Wichtige Rubriken und Beiträge

+++Neu+++

Newsletter bestellen

zur Homepage

Der Krieg der herrschenden Klasse gegen das Volk

Kampf den ideologischen Diversanten

Für den Aufbau der Kommunistischen Partei Deutschlands

Gegen den imperialistischen Krieg

Black Channel

Betrieb&Gewerkschaft

Bildung, Kultur & Wissen

Wider den Block der
Rechten und Trotzkisten

zur Geschichte
der internationalen kommunistischen und Arbeiterbewegung

Wissenschaftlicher Sozialismus

Aus den Ländern

Links

Impressum

Archiv

Intern

Proletarischer Internationalismus

zurück

Nur knapp ein Drittel der Spanier stimmten für EU-Verfassung

77 % aller Spanier, tönte es von der Tagesschau, hätten beim Referendum für die EU-Verfassung gestimmt.

Das ist eine platte Lüge! Es beteiligten sich eben mal 42 % der Wahlberechtigten an der Abstimmung. Nach Adam Ries sind das nur 32%, also eine Minderheit.

Eine schallende Ohrfeige für die spanische Regierung.

Spanien für Abstinenz

Die offiziellen Wahlergebnisse täuschen: Die überwiegende Mehrheit zeigte der EU-Verfassung mit ihrer Enthaltung die kalte Schulter

Ralf Streck, Donostia/San Sebastian

Quelle: jungeWelt vom 22.02.2005

Die Wähler im spanischen Staat haben die Europäische Verfassung mit Mißachtung gestraft. Am ersten Referendum in EU-Europa über den Vertrag haben sich nur 42 Prozent der Wahlberechtigten beteiligt. Und damit noch vier Prozent weniger als bei der Wahl zum Europaparlament im vergangenen Mai.

Obwohl knapp 78 Prozent mit Ja gestimmt haben, kann kaum von einer Annahme der Verfassung gesprochen werden. Seit dem Tod des Diktators Franco haben sich niemals weniger Menschen an Wahlen beteiligt. Von denen, die abstimmten, haben sich zudem sechs Prozent aktiv der Stimme enthalten. Trotzdem erklärte der spanische Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero euphorisch: »Wir haben Geschichte in Europa geschrieben«.

Es spricht für sich, wenn etwa 90 Prozent der Bevölkerung in Umfragen eingeräumt haben, nichts oder nur wenig über die EU-Verfassung zu wissen. Angesichts dessen und vor dem Hintergrund der niedrigen Wahlbeteiligung besitzt das Ja-Votum daher nur eine zweifelhafte Legitimität. Die konservative Volkspartei (PP) und die Vereinte Linke (IU) hatten schon im Vorfeld angekündigt, sie würden Konsequenzen fordern, wenn kein Quorum von 50 Prozent zustande käme. Die PP, die eine Zustimmung zur Verfassung forderte, hält die schwache Beteiligung für eine »persönliche Niederlage Zapateros«. IU-Chef Gaspar Llamazares zeigte sich erfreut darüber, daß »trotz einer manipulierten Kampagne 2,5 Millionen Menschen ein progressives Votum« gegen den Verfassungsvertrag abgegeben hätten.

Deutlich anders als im gesamtem Staat fiel die Abstimmung im Baskenland und Katalonien aus. Im Baskenland stimmten, bei noch stärkerer Wahlverweigerung, 34 Prozent mit Nein, doppelt so viele wie in Gesamtspanien. Auch in Katalonien lag das Nein mit 29 Prozent noch weit über dem Durchschnitt. Ein mehrheitliche Ablehnung war unwahrscheinlich, weil die moderaten Nationalisten für eine Zustimmung geworben hatten.

 

Spenden für die Homepage: Günter Ackermann, Konto-Nr.: 433 407 436,
IBAN DE62360100430433407436., BIC PBNKDEFF, BLZ: 360 100 43
Postbank Essen. Verwendungszweck: Homepage 
(Bitte eMail-Adresse und Verwendungszweck immer angeben!)

  Bitte immer angeben!