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Lügen
und Lockspitzel
Demonstranten
enttarnen »Agent provocateur« beim Versuch, bei Gipfelblockaden Krawall
anzuzetteln. Polizei weist Verantwortung von sich
Quelle:
jungeWelt vom
08.06.2007
Von
Jörn Boewe
Gipfelgegner
werfen der Polizei den Einsatz von Lockspitzeln zur gezielten Provokation
von Krawallen vor. Die Demonstranten berichteten am Donnerstag von einem
Polizisten in Zivil, der am Mittwoch Blockierer zu Straftaten habe
anstacheln wollen. Der Mann sei von Demonstranten aus Bremen als Bremer
Polizist identifiziert worden, sagte Henning Obens von der Kampagne Block
G8.
»Er
gehörte zu einer Gruppe von fünf Leuten«, sagte Obens laut AP in
Rostock über den Vorfall vom Mittwoch am Blockadepunkt Rennbahn. Obens kündigte
an, Fotos von dem Mann zu veröffentlichen, falls die Polizei den Vorfall
nicht bestätige. Laut Obens hatten die fünf mit schwarzen Kapuzenpullis
bekleideten Männer versucht, eine Gruppe tschechischer Autonomer
aufzustacheln: »Er hat versucht, mit denen etwa loszumachen.« Daraufhin
seien die Männer von anderen Demonstranten zur Rede gestellt worden. Während
vier von ihnen flüchten konnten, sei ein Mann umringt worden. »Wir haben
ihn aufgefordert, sich auszuweisen oder zu sagen, von wo er kommt«, sagte
Obens. Daraufhin habe der Mann die übrigen Demonstranten nur noch mit »Sie«
angesprochen und jede Auskunft verweigert. Als der mutmaßliche
Zivilpolizist beharrlich alle Angaben verweigerte, sei er zu einer
Polizeikette geführt und dort einer Festnahmeeinheit übergeben worden.
Ein anderer aus der Gruppe sei schon vorher durch die Polizeikette
verschwunden.
Polizeisprecher
Manfred Lütjann vom Führungsstab »Kavala« schloß gestern auf
jW-Nachfrage den Einsatz von Agents provocateurs kategorisch aus: »So
etwas dürfen wir als rechtsstaatliche Institution nicht und tun wir
nicht.«
Sie
dürfen schon: Anders als etwa in Österreich, wo die Strafprozeßordnung
den Einsatz polizeilicher Lockspitzel grundsätzlich verbietet, hält ihn
die deutsche Rechtsprechung – in gewissen Grenzen – für zulässig.
Dennoch, bekräftigte der Polizeisprecher, für »Kavala« sei dergleichen
»definitiv ausgeschlossen« und fügte – ungefragt – hinzu: »Was
andere Sicherheitsbehörden möglicherweise tun, entzieht sich meiner
Kenntnis. Ich kann hier nicht für irgendwelche Verfassungsschützer
sprechen.«
Der
Einsatz von wem auch immer losgeschickter Provokateure paßt jedenfalls
ins Bild diverser Ungereimtheiten und lancierter Falschmeldungen der
letzten Tage. Mehrere Medien, darunter FAZ-Online und Deutsche Welle,
berichteten gestern unter Berufung auf Polizeiangaben, »daß sich
gewaltbereite Demonstranten mit Kartoffeln bewaffneten, die mit Nägeln
gespickt seien«. »Kavala« konnte dies gestern nachmittag nicht bestätigen.
Es gebe keine Erkenntnisse darüber, daß Polizisten mit derartigen Dingen
angegriffen worden seien, sagte Lütjann. Ähnliches hatte der Berliner
Tagesspiegel am Dienstag berichtet. Unter der Schlagzeile »Tiefer
Einschnitt« zitiert das Blatt einen anonymen »hochrangigen
Sicherheitsexperten«, es seien »Früchte und andere weiche Wurfgeschosse«
eingesetzt worden, »die mit Rasierklingen und den Klingen von
Tapeziermessern gespickt waren«. Merkwürdig, daß man auch fünf Tage
nach den vermeintlichen Vorfällen und zwei Tage nach der Veröffentlichung
in der »Kavala«-Pressestelle von derartigen Wurfgeschossen nichts weiß.
Inzwischen haben allerdings diverse Medien – voran die Bild-Zeitung –
die Behauptung ungeprüft aufgegriffen und weiterverbreitet.
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Krawallmacher
enttarnt
Foto
vom Polizeiprovokateur
jWonline:
G 8 spezial
Beiträge
in der Rubrik Nachrichten
07.06.2007,
21:35 Uhr
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Foto:
c/o junge Welt
Gipfelgegner
werfen der Polizei den Einsatz von Lockspitzeln zur gezielten
Provokation von Krawallen vor. |
Am Mittwoch flog einer der staatlichen Krawallmacher am Blockadepunkt »Galopprennbahn«
auf. Laut Kampagne »Block G 8« wurde der Mann von Demonstranten aus
Bremen als Bremer Polizist identifiziert (lesen Sie mehr dazu unter: »Lügen
und Lockspitzel« in der jW vom Freitag). Die Polizei will die Vorwürfe
nicht bestätigen, aber auch nicht dementieren. junge Welt veröffentlicht
nun ein Foto des entschärften Krawallmachers. (jW)
Permalink: http://www.jungewelt.de/g8/?id=222
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Theater
der Rosstäuscher
„Links“partei-Ideologen
Brangsch und Michael Brie
(siehe)
versuchen als Agenten des Kapitals Spaltpilz in die
Protestbewegung zu tragen – auf das Theater der maskierten und
uniformierten Banden des imperialistischen Regimes folgt das Theater ihrer
als links maskierten Lohnschreiber und Agenten.
Von
Anna Heinzberger/9. Juni 2007
Augenzeugenberichte
von den Ereignissen in Rostock belegen sehr glaubwürdig, dass die Gewalttäter
Spezialeinheiten des Staatsapparats waren.
Kapitalismus
benötigt Gewalt geradezu als sein Lebenselixier. Das gilt besonders für
den Kapitalismus in seiner imperialistischen Phase. Für Rostock war
ausreichende Gewalt durch die Demonstranten nicht zu erwarten.
Folgerichtig sorgte das Regime selbst dafür, dass die Demonstrationen und
bestimmte Teile der Demonstranten als gewalttätig erscheinen.
Die
jeweiligen nationalen Monopolbourgeoisien, deren Repräsentanten sich in
Heiligendamm treffen, sind durchweg alle daran interessiert den Protest
der Menschen gegen ihre Machenschaften zu unterdrücken. Eine der Unterdrückungsstrategien
ist es, die Proteste als unrechtmäßig erscheinen zu lassen. Randale ist
zur Erreichung des Ziels zweckmäßig.
Den
gleichen Zweck verfolgen die Massenmedien, die sich durchweg in den Händen
der Monopolbourgeoisie befinden.
Man
darf sicher sein, dass sie Randale erfunden hätten, wenn sie nicht schon
von den beamteten Schlägerbanden, wie bestellt geliefert worden wäre.
Ihr Zweck ist es zu desinformieren. Die verbrecherischen Geschäfte der
Monopole zu verschleiern und zu vertuschen.
Die
Unkenntnis des größten Teils der Bevölkerung über die tatsächlichen
Vorgänge hinter den Kulissen, beruht auf der Unkenntnis von den
Funktionen und dem Zweck der Organe der bürgerlichen Diktatur. Sie lassen
sich blenden vom Schein, den diese erzeugen und erkennen nicht ihr Wesen.
Diese
Unkenntnis kann man ganz sicher nicht politischen Spitzenfunktionären
zubilligen. Es kann davon ausgegangen werden, dass sie eine Funktion für
die Diktatur der Bourgeoisie erfüllen, wenn sie deren Propagandaschau
unterstützen, rechtfertigen und Spaltung in den Protest hineintragen.
Einer
dieser hinterhältigen Versuche kommt aus dem Lager der „Links“partei.
Die Autoren Brangsch/Brie verbreiten einen Text in dem sie die Lügen der
imperialistischen Medien zu den Ereignissen übernehmen.
Nach
viel Gebrabbel und hohlen Worten kommen der Herr Professor und sein Doktor
schließlich zum Kern ihres Anliegens. „Offensichtlich
ist Zeit für einen Bruch. Let’s make it real.“
Spaltung der Antiglobalisierungsbewegung ist ihr Ziel. Das ist nicht
neu aus dem Sumpf der „Links“partei.
Diesen Agenten des Kapitals gelang es schon vorher den Spaltpilz in
die Montagsdemos zu tragen.
Die
Herrschaften gehen sehr geschickt vor und verbergen ihre Ziele hinter
einem ganzen Berg von wohlklingenden Worthülsen, die mit der Realität
wenig zu tun haben um so mehr aber mit Emotion, Moral, Wunsch und
jenseitigen Paradiesvorstellungen, die wirklich werden, wenn nur der
rechte Glaube vorhanden ist. Eine Kostprobe aus dem Hülsenberg:
„moralisch-geistige Überlegenheit“,
heutigen Dimension globaler Probleme“, „neue Philosophie der
Gewaltlosigkeit“, „gerechte
Welt“, „Prinzip eines überwältigenden Konsenses“, usw.
Diese
Worthülsen sind ebenso leer wie die Formel „ein anderer Protest ist möglich“
oder „eine andere Welt ist möglich“. Sie sind deswegen leer, weil
jeder sie mit den eigenen – vor allem emotionalen – Inhalten füllen
soll. So soll die Einbindung des Protest- und Widerstandspotentials von
Vielen in letztlich wirkungs- und ziellose Aktionen erreicht werden, die
danach im Sande verlaufen.
In
Heiligendamm machten wenige Demogruppen und vor allem die beamteten
Terroreinheiten der Innenminister den Propheten des Kapitals einen Strich
durch die Rechnung. Sie füllten die Leerformeln des geleerten
Professoralgespanns mit Ihren Inhalten, ohne den Herrn Professor vorher zu
fragen. Darum ist er jetzt böse und beleidigt.
Im
Übrigen findet man diese Art Leute immer da, wo es gilt der Reaktion und
dem Revisionismus Worthülsen zu liefern.
Es
ist schmutzigbrauner Schaum auf der stinkenden, gewalttätigen Brühe der
Konterrevolution.
Anna
Heinzberger
Michael
Brie ist Chef der PDS-nahen Gustav-Noske-Stiftung
(genannt Rosa-Luxemburg-Stiftung).
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Leserbrief:
Liebe
Genossinnen und Genossen,
Leute
wie den „Herrn Professor und seinen Doktor“ (Anna Heintzberger, siehe)
nennt man zweckmäßigerweise: „Kopflanger“ des Kapitals.
In
der Amsterdamer Innenstadt gibt es „de rosse buurt“ (= das
Rotlichtviertel). Die Prostituierten sitzen dort in den Erdgeschossen
vieler Häuser hinter Fensterscheiben, die von Wand zu Wand und von Boden
bis Decke reichen, auf Stühlen und präsentieren sich etwaigen
Interessenten. An den Eingängen der betreffenden Häuser sind rote
Laternen angebracht, was den Namen des Viertels erklärt.
Leute
wie „der Herr Professor und sein Doktor“ sitzen auf deutlich bequemer
gestalteten Arbeitsplätzen, und sie werden auch besser bezahlt für ihre
Tätigkeiten. Diese sind aber vergleichbar mit dem, was in „de rosse
buurt“ geschieht.
Mehr
noch: die Prostituierten können allenfalls hoffen, gerade so eben über
die Runden zu kommen, sich und ihre Familien gerade so über Wasser zu
halten. Sie handeln aus materieller Not heraus. „Der Herr Professor und
sein Doktor“ hingegen leisten ihren Beitrag dazu, dass viele andere
Menschen in materielle Not gestürzt werden bzw. aus ihr niemals mehr
herauskommen, handeln also aus niederen Beweggründen. Dies ist immer zu
berücksichtigen, wenn wir über Leute wie den „Herrn Professor und
seinen Doktor“ sprechen. Letzterer war übrigens schon vor 20 Jahren
dabei, als die SED und die SPD ihre berüchtigten Gespräche führten.
Rotfront,
Samy
Y. (Niederlande)
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Die
Denunzianten
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Attac-Fürst
und Streikbrecher-„Pitter“ Wahl
Siehe
auch:
Attac
– Streikbruch als Prinzip?
Attac
– so überflüssig wie ein Kropf...
Von
Gerd Höhne mehr |
Dr.
Lutz Brangsch,
Vorstandsmitglied
der „Gustav-Noske-Stiftung“, die sich fälschlicherweise
„Rosa-Luxemburg-Stiftung“ nennt („Links“Partei)
|
Prof.
Dr. Michael Brie,
Vorstandsmitglied
der „Gustav-Noske-Stiftung“, die sich fälschlicherweise
„Rosa-Luxemburg-Stiftung“ nennt („Links“Partei) |
In
der Sackgasse
Sich
wehren müssen: Eine Antwort auf Lutz Brangsch, Michael Brie Co. KG
Von
Hop Sing & Trinity
Quelle: jungeWelt
vom 11.06.2007
Lutz
Brangsch und Michael Brie haben der globalisierungskritischen Bewegung mit
ihrem publizistischen Schnellschuß »In der Sackgasse – oder: Mittel
beherrschen Ziele« (siehe jW vom 7.6.) einen Bärendienst erwiesen. Die
Vorstandsmitglieder der Linkspartei.PDS-nahen Rosa-Luxemburg-Stiftung
legten nach den »gewaltsamen Auseinandersetzungen im Rostocker Stadthafen
am 2. Juni« ein sogenanntes Standpunktepapier vor, das in weiten Passagen
böswillig und anmaßend ist. Argumente und Schlußfolgerungen liegen ganz
auf der Linie des Führungsstabes der Polizei und der sensationslüsternen
Medien. Die offiziellen Schnellgerichte waren noch nicht konstituiert,
da fällten die beiden Vorstandsmitglieder bereits ihr Urteil: Dem »schwarzen
Block« sei »der Respekt vor dem Menschsein der anderen«
verlorengegangen. Die gewaltsamen (Re-) Aktionen eines Teils der
Demonstranten seien nicht nur Ausdruck von Unvernunft, sondern von »Inhumanität«
gewesen. Kleiner war es bei den beiden nicht zu haben. Schöner hätte es
kein Polizeisprecher formulieren können.
Brangsch
und Brie befinden sich mit dieser Einschätzung in guter Gesellschaft. Die
Bild-Zeitung machte am Montag nach der Demo mit der Schlagzeile auf: »Wollt
ihr Tote, ihr Chaoten?«. Der sozialdemokratische Rechtsaußen Johannes
Kahrs forderte künftig Mordanklagen gegen Steinewerfer, seine
Unionskollegen Ole Schröder und Stephan Mayer wollten gar die GSG 9 auf
den Plan rufen, um dem »schwarzen Block« die Leviten zu lesen.
Zwischendurch wurde immer wieder der Dauerbrenner Gummigeschosse ins Gespräch
gebracht. Jedes noch so kaltblütige Vorgehen der Protestierer schien plötzlich
denkbar. Selbst die »Clown’s Army« geriet in den Verdacht, bei ihren
Spaßguerilla-Aktionen den »Angestellten der Staatsmacht« statt Pustefix
üble Chemie ins Gesicht zu blasen. Brangsch und Brie argumentieren da
scheinheiliger, indem sie die von der Süddeutschen Zeitung gestellte
Frage aufgreifen, ob der »schwarze Block« der »legitime ›bewaffnete
Flügel‹ der globalisierungskritischen Bewegung« sei? Eine Schelm, wer
bei dieser Begriffswahl Denunziation vermutet.
Der
Text ist nicht, wie suggeriert wird, eine kritische Auseinandersetzung mit
den Ereignissen vom 2. Juni. Informationen jenseits dessen, was die
Polizei erlaubt, finden sich in keiner Zeile. Statt dessen führten Panik
und Hysterie den Kugelschreiber – und vielleicht auch vorauseilender
Gehorsam, wie die »Bundeskoordination Internationalismus« (BUKO)
vermutet, in der immerhin fast 150 internationalistische Gruppen
organisiert sind. Das allein wäre unüberlegt und feige, aber letztlich
Feuilleton. Viel schwerer wiegt hingegen der Eindruck, daß die beiden
Autoren die Gunst der Stunde nutzen wollten, um den Protest zu spalten und
sich gemeinsam mit einigen Bewegungsfunktionären als Wortführer der »Guten«
zu inthronisieren. Dazu gehört schon eine gehörige Portion Zynismus –
zumal der Text zu einem Zeitpunkt erschienen ist, als die wichtigsten
Widerstandsaktionen rund um Heiligendamm noch bevorstanden.
Die
Abgrenzungsarien von Brangsch und Brie sind ebenso schrill wie aggressiv.
»Das Prinzip eines ›überwältigenden Konsenses‹ muß durchgesetzt
werden. Grenzen sind zu ziehen, oder gemeinsames Handeln ist nicht länger
möglich. (...) Offensichtlich ist Zeit für einen Bruch. Let’s make it
real.« Das klingt wie Peter Wahl vom ATTAC-Koordinierungsrat, der die
Leser des Tagesspiegel wissen ließ, »daß alle, die sich nicht klipp und
klar von Gewalt distanzieren, nicht zu uns gehören. Wir müssen gegenüber
Gewalttätern eine ähnlich harte Haltung einnehmen wie gegenüber
Neonazis: Wir wollen euch nicht bei uns.«
Solche
Einsichten reifen nicht innerhalb von ein paar Stunden. Sie sind Ausdruck
von tiefsitzenden Eigentümerallüren, von Machtansprüchen und vom festen
Willen, sich der politischen Schmuddelkinder zu entledigen. Nur mit weißer
Weste, so die Gewißheit der Brangsch, Brie, Wahl & Co. KG, werde man
bei Hofe vorgelassen und gehört. Wie armseelig das ist, soll schwülstiges
Pathos verdecken. Da ist die Rede von einer anzustrebenden »moralisch-geistigen
Überlegenheit« oder vom »Demonstrationszug der Gewaltlosen« –
abstruse Formulierungen, die letztlich auf ihre Schöpfer zurückfallen.
Wer die (weltweite) globalisierungskritische Bewegung derart
charakterisiert, hat sie schlicht nicht verstanden. Sie ist eine von ihrem
Charakter her explizit kämpferische Gegenbewegung gegen die Unterwerfung
von Mensch und Natur unter die Maxime der Profitmaximierung und Ausbeutung
– kein Forum, um den Beweis anzutreten, daß man ein besserer Mensch als
die bösen Ausbeuter und ihre Büttel ist. Das schließt ausdrücklich
ein, daß bestimmte Formen der Gewalt für eine progressive Bewegung völlig
inakzeptabel sind. Sich gegen einen Polizeiangriff auf eine Demonstration
entschlossen zur Wehr zur setzen, fällt aber sicher nicht darunter.
Für
uns ist es eine Selbstverständlichkeit, daß jede und jeder selbst
entscheidet, welche politische (!) Aktionsform gerade paßt. Und natürlich
sind gemeinsame Verabredungen einzuhalten. Wir lassen uns aber weder von
Brangsch und Brie noch von Leuten wie Peter Wahl schulmeistern. Als
Friedensfreundinnen reichen wir euch trotzdem die Hand: Kommt runter von
eurem hohen Roß! Es ist nämlich nur ein Esel!
»Daß
Du Dich wehren mußt,
wenn
Du nicht untergehen willst,
wirst
Du doch einsehen.«
(Bertolt
Brecht)
siehe
auch:
Theater
der Rosstäuscher, „Links“partei-Ideologen
Brangsch und Michael Brie
versuchen als Agenten des Kapitals Spaltpilz in die
Protestbewegung zu tragen – auf das Theater der maskierten und
uniformierten Banden des imperialistischen Regimes folgt das Theater ihrer
als links maskierten Lohnschreiber und Agenten.
Von
Anna Heinzberger/9. Juni 2007
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