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Offener
Hartz-IV-Vollzug für die Erwerbslosen der abhängigen Lohnarbeit in der
Germany AG.
Oder:
Wo
Hartz-IV-Empfänger am häufigsten sanktioniert werden.
Von
Reinhold Schramm
Kommunisten-online
vom 13. August 2010 – Offener Vollzug: "Der offene Vollzug
unterscheidet sich vom geschlossenen Vollzug dadurch, dass im offenen
Vollzug keine oder nur verminderte Vorkehrungen gegen Entweichungen
getroffen werden." Siehe: Die Residenzpflicht für Arbeitslose und
Hartz-IV-Opfer der Lohnarbeit. Der offene Vollzug "bedeutet die
freiwillige Einordnung des Insassen in ein System der Selbstdisziplin,
der Gemeinschaftsfähigkeit und Eigensteuerung" - für die Kapital-
und Profitinteressen von BDI und BDA-Klientel - "und ist die letzte
und wichtigste Stufe zur 'Einübung der Regeln des freien Lebens'
(Resozialisierung)." - Dafür sorgen auch die 'freiheitlichen' und
'demokratischen' Spezial- und Sozialpartner des staatsmonopolitischen
Kapitalismus in bürgerlichen Parteien und Gewerkschaften,
Bundesregierung und Parlamentsmehrheit und analogen
Verbildungseinrichtungen der imperialistischen Kapitalgesellschaft. (*)
Eine
aktuelle Karte der Überwachungsagentur für Reservearbeitskräfte des
BDI-BDA-Kapitals offenbart, welche Überwachungsämter der Bundesagentur
für Arbeit und Kommunen besonders häufig Sanktionen gegen
Hartz-IV-Empfänger aussprechen. Demnach verhängen viele Strafen die
Arbeitsagenturen im Süden. Laut deutsche Bildungszeitung hagelt es die
meisten Strafen in Kelkheim: Dort erhalten 6,2 Prozent aller nicht
ausreichend Hartz-IV-Anpassungs- und Resozialisierungsfähigen eine
Bestrafungsmaßnahme (siehe: "Offener Vollzug"). Dagegen verhängen
die Resozialisierungs- und Arbeitsdisziplinierungsagenturen im Osten der
Germany AG weitaus seltener Strafen. Auf Anfrage erläutert die
Bundesagentur für Reservearbeitskräfte die Hintergründe für die
Unterschiede zwischen Ostdeutschland und Westdeutschland. Demnach wären
mitnichten die Arbeitskräftevermittler in Bayern oder Baden-Württemberg
strenger oder fieser als ihre Aufsichtspartner im Osten zur Reservearmee
der Arbeit. Der Pressesprecher der Bundesagentur für Arbeit sagte:
"Die Unterschiede resultieren daraus, das dort besonders viele
Sanktionen ausgesprochen werden, wo es auch entsprechend viele Angebote
gibt." - Anm.: Über die Lohnhöhe und die Bedingungen der
"Arbeitsangebote" gibt es keine Meldung. Grundsätzlich gilt
stets die geleugnete staatlich geforderte Prinzipienlosigkeit:
Arbeitsaufnahme für jeden Preis.
Weiter
heißt es in der Meldung: Da in vielen ostdeutschen Gemeinden die
Arbeitsagenturen den Hartz-IV-Empfängern aufgrund der dortigen Lage am
Arbeitsmarkt weniger Angebote aussprechen können, gibt es in
Ostdeutschland entsprechend auch weniger Sanktionen. Und: 'Denn wo
weniger Stellen für Arbeitslose angeboten werden, gibt es auch weniger
Arbeitsverweigerer'. Die 'Arbeitsverweigerer' währen ein Hauptgrund für
die Verhängung von Sanktionen (Resozialisierungsmaßnahmen bzw.
Zurichtung für die abhängige Arbeit). Weitere Gründe für
'Sanktionen' gegen Erwerbslose wären verspätete Meldungen bei der
Arbeitsagentur oder eine 'Pflichtverletzung'.
Im
Jahr 2009 wurden bei 126.946 Langzeitarbeitslosen die Leistungen
komplett gestrichen. Die Gesamtzahl der Langzeitarbeitslosen lag bei 4,9
Millionen (2009). Im Jahr 2008 lag die Gesamtzahl der
Langzeitarbeitslosen bei 4,8 Millionen. 2008 wurde bei 131.443 Menschen
im 'Offenen Vollzug' der Reservearmee des Kapitals die komplette
Reproduktionsleistung (zum Lebensunterhalt) gestrichen.
Quelle
vgl.: t-online.de - am 04.08.2010: "Wo Hartz-IV-Empfänger am häufigsten
sanktioniert werden".
http://wirtschaft.t-online.de/wo-hartz-iv-empfaenger-am-haeufigsten-sanktioniert-werden/id_42447920/index
(*)
Vgl.: Offener Vollzug. Anm.: Analogien zu Hartz-IV und Lohnarbeit sind
nicht zufällig. = "Im Idealfall heißt dies konkret: Der Gefangene
verlässt morgens die Anstalt und begibt sich zu seinem
Arbeitsplatz."
Siehe:
http://de.wikipedia.org/wiki/Offener_Vollzug
04.08.2010,
Reinhold Schramm |