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Anmerkung Roter
Webmaster/16. März 2007:
„…die eigene Handschrift der
Linkspartei.PDS erkennbar“
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Carola Bluhm
im Berliner Wahlkampf
Originaltext
Linkspartei.PDS: "Carola Bluhm weiß: die
Gemeinschaftsschule gibt es nur mit der Linkspartei."
Ist
inzwischen auf Eis gelegt. |
Harald
Wolf, PDS-Spitzenmann in Berlin, Bürgermeister und Senator für
Wirtschaft, Arbeit und Frauen.
Originaltext
Linkspartei.PDS: "Und er machte deutlich: diesen
Wowereit, diese SPD, die auch gegen Privatisierung und für gebührenfreie
Bildung steht, gibt es nur mit der Linkspartei." |
Anmerkung Roter
Webmaster/16. März 2007:
„…die eigene Handschrift der
Linkspartei.PDS erkennbar“ sagte der Berliner
Linkspartei.PDS-Fraktionschefin Carola Bluhm bei einer Pressekonferenz über
die Arbeit der Berliner SPD/PDS-Koalition. Wir glauben ihr das unbesehen.
Richtiger ist, es die gemeinsame Handschrift der Koalitionäre von Berlin
ist.
Allerdings
hat die SPD seit Jahren sich offen als neoliberale Partei dargestellt. Die
Politik Schröders mit den Hartz-Gesetzen und der Agenda 2010 und jetzt
z.B. die Erhöhung des Rentenalters usw. sind beredte Ziele der SPD.
Sozialraub war das nicht verschwiegene Ziel der SPD.
Die
PDS dagegen verkündete, dass sie links sei, gegen Lohnraub, gegen
Verschleudern von öffentlichen Eigentum an Heuschrecken und gegen
Sozialabbau sei. In Berlin zeigt sich, was davon zu halten ist.
Was
also ist die Handschrift der Linkspartei.PDS
im Berliner Senat? Es ist:
-
Verkauf der Landesbank Berlin, also auch der Sparkasse dort. Das schaufelt
ein paar Milliönchen in die Kasse Berlins. Dass die Käufer dicke Profite
erwarten und die bereits jetzt kaum vorhandenen sozialen Belange diese
Bank kippen werden. Bisher galt bei der Berliner Sparkasse, dass jeder ein
Konto eröffnen konnte. Also auch Hartz IV-Bezieher. Auch die Anzahl der
Filialen und die dort beschäftigten werden zur Disposition stehen.
SPD-Fraktionschef Müller meinte dazu, man bemühe sich, dass der Käufer
die „gewünschten Kriterien“ erfülle, also Konto für jedermann und
Erhalt von Filialnetz und Arbeitsplätze. Aber in erster Linie zähle der
Preis. Als wenn sie finanzkräftige Heuschreckengesellschaften, die den
ganz schnellen Profit machen wollen, an so was halten würden.
Der
Senat braucht auch das Geld für die Abdeckung der windigen Immobilengeschäfte
der der Bankgesellschaft Berlin durch korrupte CDU und SPD Politiker. Für
diese Verluste kommt die Stadt Berlin auf, einschließlich der Vermögen
von Millionären. Die hierfür Verantwortlichen müssen nicht für den von
ihnen angerichteten Schaden aufkommen, ihre Gewinne zahlt die Stadt
Berlin.
PDS
Politikerin Carola Bluhm bestätigte diese Linie. Dabei erklärte die PDS
vor der Wahl, sie sei gegen diese Privatisierung der Sparkasse.
-
Es werden auch die Wasserpreise steigen. Hier zahlen die Berliner bereits
für die Privatisierung. Die Stadt garantierte enorme Renditen und nun
kommt die Rechnung. Die zahlt natürlich der einfache Bürger der Stadt.
Natürlich, wie die PDS-Frau treudoof versicherte „sozialverträglich“
– was immer das auch sei.
-
Die Fahrpreise im ÖPNV, also den Berliner Verkehrsbetrieben, werden
ebenfalls erhöht. Dabei wird, die Frau Bluhm schulterzuckend versicherte,
es „sehr schwierig werden“ das bisherige Sozialticket zu erhalten.
-
Ebenso wird es keine Anpassung der Einkommen der Berliner kommunalen
Angestellten und Arbeiter an die Tarifverträge in Bund, Ländern und
Kommunen geben. Der SPD/PDS-Senat trat 2001 bekanntlich aus der
Tarifgemeinschaft aus und kürzte einseitig die Einkommen.
Das
also ist die Handschrift der Linkspartei.PDS. Und die spielen sich auf,
die Linken in Deutschland in eine Partei zu sammeln um links mehr Druck
ausüben zu können. Was die tatsächlich leisten und leisten werden ist,
dass sie den Druck auf das Kapital wegnehmen und die Menschen, bei der PDS
vor allem im Osten, von Aktionen gegen das Kapital abzuhalten.
G.A.
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»Weiter so« in Berlin
SPD und Linkspartei.PDS stellen ihre
Perspektiven für eine »soziale und integrative« Hauptstadt vor:
Sparkassenprivatisierung und Gebührenerhöhungen
Von
Rainer Balcerowiak
Quelle:
jungeWelt
vom 16.03.2007
Wohlmeinende
Beobachter bescheinigen dem Berliner SPD/Linkspartei.PDS-Senat, daß er »geräuschlos«
arbeiten würde. Kritiker werten die Tatsache, daß wenig über konkrete
Vorhaben und mittelfristige Perspektiven der Landesregierung zu erfahren
ist, als »Nichtstun«. Um diesen Eindruck zu zerstreuen, luden die beiden
Fraktionsvorsitzenden Michael Müller (SPD) und Carola Bluhm (Linkspartei.PDS)
die Hauptstadtpresse am Donnerstag zum Gespräch.
Konsens bei Sparkasse
Bluhm
lobte die Koalition in höchsten Tönen, kam dabei aber über Gemeinplätze
kaum hinaus. Von »sehr guten Kommunikationsformen zwischen den Gremien«
war ebenso die Rede wie vom »Weg zu einer sozialen und integrativen Stadt«.
Müller hatte dazu die anstehende »Feinjustierung in Abstimmungsrunden«
beizutragen und mimte in der Frage des Gossenzeitungslieblingssthemas
Jugendkriminalität ein wenig den Rechtspopulisten mit seiner Forderung
nach »spürbaren Sanktionen« gegen Eltern, die ihren Erziehungspflichten
nicht nachkämen.
Doch die Pressevertreter waren eher an anderen Themen interessiert. Der
anstehende Verkauf der Landesbank Berlin mit der Sparkasse als Herzstück
habe – abgesehen von der Erfüllung der EU-Auflagen – den Zweck, den
Haushalt weiter zu entlasten und mögliche Kosten durch die
Immobiliengeschäfte der Bankgesellschaft Berlin, für die das Land auch
nach einem Verkauf haftet, abzusichern, so Müller. Das bedeute, daß im
anstehenden Bieterverfahren »letztlich der gebotene Kaufpreis entscheiden
wird«. Man werde sich zwar darum »bemühen«, daß ein Käufer gefunden
werde, der die von den Regierungsparteien gewünschten Kriterien wie Konto
für jedermann und Erhalt von Filialnetz und Arbeitsplätzen akzeptiere.
Die Stadt könne es sich aber »nicht leisten, auf ein paar hundert
Millionen zu verzichten«.
Bluhm bestätigte diese Auffassung, obwohl die Berliner Linkspartei.PDS
wegen der geplanten Sparkassenprivatisierung sowohl innerparteilich als
auch außerparlamentarisch unter heftigem Beschuß steht. Die Möglichkeit,
daß die Koalition im Falle des Sparkassenverkaufs an reine
Finanzinvestoren platzen könnte, sehe sie jedenfalls nicht.
Die im Wahlkampf von der Linkspartei.PDS herausgehobenen Referenzprojekte
Einstieg in die Gemeinschaftsschule bzw. den öffentlich geförderten
Arbeitsmarkt verharren dagegen im Ankündigungsstadium. Für ersteres habe
man »einen Rahmen gesetzt«, über letzteres führe man »intensive
Diskussionen« u.a. mit dem Bundesarbeitsministerium, so Bluhm und Müller.
Zur konkreten Umsetzung der Projekte war auch auf Nachfrage nichts zu
erfahren.
Konkret sind dagegen die Pläne für die Erhöhung der Wasserpreise in der
Hauptstadt in diesem Sommer. Aufgrund der Privatisierungsverträge, die
den Investoren enorme Nettokapitalrenditen garantieren, sei eine »Tarifanpassung«
ebenso unumgänglich wie »konkurrenzfähige Wasserpreise« für die
Unternehmen, so Müller. Die Zeche werden also die Privathaushalte
bezahlen, »möglichst sozialverträglich«, wie Bluhm betonte. Erhöht
werden in Kürze auch die Preise der Verkehrsbetriebe. Dabei könne es »sehr
schwierig werden«, das Sozialticket für ALG-II-Empfänger zu erhalten, räumte
Bluhm ein.
»Handschrift« der Linkspartei
»Sehr
schwierig« wäre es auch, die für 2009 mit den Gewerkschaften
vertraglich fixierte Rückkehr des Landes in den Flächentarifvertrag des
öffentlichen Dienstes umzusetzen, erklärte die
Linkspartei.PDS-Politikerin. Bisher jedenfalls sieht die mittelfristige
Finanzplanung des Senats nicht vor, die 2001 durchgesetzten Lohnkürzungen
rückgängig zu machen.
Befürchtungen, daß eine derartige Politik die eigene Wählerbasis, die
der Partei bei der letzten Wahl im September 2006 einen kräftigen
Denkzettel verpaßt hatte, weiter verunsichern könnte, hat Bluhm nicht.
Schließlich sei in der Arbeit der Koalition »die eigene Handschrift der
Linkspartei.PDS erkennbar«. Außerdem wäre die Partei auch von vielen
gerade aufgrund ihres Bekenntnisses zu einem »sozial ausgewogenen
Konsolisierungskurs« gewählt worden. |
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