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„Diese
Schädlinge müssen rücksichtslos vernichtet werden“
(Lüttwitz über die Arbeiterbewegung)

Bild:
General
Walther Freiherr von Lüttwitz
und Reichsminister Gustav Noske SPD (Bluthund Noske) im trautem
Gespräch (1920) |
Das
Prinzip Westernwelle in Zeiten von „Hartz IV“ –
oder:
Die
Technik der Diffamierung der postfaschistischen Ideologen des
Kapitals
Von
Reinhold Schramm
Kommunisten-online
vom 18. Februar 2010 – General Lüttwitz im September 1919
in einem Schreiben „an den Herrn Reichsminister“ den verstärkten
Kampf gegen die Gewerkschaften und die Organisationen der
Arbeiterbewegung: „...
Zwei Dinge tun not: Arbeit und Ordnung! Beide können wir
haben, aber nicht mit Worten. Die Versuche, das Volk durch Milde
und Zureden zur Annahme von Arbeit zu bringen, sind vergeblich
gewesen. Nur Zwang wird das Volk zur Arbeit bringen. Daraus
ergeben sich folgende Notwendigkeiten: |
1.
Vernünftiger Abbau der Arbeitslosenunterstützung. Der Grundsatz: Wer
nicht arbeitet, soll auch nicht essen, muss wieder, wie früher, zur
Geltung kommen. Gewiss ist Arbeitslosenunterstützung notwendig. Wirkt
sie aber als Stütze der Faulheit, ist sie ein Verbrechen.
2.
Unbedingtes Verbot politischer und wirtschaftlicher Streiks. Über
ersteres ist kein Wort zu verlieren. Auch die wirtschaftlichen müssen
durch schiedsgerichtliche Zwangsverfahren ausgeschlossen sein ...
Diese
Schädlinge müssen rücksichtslos vernichtet werden, Kampf bis aufs
Messer gilt es diesen staatsfeindlichen Elementen gegenüber. Rigorose
Unterdrückung ihrer Presse und ihrer führenden Persönlichkeiten ist
das einzige wirksame Mittel ...“
Zur
Diffamierung gehört notwendig Einseitigkeit (schlecht machen,
verschreien). Wo diffamiert wird, kann nicht mehr diskutiert werden. Wo
die Argumente fehlen, wird zu Andeutungen, Verdächtigungen und
Unterstellungen gegriffen. Der Gegner wird gebrandmarkt, man kann mit
dem Finger auf ihn zeigen. Der Diffamierende spekuliert auf die
tiefenpsychologischen Ressentiments der Öffentlichkeit, auf die
unterschwellig vorhandenen Gefühle und Vorurteile, die verhaltenen
Aggressionen (rassistischer, nationalistischer, sozialdarwinistischer ,
-feindlicher Art). Wichtig für die Diffamierung ist nicht nur so sehr
ihr Inhalt, sondern ihre Methode - die einer ständigen, einhämmernden
Wiederholung mit dem Hintergedanken: Etwas wird schon hängen bleiben!
Da
wird z. B. ein 'negativer' Zug des „Gegners“ herausgegriffen: eine
menschliche Schwäche, einkörperlicher Fehler etc. - und als das
Typische für diese Menschen dargestellt. Oder ein Mensch wird
herausgegriffen, als „typisch“ für seine Rasse, seine Nation oder
seine (gesellschaftspolitische) Überzeugung gezeichnet, und schon
trifft man, indem man ihn (vorläufig noch) verbal schlägt, mit ihm die
ganze Gruppe, die man treffen will.
Für
Diffamierung gibt es keine objektiven Beweise. Die Pseudo-'Beweisführung'
besteht in einer ständigen Wiederholung der anfänglichen Behauptung(en),
die durch Hinzuerfinden neuer Details glaubhafter gemacht werden soll.
Das ergibt dann eine Kette von Tatsachen, Halbwahrheiten und
Erfindungen, die der Uneingeweihte nicht zu entwirren vermag, die ihm
aber als psychologischer „Ohrwurm“ nicht mehr aus dem Kopf gehen.
Diffamierung
vereinfacht komplizierte Gedankengänge, verkürzt Entwicklungslinien
auf Schlagworte, bietet Ergebnisse in Form von Slogans an, die nicht
mehr hinterfragt werden wollen.
Die
Diffamierung ist eine Meinungsmache, eine Art Heckenschützenkrieg, die
bewusst auf eine unkritische Öffentlichkeit abzielt, von deren Einverständnis
sie sich dann einen Blankoscheck erwartet, um gegebenenfalls dann auch
physisch die „Gegner“, die „Unbrauchbaren“, liquidieren zu können.
Auch
deshalb ist es immer wieder notwendig, an die Kontinuität der Hetze und
Diffamierung zu erinnern, an jene „Blutlinie“, die zur Verfolgung
von Demokraten, zu Morden und Massenvernichtung führte.
Vgl.:
Die Technik des politischen Rufmordes. Raith Verlag Starnberg 1974.
(Herausgegeben vom Presseausschuss Demokratische Initiative '74)
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