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Protestler
gegen Sozialräuber Müntefering vor Gericht gezerrt
Von
Gerd Höhne/8. November 2007
Protestler
gegen Sozialräuber Müntefering vor Gericht gezerrt
Von
Gerd Höhne/8. November 2007
Der
1. Mai 2005 sollte, so schwebte es dem SPD-Landtagsabgeordneten und
DGB-Chef von Duisburg Reiner Bischof vor, dem damaligen SPD-Chef Müntefering
zu Wahlkampfparty umfunktioniert werden. Bisher waren die
DGB-Mai-Veranstaltungen in Duisburg immer nett verlaufen – die SPD
hatte sie voll in der Hand. Böse Linke blieben außen vor – sieht man
mal von einer Sache 1998 ab, wo der DGB auf Druck der Polizei seine Demo
absagte – es könnten Kurden dran teilnehmen. Und prompt gab doch es
eine Demonstration, organisiert von linken Gewerkschaftern von Thyssen.
Der DGB bestellte damals massenhaft Polizei an den Platz der Kundgebung,
die dann in voller Kriegsbemalung die Rednertribüne „schützte“.
Der damalige Hauptredner – klar, von der SPD – beschwerte sich
danach, weil die Polizei nicht gegen „Pfui“-Rufer vorgegangen sei.
Im
Jahr 2005 soll nun Müntefering seine Show abziehen können. Er war
schon damals als aktiver Macher des Sozialraubs berüchtigt. Noch nicht
Minister, aber SPD-Chef.
In
Duisburg, einer Stadt mit einer Arbeitslosenquote ganz oben in der
Statistik, war das eine Provokation und wurde auch so aufgenommen. Also
formatierte sich Protest.
Am
1. Mai 2005, Müntefering begann seine Rede, in der er Hartz IV lobte,
gab es von einigen Hundert ein Pfeifkonzert. Um das Pfeifen noch zu
verstärken, schickten einige Protestler dem vorn stehenden und
schwadronierenden Sozialräuber einige nahrhafte Produkte
niederrheinischer Hühner – Einer genannt –
via Werfen hinüber. Müntefering musste am nächsten Tag seinen
Maßanzug in die Reinigung bringen lassen. Ebenso die Polizisten, die
Ihre Schilde schützend vor Müntefering halten mussten, so quasi
zwangsläufig einen Eieranteil ab bekamen.
Die
Polizei nahm einige der Protestler fest. Gegen einen wurde ein
Strafverfahren eröffnet,
bei dem er zu 1350 € Strafe verurteilt wurde. Gegen ihn geht jetzt der
Prozess in die 2. Instanz.
Am
14. November 2007 um 10:30 Uhr
im
Landgericht Duisburg, König-Heinrich-Platz 1, Raum: 256
geht
die 2. Prozessrunde gegen einen Protestler gegen Sozialraub und dessen
Macher Müntefering statt.
Weisen
wir die Justiz in ihre Schranken!
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