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Berliner
Segnungen:
Wer
bereits etwas hat, bekommt noch was dazu, wer nichts hat, bekommt
höchstens ein Almosen
Von
Gerd Höhne
| Die
Großen fressen die Kleinen |
Gemeinsam
sind wir stärker! |
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Njam,
jam, ich fress dich! |
Hilfe,
Polizei, Bundeswehr!
Die wollen mich fressen! |
Kommunisten-online
vom 20. Dezember 2008 – Die übliche Logik der Regierung: Man
verteile Segnungen und rufe laut, wie großzügig
und human man doch sei, wer es aber bitter nötig hat, wer in der
Armut steckt, geht leer aus oder bekommt ein Almosen.
Jetzt
wird mit großen Theaterdonnen das Kindergeld erhöht – das ist lange
überfällig. Es gibt ab Januar 10,00 bzw. 16,00 € pro Monat mehr
Kindergeld und de Steuerfreibeträge für Kinder werden um 216,00 €
auf 6024,00 € angehoben.
Wer
drunter verdient – und das dürften die meisten Lohnabhängigen sein
– bekommt gar nichts mehr auf Konto.
Es
ist allgemein nicht bekannt, dass bei Hartz IV das Kindergeld komplett
angerechnet wird. Auch die jetzige Erhöhung kassiert der Staat zurück.
Die Kindergelderhöhung bringt ihnen keinen Cent.
Aber
Merkel, Müntefering und Banditen haben nun mal die Spendierhosen an. Es
reicht noch für ein Almosen für die „Bedürftigen“. Die erhalten
100 € pro Schuljahr als „Schulstarterpaket“ für Schulmaterialien.
Um denen aber gleich klar zu machen, dass einmal arm hier immer arm
bedeutet und Bildung nicht für die Armen da ist, werden die Almosen nur
bis zur 10. Klasse bezahlt. Sollte das Kind eines Hartz IV-Opfers auf
die Idee kommen, auf Gymnasium gehen zu wollen, sagt die Regierung:
„Nein“.
Bildung
ist eben das Monopol der Besitzenden. Wer nichts besitzt, kann mal eben
lesen und schreiben lernen – er muss ja in der Lage sein sich mittels
„Bild“ verblöden zu lassen – mehr aber steht ihm nicht zu. Dumme
regiert man nun mal besser.
Ferner
senkt die Regierung die Beiträge zur Arbeitslosenversicherung. Auch
davon haben Arbeitslose nichts – aber gleichzeitig werden die Fördermaßnahmen
der BfA verringert. Das geht nur auf kosten der Arbeitskosen.
Aber
Frau Merkel sonnt sich in ihrer Geberlaune. Man wolle die von der Krise
geschüttelte Wirtschaft damit beleben, meint sie. Das sagte sie schon,
als das Bundesverfassungsgericht die Einschränkung der Pendlerpauschale
– eingeführt von ihrer Regierung im Jahr 2007 – verkaufte sie
lautstark als Teil ihres Pakets zur Konjunkturstützung. Glaube die das
wirklich oder verarschte spie die Menschen im Lande? Ich traue ihr
beides zu.
Aber
all das sind Kleinigkeiten. Die Zocker in den Landesbanken und
Privatbanken, die zig-Milliarden Euro in den Sand setzten, bekommen aus
Berlin einem kräftigen Schluck aus der Pulle. Die Automobilkonzerne
nicht minder. Die Arbeitsplätze sollen gesichert werden.
Ich
bin kein Prophet, verfüge auch nicht über übersinnliche Kräfte, aber
ich sage schon jetzt voraus, dass die Arbeiter von Opel, Mercedes, VW
und BMW auf der Straße landen werden, wenn sie nicht mehr gebraucht
werden, weil die Konzerne auf ihren Kutschen sitzen bleiben.
Der
„Gipfel“ letzter Woche, bei der die größten Konzerne gesagt
hatten, sie wollten auf betriebsbedingte Kündigungen verzichten, ist
nichts als warme Luft. Obwohl die Gewerkschaftsbosse das freudig begrüßen,
relativierte das die übrige Wirtschaft sofort.
Aber
auch die Bosse der ganz großen Konzerne haben nur gesagt, dass sie das
das anstreben und auch nur im nächsten Jahr. Im Zweifel halten spie
sich nicht an diese Zusage, wie weiland die Zusage jeden Jugendlichen
einen Ausbildungsplatz zur Verfügung.
Die
Handlungen der Herrschenden im Kapitalismus nützen nie den Massen. Ist
das manchmal scheinbar doch der Fall, dann sehe man genau hin und man
wird erkennen, es ist reine Verdummung der Massen.
G.A. |