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Gewaltbereit ist vor allem die Staatsmacht

Provokateure mit Polizeiausweis

von Günter Ackermann/7. Juni 2007

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Gewaltbereit ist vor allem die Staatsmacht

Provokateure mit Polizeiausweis

von Günter Ackermann/7. Juni 2007

Schwarze Klamotten, wie die angeblich gewaltbereiten Demonstranten, haben sie an. Es sind Provokateure mit Beamtenstatus der Polizei. Sie provozieren Steinwürfe und „Gewalt“ von Seiten der Demontraanten und geben der Polizei den Vorwand zu Gewaltorgien.

Die bürgerliche Presse tut ein Übriges. Man sieht im Fernsehen und in der Presse angebliche Gewaltdemonstranten als „Kronzeugen“ vorgeführt. Allen ist aber gleich, dass sie eher unbedarft und unpolitisch wirken. Ich wurde den Eindruck nicht los, dass das keine Demonstranten sind, sondern angeheuerte Subjekte.

Spiegel-online schoss dann den Vogel ab, indem unwahr behauptet wurde, ein Redner in Rostock habe gesagt: „Auf der Kundgebungsbühne stachelt ein Redner die militante Szene auf: „Wir müssen den Krieg in diese Demonstration reintragen. Mit friedlichen Mitteln erreichen wir nichts.“

Die JungeWelt  bringt dagegen einen umfassende Dokumentation der wirklichen Ereignisse. Eine Auswahl hier:

jW online: G 8 spezial

alle Beiträge: siehe

06.06.2007, 22:30 Uhr

Falschmeldung über Falschmeldung

In den Presseveröffentlichungen der Polizei wurde zum ersten Mal gegen 18 Uhr der Blockade an der Rennbahn unterstellt, Demonstranten würden sich u.a. mit Molotow-Coctails bewaffnen.mehr...

Die Pressesprecher von »Block G 8« dementieren aufs Schärfste diese offensichtlich gezielt verbreitete Falschmeldung. »Bestätigt wird unsere Darstellung von diversen Journalisten, die vor Ort das Geschehen miterlebt haben«, so »Block G 8«. Richtig sei vielmehr, daß bei der Blockade an der Rennbahn am Osttor ein zeitweise vermummter Zivilbeamter enttarnt wurde, der Demonstranten vorher aufgefordert hatte, sowohl Steine zu werfen als auch den Zaun zu beschädigen.

Weiterhin meldete die Polizei die Auflösung mehrerer Blockaden unter anderem in Börgerende. »Dies ist falsch«, so »Bock G 8«. Tatsächlich würden Teilnehmer von   »Block G 8« seit 14 Uhr die Zugangsstraße nach Heiligendamm in Börgerende blockieren. »Dort sind zur Stunde noch immer 1.500 Blockierer auf der Straße.«

Auch die Blockade an der Rennbahn beim Osttor ist seit 11.30 Uhr blockiert. Noch befinden sich etwa 2.000 Menschen dort auf der Straße und bereiten sich auf die Nacht vor.

Die Kampagne »Block G 8« will morgen früh ausführlich auf der Pressekonferenz im Pressezelt Stadthafen über die Desinformation der Polizei informieren, appelliert aber schon jetzt: »Wir fordern alle Medien auf, sich nicht auf ungeprüfte Meldungen der Polizei zu verlassen.« (jW)

06.06.2007, 21:43 Uhr

Provokateur entschärft

Wie der Fernsehsender n-tv berichtete, haben Demonstrationsteilnehmer am Blockadepunkt Galopprennbahn einen mutmaßlichen Polizeiprovokateur zur Rede gestellt und ihn aufgefordert, sich auszuweisen.

Als der Mann der Forderung nicht nachkam, hätten die Demonstranten angefangen, ihn zu verprügeln. Er sei dann von Kräften des anwaltlichen Notdienstes aus der Notlage befreit und zur Linie der Polizisten gebracht worden, die ihn in ihre Reihen gezogen hätten. Wie ein Sprecher des Notdienstes bestätigte, hatten mehrere Demonstranten den Mann in szenetypischer Kleidung als Polizisten erkannt. Einer n-tv-Reporterin berichteten Demonstrationsteilnehmer, er wäre wie »ein gewaltbereiter Autonomer« gekleidet gewesen, und er habe zu Gewalttaten aufstacheln wollen.

2000 Demonstranten halten sich noch in Zaunnähe am östlichen Zugang zum G8-Tagungort Heiligendamm auf.

(jW)

 

06.06.2007, 19:53 Uhr

Blockierer sollen hungern

Die Polizei will die Versorgung der Aktivisten an den Blockadepunkten unterbinden. Wasser und Essen werde nicht mehr durchgelassen, so die Polizei.

Auch die beim Katastrophenschutz von einem anwesenden Arzt angeforderte Versorgung mit Decken wegen der Gefahr von Unterkühlung werde nicht zugelassen. An der Blockade in Rethwisch, wo das Anti-Konfliktteam der Berliner Polizei eingesetzt ist, sagte ein Beamter, der sich Journalisten vor Ort mit dem Namen Wunderlich vorstellte: »Straftätern kann man nicht auch noch Wasser und Essen zukommen lassen. Das paßt nicht in mein Demokratieverständnis.«

(jW) 

06.06.2007, 19:31 Uhr

Polizei macht Stimmung

Die Polizeisondereinheit »Kavala« verbreitet die Eilmeldung, daß an der Kontrollstelle »Galopprennbahn« am Zaun bei Heiligendamm Teilnehmer der Blockade »die Kleidung wechseln, sich vermummen und Schutzkleidung anlegen, sich mit Molotow-Cocktails bewaffnen und Steine aufnehmen«.

Blockade-Aktivisten äußerten sich gegenüber jW besorgt. Die Polizei verbreite nun offensichltlich Falschmeldungen, um eine spätere gewaltsame Räumung der bislang friedlichen Menschensperre öffentlichkeitswirksam vorzubereiten. »Hier vermummt und bewaffnet sich niemand. Wir blockieren friedlich«, versicherte eine Teilnehmer bei »Block G 8« gegenüber jW.

(jW)

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Theater für die kapitalistischen Medien?

Die Organe des bürgerlichen Staatsapparats führten die Randale in Rostock möglicherweise selbst auf. Hinweise darauf mehren sich. Kommunisten-Online dokumentiert einige Quellen.

Siehe: jungewelt

Augenzeugenbericht aus Indymedia:

Rostock: Polizei gewaltausloesendes Element

Der Augenzeuge 02.06.2007 23:47 Themen: G8 Heiligendamm

Die Gewalt wurde von der Staatsmacht in die Demonstration gebracht. Als 'Autonome' verkleidete Polizisten schmissen Steine gegen bereitstehende Robocops, um Gewalt zu provozieren. Teilweise fielen Demoteilnehmer darauf rein und machten mit, andere Demoteilnehmer versuchten, sie davon abzuhalten.

Kurze Darstellung des Ablaufs:

Recht mittig in der Demo laufend, hinter DiDiF und vor anderen Linken, griff eine auf 'autonom' getrimmte Gruppe ausnahmslos ueber 1,90 Meter grosser Maenner eine seitlich stehende Gruppe Robocops an. Die Demonstration war bis hierher voellig friedlich verlaufen und auf die ueblichen provozierenden Drohgebaerden der Polizei wurde seitens der Teilnehmer nicht eingegangen.

Diese offensichtlich geplante Aktion, um Gewalt in die Demo zu bringen, geht definitiv auf das Konto der Staatsmacht.

Zum einen war die Gruppe, wie bereits beschrieben, sehr homogen: Maenner zwischen 25 und 35 Jahren, allesamt sehr gross.

Zum anderen trugen saemliche Mitglieder dieser Gruppe VOELLIG NEUE Kleidung, auf 'autonom' getrimmt -- es war auf den ersten Blick zu erkennen, dass diese Klamotten brandneu aus dem Kaufhaus stammten, und zwar bei allen Mitgliedern dieser Gruppe.

Des Weiteren wurden die Steine vorab sehr offensichtlich praesentiert, d.h. sie waren bereits als Wurfgeschoss vorhanden und es wurde nicht damit hinter dem Baum gehalten. (Kein realer Steinewerfer setzt sich angesichts der massiven Polizeipraesenz dermassen auf den Praesentierteller).

Ferner war unter der fuer Schwarze Block-Mitglieder inkorrekt zu legeren Kleidung Koerperschutz erkennbar; jeder, der bereits auf einer Demo war, weiss, dass man so von der Polizei NICHT in die Demo gelassen wird.

Zu guter letzt war die Aktion konzertiert abgesprochen und man konnte einwandfrei sehen, dass die Gruppe in einem 'nicht ueblichen Sinne Spass' daran hatte -- sie fuerchteten sich in keinster Weise vor Gegenwehr und suchten keinerlei Schutz. Die Gewissheit, dass die Kollegen Ihnen keinen Schaden zufuegen wuerden, fuehrt zu solchem Verhalten.

Als die Aktion der Gruppe begann, machten einige (offensichtlich) unerfahrenere Demoteilnehmer mit -- sie warfen Steine. (Interessanterweise wurden diese Leute kurz nach dieser Intervention in den Haenden der Staatsmacht gesichtet -- haben sich da 'Autonome' ploetzlich gesinnungsmaessig gewandelt und lieferten ihre Kollegen aus?)

Demoteilnehmer versuchten diese auf die Gruppe reinfallenden Menschen davon abzuhalten mit Rufen wie 'Macht da nicht mit!' 'Die sind von der anderen Seite, die Klamotten sind pfuschneu!' 'Die Verarschen euch!' u.ae.

Dadurch, dass ein paar Demoteilnehmer mitgemacht haben und durch die Provokation an sich hatten Polizei und Staat genau das, was sie wollten. Der N24-Nachrichtenwagen fuhr prompt nach dieser Aktion davon...

Leute, lasst Euch nicht von den Bullen provozieren!

Quelle: indymedia

Weitere Links:

indymedia

steinbergrecherche

steinbergrecherche

Auszug aus einer Notiz in „Neue Einheit“:

…Die Demonstration in einzelnen verlangt noch nach näherer Auswertung. Aus den uns vorliegenden Berichten konnten wir bereits entnehmen, daß die Aktionen des sog. Schwarzen Blocks sich in einem bestimmten Randbereich in der Nähe der Standorte der Fernsehteams abspielten. Dort wurden zwei Autos demoliert und angezündet; die Bilder darüber sind in epischer Breite von allen wesentlichen Fernsehsendern übertragen worden. Es hieß, daß diese Schwarzen Blocks auf andere Schwarze, nämlich so gekleidetet Polizisten, gestoßen seien und sich dort die medienträchtigen Schlägereien geliefert haben

Quelle: neue-einheit

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