Der Krieg der herrschenden Klasse gegen das Volk

Wichtige Rubriken und Beiträge

+++Neu+++

Newsletter bestellen

zur Homepage

Der Krieg der herrschenden Klasse gegen das Volk

Kampf den ideologischen Diversanten

Für den Aufbau der Kommunistischen Partei Deutschlands

Gegen den imperialistischen Krieg

Black Channel

Betrieb&Gewerkschaft

Bildung, Kultur & Wissen

Wider den Block der
Rechten und Trotzkisten

zur Geschichte
der internationalen kommunistischen und Arbeiterbewegung

Wissenschaftlicher Sozialismus

Aus den Ländern

Links

Impressum

Archiv

Intern

Proletarischer Internationalismus

zurück

Kneipengespräch ist dieser SPD-Parteitag schlicht nirgendwo:

WEN AUSSER SICH SELBST WOLLEN DIESE SOZIALDEMOKRATEN NOCH ÜBERZEUGEN?

von Jens-Torsten Bohlke, Redaktionsmitglied

Exklusiv für K-Online am 15. November 2009. – Es ist ja kaum zu fassen, was dieser Führungsklüngel jener politisch farblos, da „mittigen“ und zwischen allen Stühlen aller Kapitalfraktionen sitzenden bis durchfallenden SPD sich da auf seinem Parteitag als „spannende Zeit“ der „Selbstfindung“ verkaufen will, wie es Steinmeier herunterleierte. Und so eine „Selbstfindung“ bräuchte es laut ehemaligen Geheimdienstkoordinators Steinmeier „mal wieder“. Haben ihm dies seine „Dienste“ geflüstert oder als Textbaustein mitgeliefert?

Viele Jahrzehnte lang machte sich die FDP ihren Namen damit, ständig nach ihrem „Profil“ zu suchen. Denn es fiel der Partei der Großbankiers naturgemäß schwer, dem Volk sozialpalaverisch wenigstens etwas an Inhalt anzubieten. Jetzt regiert die FDP an der Seite der CDU und will von diesen Problemen vorerst nichts wissen. Es scheint, als singe jenes Küchenkabinett der SPD nun das alte abgedroschene FDP-Lied von der Suche nach politischem Profil.

Der angebliche Erneuerer der SPD ist das körperliche Schwergewicht Sigmar Gabriel, verstärkt durch Andrea Nahles. Dabei bemüht sich die bürgerliche Medienmaschinerie nach Kräften, den dicken Gabriel nicht als Bonzen, sondern als Menschen mit Volksnähe hinzustellen. Und das Chamäleon Nahles wird von den bürgerlichen Meinungsmachern schon penetrant mit dem Etikett der einstigen „Parteilinken“ angepriesen. Wo alle wissen, daß Nahles sich längst bei den „Mittigen“ angeschlossen hat und genauso Beliebigkeitspolitik betreibt, wie es die bürgerlichen Parlamentarier allesamt tun.

Müntefehring wurde sozusagen in Rente geschickt, um daraus eine „Erneuerung“ und einen „Führungswechsel“ mit „Verjüngung“ vorzutäuschen. Was für eine Show, die da ein paar eitle Typen für sich selbst abziehen?!

Der Leitantrag des Parteivorstandes an den Parteitag der SPD enthielt inhaltlich nichts Bemerkenswertes, sondern lediglich ein klares „Weiter so wie bisher“. Weiter so mit der Bundeswehrbeteiligung in Afghanistan, dem Sozialabbau in Deutschland, der sozialreformistischen Politik des Verrats an den Interessen der arbeitenden Klassen. Seit geschritten wird Seit' an Seit' mit dem Finanzkapital!

Gegen diesen Leitantrag sprachen sich in einigen Punkten Parteitagsdelegierte aus. Lediglich im Punkt Wiedereinführung der Vermögenssteuer konnten Leitantragsgegner eine Änderung erreichen.

Aber sonst? Nur 40 von 500 Delegierten wollten die Rente mit 67 zurückgenommen haben. Man kann also davon ausgehen, daß 460 von 500 SPD-Parteitagsdelegierten so gut ausgesorgt haben, daß sie nicht bis 67 als Bergmann, Landarbeiter, Putzkraft, Bauarbeiter, Lehrer oder Krankenpfleger ausgebeutet werden würden. Leider erfahren wir nirgendwo etwas über die soziale Zusammensetzung der Delegierten auf diesem SPD-Parteitag, denn dies wäre mal aufschlussreich. Klar ist, daß es sich als Fuzzi äh Funktionär oder Professor oder Fraktionsmitarbeiter oder sonstiger Sesselfurzer auch mit 70 noch ganz gut arbeiten lässt. Diese Beamten-Klientel a la Steinmeier scheint reichlichste unter den Parteitagsdelegierten der SPD vertreten gewesen zu sein.

Erhard Eppler ließ die Parteitagsregie diesmal reden. Jenen 83 Jahre alten Sozialdemokraten, der seit Jahrzehnten kaltgestellt worden war. Bis nach Israel auf den Botschafterposten hatten sie ihn abgeschoben, um an ihrer asozial zu nennenden Politik des Sozialabbaus einen einst nennenswert starken innerparteilichen Kritiker auszuschalten. Hochbetagt und völlig unfähig den neuen Spitzenmann der SPD abzugeben, durfte Sozialexperte Eppler nun noch mal mit einer Parteitagsrede loslegen. Dies war reine Symbolik auf diesem Treffen der Demagogen und geriet zur öffentlichen Posse!

Eppler selbst machte sich dabei zum Demagogen wie nie zuvor. Er formulierte laut SPD-Website beispielsweise: „Denn als einzige Partei in Deutschland habe die SPD die Irrtümer aus der in den vergangenen Jahren dominierenden marktradikalen Ideologie überwunden. Ihr komme die Aufgabe zu, den marktwirtschaftlichen Wettbewerbsgedanken nicht in der Gesellschaftspolitik zuzulassen.“ Und an anderer Stelle seiner Rede: „'Wir wollen das Ende der Ego-Feier, das Ende des Homo Oeconomicus', fasste Eppler den sozialdemokratischen Auftrag zusammen.’Wir wollen zwar eine Wettbewerbswirtschaft, aber keine Wettbewerbsgesellschaft.'„

Wir fragen: Wen im Volke bitte, reißt dies vom Sessel? Wer, bitte, sieht in dieser SPD nur seine politische Heimat oder auch nur ansatzweise seine politische Interessenvertretung?

Die SPD versetzt sich da selbst den weiteren Stoß in den Abgrund der Bedeutungslosigkeit. Sie zeigt sich unfähiger denn je, zu ihrer einst traditionellen Stärke als Partei mit Verankerung in der Arbeiterbewegung zu finden. Mit ihrer billigen Show unterhielten sich ihre Galionsfiguren bestenfalls selbst. Kneipengespräch ist dieser SPD-Parteitag schlicht nirgendwo. Mit dem für diese Schaumschlägerei ausgegebenen Geld hätte besser die Weihnachtsfeier für Obdachlose in etlichen bundesdeutschen Großstädten ausgerichtet werden sollen von der SPD. Dies hätte wenigstens ein paar zeitweilige Sympathien gebracht. Aber dies entspricht ja nicht dem Ego ihrer Kapitäne.

Wir Kommunisten tun gut daran, von der SPD rein gar nichts zu erwarten. Letztlich müssen wir uns wie die gesamte Arbeiterklasse auf uns selbst verlassen. Und so vernehmen wir den Abgesang der SPD ohne Rührung.

Quellen:  http://www.spd.de/

http://www.welt.de

zurück

Spenden für die Homepage: Günter Ackermann, Konto-Nr.: 433 407 436,
IBAN DE62 3601 0043 0433 4074 36., BIC PBNKDEFF, BLZ: 360 100 43
Postbank Essen. Verwendungszweck: Homepage 
(Bitte eMail-Adresse und Verwendungszweck immer angeben!)

  Bitte immer angeben!