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Günter
Ackermann (Juli 2004):
Höhenrekord
an Arbeitslosen wird verfälscht
Tatsächlich
Steigerung von fast 62.000 Arbeitslose
Niete
im Nadelstreifen und Schröders Superminister, Wolfgang Clement,
schwafelt:
»Die
Erholung der Konjunktur mit einer wirtschaftlichen Belebung, die nach den
heutigen Erwartungen immer mehr in einen Aufschwung übergeht, macht auch
eine Kehrtwende am Arbeitsmarkt möglich«.
Übersetzung
ins Deutsche: „Erholung der Konjunktur“ und „wirtschaftliche
Belebung“ sind ja nur Synonyme. Meisterredner Clement fängt mit einer
Tautologie an. Na schön! Aber die erholte Konjunkturbelebung,
lässt erwarten, dass sie übergeht in
einen Aufschwung. Clement greift also zur Astrologie und weissagt. Das ist
in den Wirtschaftsprognosen nicht Neues, alle die Voraussagen
sind Sterndeutereien, Kaffeesatzlesereien oder, wie man in
Norddeutschlang sagt, Spökenkikereien. Aller Voraussagen, seit es sie
gibt, stimmten letztlich nicht.
Die
Erwartung, also das Orakel, macht es dann „möglich“, dass mehr
Menschen Arbeit bekommen.
O
je. Nichts genaues weiß man nicht, meint Clement und verbreitet
Seifenblasen, schwindelt was, dazu greift in die Trickkiste schwammiger
Aussagen. Also reine Schaumschlägerei.
Aber
noch mehr:
Clement
hält sich an den englischen Kriegpremier Churchill, dem man in den Mund
legte: „Ich glaube nur der Statistik, die ich selbst gefälscht habe.“
So
auch hier. Anfang des Jahres wurde die Zählweise der
Arbeitslosenstatistik geändert. Die sagt jetzt, dass es weniger
Arbeitslose gäbe. Darauf begründet sich das clementsche
scheinoptimistische Geschwafel.
Die
Statistik ist im Hause Clement gefälscht worden. Legt man nämlich die
alten Berechnungsgrundlagen zugrunde, haben wir einen Höhenrekord an
Arbeitslosen, nämlich fast 62.000 Arbeitslose mehr als
2003.
Nichts
dran also an dem Wunderwerk der Reformen, die Arbeitsplätze schaffen
soll. Stattdessen lahmende Binnenkonjunktur. Die Menschen haben einfach
immer weniger Geld für Konsumgüter. Wo soll es auch herkommen? Kürzung
aller Sozialleistungen, erhöhte Kosten im Gesundheitswesen für die
Patienten. mehr Arbeitslose mit geringerer Stütze. Wo soll das Geld
herkommen, für erhöhten Konsum?
Clement
ist ein begabter Schwafler vor dem Herrn. So richtig nach dem Geschmack
der Industriebosse. Dafür aber kassiert er ja auch beträchtliche
Provisionen.
Auch
ein Minister will ja leistungsgerecht entlohnt werden.
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