger für dumm verkaufen. Im
Gegenzug stecken Sie dafür wahrscheinlich noch ein paar Silberlinge
ein. Sie sollten sich schämen.
Rot
Front
Werner
zurück |
|
Während
der feine Herr Guttenberg die Weichen für die
Großverdiener stellt, schmiert er dem Volk Honig ums Maul
Dass
dies den Honig auch noch bezahlen darf, sagt er vorher wohlweislich
nicht
Von
whs
Arbeiterkorrespondenz auf Kommunisten-online vom 28. August 2009 – Herr
zu Guttenberg durfte sich am vergangenen Sonntag in SAT1 produzieren.
Als Staffage wurden von Frau Christiansen und Herrn Aust, Herr
Lafontaine und Frau Sturm (Bauunternehmerin) dazugeladen.
Herr
zu Guttenberg ließ einige seine bereits bekannten Statements ab, so
dass sich Politiker Bescheidenheit und Bodenständigkeit bewahren
sollten. Die CDU habe in der zurückliegenden Zeit gute Arbeit geleistet
z. B. Bei der Bewältigung der Krise. Und Politiker müssten mit
Steuergeldern gut umgehen. Er betonte auch, der Staat könne niemals
Retter der Unternehmen sein, er könne nur Hilfestellung leisten. Nun ja
Bescheidenheit und Bodenständigkeit, dazu haben uns Politiker aller
Couleur in den letzten Jahren genügend Beispiele geliefert. Sprechen
wir nicht mehr drüber, sonst ist Frau Schmidt wieder verschnupft.
Die
Bonizahlungen, die deutsche Banken schon wieder leisten, lassen (lt. zu
Guttenberg) „Fingerspitzengefühl“ vermissen. Ich vermisse da schon
etwas anderes, z.B. ein Gesetz, das solche Zahlungen beschränkt. Im
Gegenzug könnte dieses Gesetz gleich die Höhe von Löhnen nach unten
begrenzen. Dann wäre auch gleich ein guter Ausgleich geschaffen. Aber
davon will Herr zu Guttenberg natürlich nichts hören. Auch das Thema
Leiharbeit ist für ihn tabu. Alles was ihm dazu einfällt: „Keiner
will in diesem Land, dass es Dumpinglöhne gibt.“ Herr zu Guttenberg,
wenn es keiner will, warum sind sie dann da? Kamen sie allein
anmarschiert und keiner hats gemerkt?
Die
Anmerkungen von Herrn Lafontaine waren auch nicht dazu angetan, den
Zuschauer von den Sitzen zu reißen. Außer den bekannten Steuererhöhungen
hat „Die Linke“ nicht viel zu bieten, obwohl sich ihre Parolen
gerade für Geringverdienende gut anhören. Aber Lafontaine zeigt auch,
dass ihn die Abschaffung des Kapitalismus nicht interessiert. Zum Ersten
ist es gerade Lafontaine, der die Bundesregierung wieder auf Erhards
Marktwirtschaft einschwören möchte, zum Zweiten verlangt er, der Staat
möge seine Aufgaben erledigen und die Banken kontrollieren, damit die
an die Unternehmen wieder Kredite ausreichen.
Frau
Sturm wies ebenfalls auf diese Problematik hin, dass die Banken schon
wieder fette Boni zahlen aber kaum bereit sind Kredite zur
Vorfinanzierung von Aufträgen durch Unternehmen auszureichen. Sie bemängelt,
dass kein Plan der Bundesregierung vorliegt, um dem Mittelstand
kurzfristig wieder Liquidität zu geben. Ihrer Meinung nach brennt es.
Und
nun beginnt Herr zu Guttenberg zu eiern. Soll er jetzt eingestehen, dass
ihn der Mittelstand überhaupt nicht interessiert, obwohl er ihn dauernd
im Munde führt? Soll er zugeben, dass er die Krise im Interesse des
Finanzkapitals zu lösen hat? Natürlich kann er das nicht. Also gehts
los.
Wie
immer in so einem Fall betont er, dass diese Probleme nicht allein
national zu lösen seien. Und scheinheilig setzt er hinzu, ob man
Verstaatlichungstendenzen der Banken zulassen solle.
Dass
andere Länder diese Probleme bereits national gelöst haben,
interessiert Herrn zu Guttenberg nicht. Dass die Bundesregierung die
HRE-Bank übernommen hat, um sie für die Großbourgeoisie zu retten,
scheint ihm unbekannt zu sein.
Herr
zu Guttenberg ist ein hervorragender Vertreter seiner Zunft. Während er
die Weichen für die Großverdiener stellt, schmiert er dem Volk Honig
ums Maul. Das dies den Honig auch noch bezahlen darf, sagt er vorher
wohlweislich nicht. Aber spätestens wenn die ganz große Rechnung
kommt, dürfte auch der Vertrauensseligste aufwachen.
Rotfront
Werner |
zurück |