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wpe2.jpg (172112 Byte)Man sollte es nicht glauben, aber es ist bittere Wahrheit. Kaum sind die wohltönenden Worte der Industriebosse über den Ausbildungspakt und die Schädlichkeit der Ausbildungsabgabe verklungen, da kommen die ersten Meldungen, dass große Konzerne nicht nur nicht mehr, sondern weniger ausbilden. So soll DaimlerChrysler im nächsten Ausbildungsjahr keine neuen Lehrstellen  für Büroberufe mehr anbieten.

Na klar, was taugen schon die salbungsvollen Worte des BDI-Rogowski und des Arbeitgeberpräse Hundt in solchen Fragen. Leere Worte!

Und nun kommt Freund Clement, die bekannt-berüchtigte Niete im Nadelstreifen, und startet über sein Ziehkind „Teamarbeit für Deutschlang“ eine Werbekampagne.

Zunächst mal muss er zugeben, dass „Tausende Jugendliche“ keine Lehrstelle haben. Tausende? Meines Wissens leicht untertrieben. Es sollen mehrere Hunderttausend sein. Aber sei’s drum.

Vollmundig lässt Clement weiter erklären:

„Wirtschaft, Bundesregierung und Arbeitsverwaltung haben deshalb einen nationalen Ausbildungspakt beschlossen um ausreichend Lehrstellen zu mobilisieren. Denn freiwillige Lösungen sind besser als gesetzliche“

und es folgt der forsche Aufruf:

„Machen Sie mit - bilden sie aus!

Sponsoring darf auch nicht fehlen:

„Die Bahn engagiert sich bei Teamarbeit für Deutschland“

Mit den nationalen Pakten ist es in deutschen Landen so ein Ding. Meist endet das da, wo es die Betroffenen nicht wollten. Als es noch „ein Volk, ein Reich, ein Führer“ gab, gab's bekanntlich eine Katastrophe.

Wie immer, so auch hier: Wenn die Bosse was versprechen, dann sind das leere Worte. Wenn sie sagen: „freiwillig schaffen wir Ausbildungsplätze“ dann haben sie, ohne groß überlegen zu müssen, gelogen. Ob denn nur eine Ausbildungsstelle neu hinzu gekommen ist, ist überhaupt nicht nachweisbar. Der BDI, der dieses Versprechen abgab, kann viel sagen, entscheiden werden die einzelnen Konzernchefs.

Was aber soll diese Waschmittelwerbung für diese eigenartige „Teamarbeit für Deutschland“?

Schröder, Clement und Konsorten betreiben Imagepflege und gaukeln vor , sie täten etwas gegen die Lehrstellenkatastrophe!

Mehr nicht!

Wer meint, dass sich jemand von diesem Plakat dazu hinreißen lässt, einen Auszubildenden einzustellen, braucht einen Psychiater. Durch ein Großplakat am Bahnhof spült Clement viel Geld auf die Konten der Werbeagentur, aber Ausbildungsplätze?

Allerdings meldete die Presse, dass man in Köln, im Puff, noch Lehrlinge sucht – für Büroberufe! Na, wenn das kein Lichtblick ist.

Auf dem Plakat wird eine Telefonnummer angegeben. Wer noch Lehrlinge sucht, melde sich. 

Aber Vorsicht! Pro Minute kostet der Anruf 12 ct. Also nichts für Lehrherren mit Arbeitslosengeld 2.

Das wird doch wohl nicht etwa die Ausbildungsabgabe durch die Hintertür sein?

Der Rote Webmaster

 

 

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