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Kommunistische
Initiative Wien/Österreich:
Große
Koalition für Millionäre, Konzerne und EUROKraten
SPÖ-Bonzen
im Liegen umgefallen
Protestkundgebung zur Angelobung
Donnerstag, 11.01., 10.00 Uhr
Wien, Ballhausplatz
Quelle:
KI-Infomail
Nach
der weitgehenden Aufteilung der Pfründen steht jetzt endgültig
fest, dass die SPÖ-Verantwortlichen um Gusenbauer (und dazu zählen auch
die 75 Prozent Handerlheber und Grüßauguste des Parteivorstandes der SPÖ)
einmal mehr im Liegen umgefallen sind, gegenüber den eigenen Wählerinnen
und gegenüber den so oft zitierten kleinen Männern und Frauen, für die
man vorgibt, Politik zu machen. Die Eurofighter bleiben – im Interesse
des EU-Imperialismus. Die Studiengebühren – vor allem zum Schaden
der Arbeiterkinder – auch. Wohl nur die SPÖ konnte sich den widerwärtigen
Zynismus mit einem Arbeitsdienst für finanzschwache Studentinnen
erlauben, dieser Plan könnte von Haider oder Strache stammen. Die Mängelverwaltung
des österreichischen Bildungsunwesens wird in geteilte Hände gelegt, es
finden sich aber keine Vorschläge, wie man der Bildungsmisere begegnen
kann.
Die
ersten Lobesstimmen zeigen, woher der Wind weht: Kapitalisten-Boss Veit
Sorger ist nicht in Sorge, sondern voller Lob, ob des Mutes und der künftigen
Schaffenskraft dieser kommenden Regierung. Und Wirtschaftskammer-Präsident
Christoph Leitl ist überzeugt, dass die Schwerpunkte der neuen Regierung
„den Wirtschaftsstandort Österreich stärken werden“. Besonders begrüßte
Leitl, dass Wirtschaft und Arbeit – wie im einstigen
austrofaschistischen Ständestaat – in einem Ministerium
zusammenbleiben. Das Wein-Kabinett Gusenbauer wird die Interessen der
Klientel Sorgers und Leitls, der Industriellen, der Konzerne wacker
vertreten, darauf können diese jetzt schon mit edlen Toskana-Tropfen
anstoßen. Erste Zeichen sind am Horizont schon sichtbar: Erhöhung der
Sozialversicherungsbeiträge zu Lasten der einfachen ArbeiterInnen und
Angestellten, während die Höchstbeitragsgrundlage für die Großverdiener
unangetastet bleibt. Und auch die geplante Erhöhung der Mineralölsteuer,
die auf die Preise umgeschlagen werden, wird vor allem die
ArbeitnehmerInnen belasten.
Der
unappetitlichen Vorstellung des Standard, dass „Alfred Gusenbauer
Bundeskanzler - mit heruntergelassenen Hosen“ sei, wollen wir hier nicht
folgen, denn Gusenbauer lässt ja wie all die anderen, bisherigen SPÖ-Bonzen,
vom Millionär Androsch über den Stronach-Rudas oder den VW-Klima bis zur
Siemens-Gitti Ederer, nie die eigenen, sondern stets die Hosen der eigenen
Parteimitglieder, AnhängerInnen und WählerInnen herunter. Sie selbst
sind zunächst ja wohlversorgt durch Politikerprivilegien, über die in
den Koalitionsverhandlungen einmal mehr der Mantel des Schweigens
gebreitet worden war. Und verschwinden sie aus der Politik, so werden sie
eben von irgendeinem Konzern eingekauft.
Und
in die Fixierung der auf 180 Seiten festgeschriebenen, kommenden sozialen
Grausamkeiten der künftigen Regierung hat man seitens der
SozialdemokratInnen von vornherein den auf den Hundstorfer gekommenen ÖGB
mit eingebunden. Und willfährig wird sich der nicht schlafende, sondern
inzwischen tönerne und durch sozialdemokratische Defraudanten zerzauste
ÖGB der „sozialdemokratisch geführten“ Regierung Gusenbauer gegenüber
verhalten, das steht jetzt schon fest. Und dies gilt wohl auch für die
Beibehaltung der asozialen Pensionsregelungen der bisherigen Regierungen
und für alle künftigen weiteren Anschläge auf die Pensionen und das
Sozialsystem.
Also:
Was tun ? Nur durch die Entwicklung von entsprechendem Druck von unten,
durch Klassenkampf, durch soziale Aktionen, Streiks und Demonstrationen können
weitere Asozialitäten abgewendet oder zumindest gemildert werden. Dazu
bedarf es einer stärkeren und kämpferischeren Bewegung als jene
sozialdemokratisch-halblink-grüne Bewegung gegen Schwarzblau. Packen wir
es an! Es gibt keine sozialdemokratische Gesellschaft, auch diese ist nur
nackter Kapitalismus! Der Kampf um eine gerechte Gesellschaft, um den
Sozialismus, wird uns durch nichts erspart bleiben! Und auf dem Weg
dorthin geht es mit Hilfe von Klassenkampf um radikale Reformen:
Umverteilung
von oben nach unten!
Hohe
Vermögens- und Erbschaftssteuern!
Unentgeltliches
Erziehungs- und Bildungswesen!
Polytechnische
Gesamtschule für alle 7 – 16Jährigen!
Menschenwürdige
kostendeckende Löhne, Gehälter und Pensionen!
Gegen
weitere Aushöhlung des Sozial- und Pensionssystemssystems!
Arbeit
für alle durch radikale Kürzung der Arbeitszeit, Wertschöpfungsabgabe
und Demokratisierung der Arbeitswelt!
Stopp
dem weiteren Ausverkauf öffentlichen Eigentums!
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