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Kommunal-Kombilohn:
Müntefering
kupfert Mogelpackung aus dem Wahlprogramm der PDS von 2005 ab
Von
Günter Ackermann/29. Juni 2007
Müntefering
verkauft seine ganz große Errungenschaft im Kampf gegen die
Arbeitslosigkeit: Langzeitarbeitslose in ganz bestimmten Städten bekommen
einen Job mit Kombilohn – so
heißt es. Tatsächlich aber ist das ganze eine Mogelpackung.
Die
junge Welt schreibt dazu:
„Ihr
Nettoentgelt wird in der Regel kaum über den Hartz-IV-Regelleistungen
plus der Vergütung für »Ein-Euro-Jobs« liegen. Diese besonders entwürdigende
Form der sanktionsbewehrten Zwangsarbeit soll ohnehin unvermindert weiter
eingesetzt werden, betonten die Mentoren des Programms, die SPD-Minster
Wolfgang Tiefensee und Franz Müntefering.“
Die
Erfinder dieser „besonders entwürdigende
Form der sanktionsbewehrten Zwangsarbeit“ sind aber nicht die Herren
Müntefering und Tiefensee, sondern die Herren Gysi und Bisky und auch
Oskar Lafontaine leistete seinen Eid auf dieses Wahlprogramm, als er 2005
als PDS-Spitzenmann in NRW zur Bundestagswahl antrat und schrieb an diesem
Programm auch fleißig mit.
Da
steht nämlich:
„Als
Alternative zur Arbeitslosigkeit und zu Ein-Euro-Jobs schlagen wir die Schaffung regulärer,
sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung in öffentlich geförderten
und gemeinnützigen Beschäftigungssektoren vor. Finanziert würde
ein existenzsichernder Lohn für bisher Langzeitarbeitslose durch die Bündelung
der gegenwärtig für das Arbeitslosengeld II, die Kosten der Unterkunft
und die so genannte Mehraufwandsentschädigung
für Ein-Euro-Jobs aufgebrachten Mittel. Kombiniert mit bereits
vorhandenen Förderfonds von Ländern, Bund und Europäischer Union –
zum Beispiel aus den europäischen Sozialfonds – ohne Verschärfung der
Zumutbarkeitsregelungen, ohne Zwänge und ohne Demütigungen.“
Wir
berichteten damals darüber unter dem Titel: „Neue
Sauereien der
Bundesregierung im Sozialbereich – Wird Merkel/Müntefering
das PDS-Wahlprogramm realisieren? Von Günter Ackermann/26. Mai
2006“
Genau
das soll nun real werden. Allerdings in einer Sparauflage. Die
„Linkspartei“ forderte das damals für alle Langzeitarbeitslose. Das
war ihr Königsweg zur Eindämmung der Arbeitslosigkeit: Billiglohnsektor,
Vernichtung regulärer Arbeitsverhältnisse und allgemeine Lohndrückerei.
Denn nichts anderes hat eine solche Maßnahme zur Folge. Und natürlich
auch Zwangsarbeit.
Soweit,
wie damals Gysi, Bisky und Lafontaine gehen wollten, gehen Müntefering
und Tiefensee (noch) nicht. Aber das kann ja noch ändern.
Spätestens
dann, wenn einmal im Bund eine Regierung aus SPD und „Die Linke“
regieren wird – was ja nicht unwahrscheinlich ist – muss sich die
Bundesregierung keinen Beschränkungen bei der Zwangsarbeit mehr unterwerfen.
Die SPD und Die Linke“ können es dann gemeinsam machen: Lohndrückerei
zu Gunsten des Kapitals.
Wir
werden darauf zurück kommen.
G.A.
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