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Weder fand Herr Westerwelle
die Lohneinbußen der Arbeiter groß genug, noch konnte ihn die Einführung
von Studiengebühren zufrieden stellen
Von
whs
Arbeiterkorrespondenz auf Kommunisten-online vom 4. August 2009 – Die
Plakate zeigen es, es wird ernst. Jede Partei versucht sich in einem
guten Licht darzustellen. Heute möchte ich mich der einstigen Spaßpartei
mit dem Guidomobil, der FDP, widmen. Ihre Plakate hängen nun schon
einige Tage in unseren Straßen. Und die meisten Aussagen las ich doch
mit einiger Verwunderung.
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Damit die kleinen Unternehmen nicht von den Großen gefressen werden
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Bildung ist für alle
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Bildung muss frei sein
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Arbeitsplätze sichern
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Mehr Netto vom Brutto
Ich
kann mich erinnern, dass ein Politiker immer wieder ein Haar in der
Suppe fand, als Herr Schröder (seines Zeichens Kanzler der BRD im
Auftrag der SPD) die Agenda 2010 erfand. Herrn Westerwelle ging damals
der Sozialabbau nicht weit genug. Weder fand er die Lohneinbußen der
Arbeiter groß genug, noch konnte ihn die Einführung von Studiengebühren
zufrieden stellen.
Plötzlich
ist die FDP erfüllt von der Vision, dass Bildung dem ganzen Volk zugute
kommen muß? Wer soll Ihnen das glauben, Herr Westerwelle? Ich glaube es
Ihnen nicht. Und so wie es auf den Plakaten steht, versuchen Sie die Bürgerinnen
und Bürger der BRD hinters Licht zu führen. Nach dem Strafgesetzbuch
ist das Betrug, Herr Westerwelle!
Bildung
muss frei sein? Frei wovon? Frei vom Lohnbeutel der Eltern? Frei von
ideologischen Beschränkungen? Oder frei von Arbeiter- und
Bauernkindern? Ich glaube Ihrer Karrieristenpartei keine einzige Silbe
auf den Wahlplakaten. Halt, doch! Die erste und die letzte Aussage
glaube ich gerne. Natürlich sollen da noch ein paar kleine Karpfen im
Teich der großen Hechte herumschwimmen, macht ein schöneres Bild. Und
mehr Netto für Kapitalistens macht sich auch gut. Übrigens, da
verstehe ich Ihre Aversion gegen die SPD nicht. Die haben doch den Weg
frei gemacht. Ach so, ja, die SPD schaffts wahrscheinlich nicht. Na ja,
da bleibt nur die CDU/CSU. Aber, Herr Westerwelle, da kriegen Sie auch
Probleme, Herr Seehofer hat nämlich so ähnliche Slogans erfunden.
Hoffentlich macht er Ihnen das nicht streitig.
Na
ja, ich wünsche Ihnen alles Gute. Das Wahlvolk wird es schon nicht bald
merken, dass Sie es über den Löffel balbiert haben. Und beim nächsten
Mal fallen Ihnen bestimmt einige noch größere Lügen ein.
Rot
Front
Werner
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Bundesengelchen:
„Ich
werbe dafür, dass ich glaube, dass wir dafür gute Konzepte haben.“
–
Für
weiteren Sozialabbau haben sie Konzepte!
Von
whs
Arbeiterkorrespondenz auf Kommunisten-online vom 22. August 2009
– Unser Bundesengelchen taucht nun auch wieder des Öfteren im
Fernsehen auf. Gestern hat sie sich zum „Forum Pariser Platz“
einladen lassen. Sie ließ auch wieder einiges gucken, wo dann der
normale Bubü (Bundesbürger) staunen konnte.
„Im
20. Jahr des Mauerfalls ist dieses Land wiedervereinigt.“ Nach Kohl
war das schon wesentlich früher. Aber sei´s drum. Mir fehlt bis jetzt
noch Einiges an der Wiedervereinigung. Da gibt es immer noch
Unterschiede in der Bezahlung von Arbeitern, Angestellten bis hin zu
Beamten. Da haben die Rentner in Ost und West immer noch
unterschiedliche Rentensätze. Das Einzige, was der Osten dem Westen des
Landes voraus hat, sind die inzwischen vielfach besseren Straßen. Dass
dabei oft Solidaritätszuschläge verpulvert wurden, sei aber auch erwähnt.
Da musste das Geld für Sachen genutzt werden, ob es Sinn machte oder
nicht.
Bis
2020 (an anderer Stelle bis 2015) will die CDU die Ausgaben für Bildung
und Forschung auf gewaltige 10% treiben. Hoffentlich kommt nichts
dazwischen. Und hoffentlich ist dann dieses unsägliche Bildungssystem
überwunden, das Unbildung festschreibt.
Frau
Merkel meinte, die soziale Marktwirtschaft sei in Europa und Deutschland
entstanden als Reaktion auf die erste Weltwirtschaftskrise. Nun war die
meines Wissens in den Jahren 1929 bis 1931. Hat sich Frau Merkel verquer
ausgedrückt, oder habe ich etwas falsch verstanden. Ich hoffe, beides
trifft zu. Denn das Ergebnis der Weltwirtschaftskrise war in Deutschland
der Faschismus, natürlich unter starker Förderung der Bourgeoisie
(siehe Faschismusdefinition von Georgi DIMITROFF).
Zur
Frage, ob es unter Schwarz-Gelb keinen Sozialabbau gebe, meinte Frau
Merkel: „Ich werbe dafür, dass ich glaube, dass wir dafür gute
Konzepte haben.“ Nun gut, werben dass sie glaubt, aber wofür haben
sie nun gute Konzepte? Für Sozialabbau? Das glaube ich ihr so, da
braucht sie nicht zu werben. Für Arbeitsplatzsicherung und Schaffung
neuer Arbeitsplätze? Dazu Frau Merkel: „Immer wenn eine Zahl genannt
wurde, hat´s nicht geklappt.“ Unser Bundesengel wird doch nicht
abergläubisch sein? Ihr Pfarrer hört das bestimmt nicht gern. Als Frau
Merkel vorgehalten wurde, dass Umfragen in Deutschland zeigen, dass das
Volk das Ende des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr verlangt, ließ
unsere Kanzlerin ihr ganzes Demokratieverständnis heraus und äußerte:
„Umfragen sind Momentaufnahmen. … Politik kann nicht nach Umfragen
gemacht werden. … Ich glaube nicht an Umfragen.“ Langer Rede kurzer
Sinn, was wollen die Deppen, die sollen mich wählen und machen lassen.
Soviel Demokratie ist mir dann doch ein bisschen zu viel. Frau Merkel möge
sich bitte selber wählen.
„Wir
haben uns vorgenommen, unter Akzeptanz der afghanischen Regierung, ein
Land zu machen, das seine eigene Sicherheit verteidigen kann. … Wir
tun das aus deutschem Interesse, für die eigene Sicherheit.“ Hätte
Deutschland sich nicht in Afghanistan eingemischt, wäre auch unsere
Sicherheit aus dieser Richtung nicht bedroht. Aber man musste ja,
Deutschland ist ja wieder wer. Wie lange wird es noch dauern, bis am
deutschen Wesen wieder die Welt genesen wird? Einmischung in innere
Angelegenheiten eines anderen Landes nennt man so etwas. Aber Glück,
Afghanistan hatte „damals keine Regierung“. Nein? Hatte keine? Wie
sonderbar. Aber damit nicht genug. Nun ist es an der Zeit auch den II.
Weltkrieg zu gewinnen. Man macht jetzt auch den Russen schon
Vorschriften, was sie in ihrem Lande zu tun und zu lassen haben. Frau
Merkel ist sich nicht zu schade, bei der Strafverfolgung in Rußland
Gerechtigkeit zu fordern. Könnte sie nicht erst mal Gerechtigkeit in
Deutschland fordern?
Von
Durchsetzen will ich ja noch gar nicht sprechen.
Es
gäbe noch so viel zu schreiben. Aber es ist halt immer wieder die
gleiche Leier. Das tumbe Volk soll als dumm verkauft werde, ihm wird
Honig um´s Maul geschmiert, denn es geht ja um Pfründe. Nach der Wahl
ist sowieso alles egal. Da können unsere Politiker wieder treiben, was
sie wollen. Und wir? Wir schauen wieder mal in die Tüte. Aber eines
Tages wird das Volk unter Führung der Arbeiterklasse diese Tüte
aufblasen. Der folgende Knall wird ein gewaltiger sein.
Rot
Front
Werner |