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Das
Gesicht der Intrige und des Verrats:
Obertrotzkist
Dierkes |
Im
Arsch der SPD fühlt sich der Obertrotzkist
Dierkes am wohlsten
Die Verrätereien und
Intrigen des Duisburger Ratsherrn
Von
Günter Ackermann (21. April 2006)
(vormals
Kreisvorsitzender, später Mitglied der Kreisvorstands, des
Kreisverbandes Duisburg der PDS und Mitglied der
Bezirksvertretung Duisburg Mitte)
Teil
1:
Die Geschichte eines Irrtums
|
0.
Vorbemerkung
Das
Thema scheint zunächst nur kommunaler, höchstens regionaler Bedeutung
zu sein. Was also soll es in diesem Umfang hier erwähnt werden?
Erstens
gibt es kein zweites Beispiel einer Erfolgs der PDS im Westen,
wie in der Arbeiterstadt Duisburg, wo sie bei den Kommunalwahlen 1999 in
einigen Stadtteilen drittstärkste Kraft wurde – vor FDP und Grüne.
Ursache des Erfolgs war eine konsequenter, oft gegen den Widerstand der
Bundes- und Landespartei, gesteuerter Kurs des seit 1996 amtierenden und
von Kommunisten geführten linken Kreisvorstands. Wir haben damals unter
Beweis gestellt, dass linke und kommunistische Positionen auch Wählerstimmen
bekommen.
Zweitens:
Hier wird exemplarisch das schließliche Scheitern dieses Kreisvorstands
dargestellt. Einmal saßen wir dem Irrtum auf, wir könnten einige Zeit
in der PDS als Kommunisten arbeiten und „überwintern“, bis dann die
Kommunistische Partei Deutschlands neu entstehen würde und zum Anderen,
weil wir gegenüber feindlichen Strömungen, hier dem Trotzkismus,
kommen sie getarnt als linke Strömung, nicht wachsam genug waren, ja
uns sogar als unbewusste Steigbügelhalter missbrauchen ließen. Konkret
scheiterten wir an den Intrigen des Obertrotzkisten Dierkes.
Drittens:
Überregionale Bedeutung hat es auch deshalb, weil hier exemplarisch die
Machenschaften eines der führenden deutschen Trotzkisten vorgeführt
werden.
Aus
diesen Gründen auch die Ausführlichkeit dieses Textes. Andere sollen
lernen um selber wachsamer zu sein.
1. Der ehemals linke
PDS-Kreisverband Duisburg
Wir
saßen der Illusion auf, in und mit der PDS könnten wir linke, ja sogar
kommunistische, Politik machen. Hinweise auf die Unmöglichkeit gab es
viele: da war ein Bismarck-Enkel, der blaublütige Heinrich
Graf von Einsiedel, der für die PDS im Bundestag saß und
forderte, die Kommunisten aus der Partei zu werfen; da waren die
diversen Äußerungen des Vordenkers des Vorstands, André Brie, der es
Kommunisten ungemütlich machen wollte und die DDR mit den Nazis auf
eine Stufe stellte, da gab es eine Konferenz in Frankfurt der westlichen
Parteirechten, gesponsert vom Parteivorstand usw. Zwar machten wir
einige Jahre linke und kommunistische Politik, mussten uns aber ständigen
Anfeindungen erwehren und scheiterten schließlich.
Wir
Duisburger waren Exoten in dieser Partei, wurden als die Proleten aus
Duisburg innerhalb des PDS-Landesverbandes ironisch belächelt. Kamen
Promis nach NRW, dann kamen sie in die Mittelstadt Herne oder in die
Landeshauptstadt Düsseldorf oder in die rheinische Metropole Köln, wir
in Duisburg waren uninteressant.
Oder
doch nicht ganz. Gregor Gysi hatte gelesen, dass in den 80er Jahren in
Duisburg-Rheinhausen der Arbeitskampf bei Krupp stattgefunden hatte.
Aber nicht die Krupp-Arbeiter interessierten, sondern ein Pfarrer Kelb,
der beim Streik eine gewisse Rolle gespielt hatte. Den wollte Gysi 1994
zum Bundestags-Kandidaten machen. Der Jurist
Gysi hatte jedoch vergessen, dass, wenn man bei Bundestagswahlen
antreten will, einen deutschen Pass in der Tasche haben muss. Kelb aber
war Österreicher.
In
der Folge gab es eine innige Verbundenheit zwischen Pfarrer Kelb und
Gysi, uns vor Ort brachte es gar nichts. Er stieg zum Berater von Gysi
beim Westaufbau der PDS auf. Wir nannten ihn scherzhaft Gregors
Beichtvater.
Als
1996 der linke Kreisvorstand gewählt wurde, sprachen wir mit dem
Pfarrer. Er versprach Zusammenarbeit, die aber bestand darin, gegen uns
Linke zu hetzen und Intrigen zu spinnen.
Bei
den Bundestagswahlen 1998 schließlich verzeichneten
wir bereits Erfolge. Die PDS in Duisburg lag von allen Städten
in NRW an der Spitze. Daher dachten wir ab Herbst 1998 daran, zu versuchen, bei den
Kommunalwahlen 1999 mit einem Bündnis mit der DKP und anderen Linken,
anzutreten.
Der
Kreisvorstand beschloss, um unseren Anspruch als linke Kraft zu
dokumentieren, einen linken Gewerkschafter, möglichst Betriebsrat eines
Großbetriebes, als Listenführer zu bestimmen.
Die
erste Wahl war ein linker Betriebsrat bei HKM (Hüttenwerke
Krupp-Mannesmann) in Duisburg-Huckingen. Der aber lehnte ab und meinte,
die PDS würde sich wie die Grünen entwickeln. Zwar wären wir in
Duisburg Linke, aber unsere Gesamtpartei ginge eher in Richtung SPD.
Als
zweite Wahl fiel uns nur der Vertrauenskörpervorsitzende der
Thyssen-Tochter Eisenbahn und Häfen, Hermann Diekes, ein. Wir sprachen
ihn an und nach einigem schamhaften Zieren willigte er ein. Dierkes war
im Duisburger Norden der Stadt mit einigen Öko-Bewegten aktiv, die im
politischen Spektrum nur schwer einzuschätzen sind. Aber es gab auch
einige antikommunistische Stimmen aus dieser Richtung. Die Einstufung als
kleinbürgerlich und unpolitisch kommt der Wahrheit wohl am nächsten.
Zwar
wusste ich, dass Dierkes Trotzkist, ja einer der wichtigsten Funktionäre
der IV. Internationale in Deutschland ist, aber wir meinten, das dürfe
heute keine Rolle mehr spielen. Welch eine Fehleinschätzung!
2.
Von Beginn an: Trotzkistische
Intrigen gegen de Linken und
Scharwenzeln mit dubiosen Richtungen
Mitten
in den Vorbereitungen zur Wahl fiel ich als Kreisvorsitzender wegen
einer schweren Erkrankung aus und pausierte von Februar bis Juli
– kandidierte auch nicht auf der PDS-Liste für d en Rat. Mein
Stellvertreter war Schichtarbeiter und konnte diese Funktion nur bedingt
ausfüllen. Also wurden die Bündnisverhandlungen und ein Teil der
Wahlvorbereitungen von Leuten geführt, die dazu unfähig waren.
Als
ich im Juli zu einer Zusammenkunft für den Wahlkampf wieder erschien,
war ich entsetzt über die Stimmung der aktiven Mitglieder: Unlust bis
hin zur Resignation waren vorherrschend. Es hatte sich – so wurde es
genannt – ein „Politbüro“ gebildet, das den Wahlkampf leitete und
den aktiven Mitgliedern nur kurze Befehle gab, die dann auszuführen
waren. Die wichtigsten Leute im „Politbüro“ waren das ehemalige
DKP-Mitglied Horst-Werner Rook und eben der Trotzkist Hermann Dierkes.
Ich
forderte sofort die Auflösung dieses „Politbüros“ und die
Verlagerung der Diskussion in die Zusammenkunft der Wahlkämpfer, also
der aktiven Mitglieder der Partei. Als dann Dierkes mitteilte, man werde
ein Teil des Geldes, welches wir vom Land für den Wahlkampf bekamen, für
ein Inserat in einer rechten türkischsprachigen Zeitung ausgeben,
reichte es mir und den anderen. Dann, so sagte ich, könnten wir auch in
der " „Nationalzeitung" des Dr. Frey inserieren. Das „Politbüro“ wurde kassiert,
erst jetzt kam richtige Wahlkampfstimmung auf.
Wie
bekannt, errangen wir einen Wahlerfolg, wie kein anderer westdeutscher
Kreisverband und kamen in Fraktionsstärke in den Rat.
Zu
verdanken war dies in erster Linie unserer soliden gradlinigen linken
Politik, wwie sie der Kreisvorstand vertrat. Dass wir da viele Steine in den Weg
gelegt bekamen, betrachte ich als normal. Wir räumten sie einfach aus dem Weg.
Selbst der Versuch des ehemaligen Kreiskassierers, Ernst Schoffers,
einige Kandidaten zu „vergessen“, also die formal notwendigen Erklärungen
nicht einzuholen und das, obwohl bereits die Urlaubszeit begonnen hatte,
wurde gemeistert.
Das jedenfalls hätte die Wahlbeteiligung verhindert. Schoffers wurde
massiv kritisiert und schließlich zum Rücktritt gezwungen.
Bei
Schoffers stellte sich im Nachhinein heraus, dass er ein sehr
zweifelhaftes Subjekt war.
Aber
auch dem Einsatz der aktiven Mitglieder im Wahlkampf und deren Begeisterung
(in der besten Zeit des Wahlkampfes waren es eben mal 25) war
beachtenswert. Anzumerken
sei hier, dass diese Begeisterung durch das sog. Politbüro fast kaputt
gemacht worden war. Dass schließlich doch Wahlkampfstimmung. ja
Begeisterung, aufkam, ist
wohl nicht zuletzt auch mir zu verdanken.
Schließlich
seien noch die Genossen der DKP zu erwähnen, die sich sehr aktiv und
konstruktiv am Wahlkampf beteiligten.
Nachdem
nach der Wahl die erste Euphorie verflogen war, kam der politische Alltag: Mir wurde
zugetragen, bei der Geburtstagsfeier von H-W. Rook, habe Hermann Dierkes
sich abfällig über die Führung des Kreisverbandes geäußert. Wir
seien ultralinke Sektierer, gab er kund und zu wissen. Damit meinte er
in erster Linie mich.
Rook
wurde dann auch sehr schnell die Kreatur von Dierkes im Kreisvorstand
und entwickelte sich immer offenkundiger zum Parteirechten. Dierkes, der
nicht Parteimitglied war, versuchte indessen, die Ratsfraktion,
bestehend aus ihm, der Quotenfrau und Jungdemokratin Irina Neszeri und
einem pressescheuen DKP-Mitglied in Stellung zu bringen. Das gelang ihm
nur bedingt. So schloss er uns aus bei der Auswahl der Fraktionsgeschäftsführung
aus, es gelang uns aber, einige unsägliche Anwärter hierfür
abzuwehren.
Auch
was die Besetzung der Ausschüsse betraf, favorisierte Dierkes uns
unbekannte Bewerber, die sich bei genauem Hinsehen nicht nur als
ungeeignet, sondern meist auch als uns feindlich gesonnen entpuppten.
Bei einigen dieser Bewerber konnte der Verdacht, dass sie vom
Verfassungsschutz seien, nicht ausgeräumt werden. Es gab reichlich
Hinweise hierfür, ich bin noch heute der Überzeugung, dass sie
eingeschleuste Subjekte waren. Ich will nicht auf Einzelheiten eingehen,
aber da war z.B. einer, der gab vor, führend aktiv in Essen bei der
Zeche Carl, einem Kulturzentrum, zu sein. Meine Recherchen ergaben, dass
er dort unbekannt sei. Das teilte ich jemandem am Telefon mit und sagte
auch, dass dieser Mann nicht echt sei. Als er sich dann vor der
Gesamtfraktion vorstellen sollte, beschimpfte er uns und sagte, er werde
im Ausschuss nicht PDS-Politik machen und auch die Sitzungsgelder nicht
abführen. Der wollte nicht gewählt werden, dabei hatte er sich noch
Tage vorher in den Vordergrund gedrängt. Ob er von unseren Telefonaten
wusste und wenn ja, wie kommt man als Normalmensch an Inhalte fremder
Telefongespräche?
Die
nächste Intrige von Dierkes ging um geplante Zeitung und die Funktion
des Chefredakteurs. Wirl wollten nicht, dass die Zeitung als PDS-Zeitung, sondern als sozialistische Zeitung, erscheinen
sollte.
Dierkes brachte alle möglichen Argumente vor, das wichtigste war, dass
seine unpolitischen ökobewegten Bürgerinitiativler „sozialistisch“
nicht mittragen würden. Wir setzten uns schließlich durch.
Ähnlich
auch die Funktion des Chefredakteurs. Ich meldete meinen Anspruch an und
genau das wollte er nicht. Sein Favorit war seine Kreatur im
Kreisvorstand, Horst-Werner Rook. Dass der unfähig hierzu war, sah
jeder . aber das war Dierkes Schnuppe. Also
wieder monatelange Diskussionen, auch hier setzten wir uns durch.
Vorher,
im November 1999 gab es den ersten Krach im Bündnis mit der DKP. Nicht
nur, dass die neu eingestellte Geschäftsführerin die DKP-Genossen
Betonköppe nannte, sondern auch, weil Dierkes einen SPD-Antrag im Ältestenrat
des Rates um erhebliche Erhöhung der Fraktionszuschüsse zustimmte. Das
geisterte durch die Presse und – natürlich – es wurde genüsslich
erwähnt, dass die PDS zugestimmt habe. Dass die PDS-Duisburg dagegen
war und nur Dierkes zustimmte, steht auf blieb unerwähnt.
Das
Bündnis mit der DKP platzte dann im Januar 2000. Das DKP-Mitglied im
Rat, Karl Volkemer, hatte sich als unfähig erwiesen. In der Fraktion
stimmte er mit Dierkes – dann bekam er von seiner Partei den Kopf
gewaschen und machte eine Kehrtwende. Das passierte in schönster Regelmäßigkeit
und wurde selbst für die DKP zur Belastung. Also trat Karl Volkemer zurück
– auch deshalb, weil seine Partei ihm das entschieden nahe legte.
Nachrücker
wurde der damalige linke Sprecher des Kreisverbandes Dimitri Tsalos. Die
nachfolgenden Monate dürften für Dierkes ein Albtraum gewesen sein.
Der Kreisvorstand konnte nun direkt in die Interna der Ratsfraktion Einblick
nehmen und bestimmte mit.
So
z.B. hatte der SPD-Stadtdirektor und Rechtsdezernent Jürgen Brandt nach
der Zumberov-Affäre
versucht, sein ausländerfeindliche Image aufzupolieren. Ich schrieb an
anderer Stelle von K-online hierzu:
„SPD
und Grüne hatten das vor. Aufgrund unserer Aktionen gegen die
Abschiebepraxis in Duisburg war Stadtdirektor Brandt ins Zwielicht
geraten. Er versuchte sogar sich als Ausländerfreund zu verkaufen und
posierte vor der Presse mit einem neueingebürgerten Türken, hob dessen
neuen deutschen Pass hoch und forderte in Duisburg lebende Türken auf,
sich einbürgern zu lassen. Er nahm auch an einer türkischen
„Kulturveranstaltung“ teil und hielt eine Rede. Bei der
Veranstaltung stellte sich dann aber heraus, dass die Veranstalter die
faschistischen Grauen Wölfe waren. SPD und Grüne wollten in einem
Befreiungsschlag das Image von Brandt aufbessern. Diese Kommission wäre
von Brandts Behörde eingesetzt worden, sie wurde von ihr einberufen und
durfte keine Entscheidung fällen. Sie konnte aufgelöst werden, wenn
sie unbotmäßig ist, kurz: eine Alibikommission.
Hermann
Dierkes und Irina Neszeri wollten zustimmen. Der Kreisvorstand mit
Dimitri Tsalos übte massive Kritik an dieser Haltung und verhinderte
die Zustimmung der PDS-Fraktion. Durch die Zusammensetzung des
Duisburger Rates wurde die Kommission in dieser Fassung durch den Rat
abgelehnt. Später setzten wir die Grünen massiv unter Druck und
verlangten nach einer unabhängigen Härtefallkommission. Sie wurde dann
auch beschlossen.“
Dierkes
aber tat hinterher so, als sei er der Motor der Ablehnung des SPD/Grüne-Antrags
zur Imageverbesserung von Brandt gewesen.
Eine
andere Methode war, dass Dierkes versuchte, über seinen Speichellecker
H.W. Rook massiv die Arbeit des Kreisvorstandes zu behindern. Das war
z,B, die Affäre um einen gewissen Krason.
Krason
war mein Vorgänger als Kreisvorsitzender gewesen, stammte aus der DDR,
war dort Lehrer gewesen und in díe BRD übergesiedelt. Bevor er in die
PDS eintrat, gehörte er der eher rechts gerichteten Statt-Partei an.
Krason war eigentlich rechts und trat sogar für die Todesstrafe ein.
Als ich Kreisvorsitzender wurde, blieb Krason noch eine Welie in der PDS
und verschwand dann von der Bildfläche. Im Herbst 1999 tauchte er
wieder auf und wir erfuhren, dass er wg. eines Jobs bei der Stadt in die
SPD eingetreten war. Dieser Job war wegrationalisiert worden, also
tauchte er wieder bei uns auf. Er wollte zunächst Fraktionsgeschäftsführer
werden. Aber selbst Dierkes mochte ihn diesen Posten nicht geben.
Bis
zum Januar/Februar 2000 blieb Krason dann wieder abgetaucht, dann war er
wieder da. In der PDS glaubten damals viele, nach dem Erfolg bei den
Kommunalwahlen kämen wir nun in den Landtag – ein Irrtum, wie sich
bei den Wahlen zeigte.
Krason
wollte im Wahlkreis DU-Rheinhausen für die Landtatgswahlen 2000 kandidieren, ein Stadtteil, in dem
sich die Krupp-Hütte bis zu deren Schließung befunden hatte und wo die
ehemaligen Arbeiter von Krupp wohnten.
Krason
gewann die Kandidatenkür zwar knapp, aber das zählt bekanntlich auch.
Er hatte sich gestützt auf den rechten Flügel des Kreisverbandes, der
es sich zum Ziel gesetzt hatte – wie sie es nannten – die
„Kommunistenclique um Ackermann zu stürzen“.
Wir
wussten, dass Krason unfähig war – seine Reden hatten, wenn auch
ernst gemeint, eher humoristischen Wert – folhlich sannen wir auf eine Möglichkeit,
das Ergebnis zu revidieren. Der Zufall kam uns zu Hilfe. Wir hatten in
der Aufregung vergessen, eine Bewerbung zu berücksichtigen. Damit war
der formale Grund für die Wahlwiederholung gegeben. Wir ergriffen sie.
Bei der Wahlwiederholung verlor Krason.
Rook
hetzte von Anfang an gegen diese Wiederholung. Er drohte uns bei der
Polizei zu denunzieren, sich an den Wahlleiter zu wenden, die
Wahlwiederholung wolle er verhindern, wir, Dimitri Tsalos, die
Kreissprecherin Hanna und ich, hätten das Ergebnis gefälscht.
Dahinter
stand Dierkes, der sich allerdings aus allem scheinbar heraus hielt.
Die
erste richtige Niederlage gegen Dierkes erlitt der linke Kreisvorstand
dann im Dezember 2000 und zwar aus eigener Dummheit.
Wir
hatten der für den am 23. Dezember 2000 vorgesehen Solidaritätskundgebung
für das palästinensische Volk zugestimmt. Daraufhin waren wir massiv von der
Jungdemokratenfraktion in der PDS-Duisburg unter Druck gesetzt worden.
Die Mehrheit des Kreisvorstandes – Dimitri Tsalos war nicht anwesend
– kassierte die Zustimmung und gab somit den Antideutschen nach. Das führte
dazu, dass Dimitri Tsalos seine Funktion als Sprecher niederlegte und
das schwächte massiv unsere Position gegen Dierkes.
Fortsetzung
Teil 2 mehr
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Das
Gesicht der Intrige und des Verrats:
Obertrotzkist
Dierkes |
Im
Arsch der SPD fühlt sich der Obertrotzkist
Dierkes am wohlsten
Die Verrätereien und
Intrigen des Duisburger Ratsherrn
Von
Günter Ackermann
(vormals
Kreisvorsitzender, später Mitglied der Kreisvorstands, des
Kreisverbandes Duisburg der PDS und Mitglied der
Bezirksvertretung Duisburg Mitte)
Teil
2:
Der trotzkistische Verrat manifestiert sich
|
3. Der derzeitige
Zustand des PDS-Kreisverbandes Duisburg
Eine
Zeitlang hatte der Kreisverband keinen arbeitsfähigen Vorstand. Das war
etwa im Jahr 2004/2005. Der Grund? Dierkes passte die Zusammensetzung
des Vorstands nicht in den Kram. Gewählt zum Sprecher war Carsten
Spelting, der zum jetzt linken Flügel gehört, den Herrmann Dierkes
als Gegner ausmachte und Ingrid Kolbe als quotierte Sprecherin, ein eher
schlichtes Gemüt, die alles nicht durchschaute. Deren Wahl konnte er nicht verhindern,
Diese Ingrid Kolbe gehört, wenn überhaupt, dem Flügel der Unbedarften
an und in dieser Funktion total überfordert.
Dierkes
setzte durch, dass einer seiner Kreaturen Kreiskassierer wurde (die
Funktion ist wichtig, denn es kommt viel Spendengeld aus den
Sitzungsgeldern herein). Der Mann konnte zwar nicht die Arbeit machen,
dazu war er unfähig, die machte dann eben ein anderer für ihn. Aber
Dierkes behält die Kontrolle über die Finanzen..
Dierkes
bediente sich eines statuarischen Tricks um einen richtigen Vorstand zu
verhindern. Nach dem Landesstatut müssen
die Vorstände 50:50 quotiert sein. Abweichungen sind nur dann möglich,
wenn die Mehrheit der Frauen zustimmt. Es gab aber nur 2 Frauen in der
Versammlung: die Fraktionsgeschäftsführerin Ute Abraham – wie
Dierkes auch trotzkistisch organisiert – und eben Ingrid Kolbe.
Rechnerisch war eine Mehrheit bei zwei Frauen gar nicht möglich, aber
auch Ingrid Kolbe stimmte gegen das Aufheben der Quotierung. Damit war
die Vorstandswahl unmöglich.
Inzwischen
amtiert wieder ein Vorstand – natürlich unquotiert. Maßgebend ist
jetzt Ute Abraham, die Trotzkistin und Fraktionsgeschäftsführerin, die
jetzt Kreissprecherin ist. Der
Vorstand tanzt jetzt nach der Pfeife von Herrmann Dierkes. Damit sind
auch die letzten kleinen Spuren des einst linken Vorstands,
verschwunden.
Selbst
Horst
Werner Rook hat seine Schuldigkeit getan, er konnte gehen. Ein
besonderer Verlust scheint es nicht zu sein, niemand trauert ihm nach.
Er hat gegen uns gearbeitet und durfte uns Linke dann einige Zeit
beerben. Jetzt wird wieder Politik gemacht – trotzkistische. Rook ist
überflüssig geworden.
Wie
sieht diese trotzkistische Politik aus, die die PDS in Duisburg macht?
Zunächst
mal mit dem Maul auf links:
„Am
30.03. soll der Haushalt 2006 für Duisburg beschlossen werden. Auf dem
Tisch liegen Kürzungen von ca. 50 Mio. EUR, die jetzt und in den
Folgejahren verwirklicht werden sollen. Einzig die Ratsfraktion DIE
LINKE. Offene Liste spricht sich dagegen aus. Die Maßnahmen
vorgeschlagen durch die Unternehmensberatungen Berger und CSP
belasten die Mehrheit der Duisburgerinnen und Duisburger,
insbesondere Erwerbs- und Arbeitslose.“
Die
PDS brachte dann den Antrag ein, für die Innenstadt eine Maud zu
erheben. Dierkes will also die Arbeitslosen und die gerin Verdienenden
vor den Verlockungen der Innenstadt, wie Theater, Kino, Volkshochschule,
Stadtbibliothek usw. bewahren. Das sollen sich nur noch Wohlhabende
leisten können. Eben wie weiland zu Zeiten des eisernen Kanzlers
Bismarck.
Da zu Jahresbeginn die Fahrpreise des ÖPNV erhöht wurden
und eine zweite Erhöhung in diesem Jahr ansteht, ein nicht eben
sozialer Antrag. Entsprechend auch die Kritik von allen Seiten, auch aus
der WASG.
Ich
fragte Ingrid Kolbe, die mal als sozialpolitische Sprecherin des
Kreisverbandes herum lief, was sie davon halte? Ihre Antwort: „Das ist
Kommunalpolitik und interessiert mich nicht.“
Für
mich ein typisches Zeichen für den Zustand des Kreisverbandes, Wehe
dem, der sich mit der trotzkistischen Politik kritisch auseinander
setzt! Ist das Angst oder einfach nur Feigheit?
Jedenfalls werden
wirkliche oder vermeintliche Gegner des Obertrotzkisten erbarmungslos
niedergemacht. Wir setzten uns damals mit unseren innerparteilichen Gegnern
sicher auch hart, manchmal ruppig, aber inhaltlich-politisch auseinander. Jetzt geht es über Intrige und
Rufmord. Uns veleumdete Dierkes hintenrum als Linkssektierer – was
zwar Quatsch war, aber wenigstens politisch gefärbt war – jetzt geht
Dierkes so
vor, dass er unliebsame Parteimitglieder der Bestechlichkeit bezichtigt
– ausgerechnet von Dierkes kommen solche Behauptungen. Es ist zum
Lachen.
4. Die
Zumberov-Aktion und die Affäre um den Stadtdirektor Jürgen C. Brandt
Einer
mazedonischen Roma-Familie, die schon viele Jahre in Duisburg lebte und
zwei Kinder hatte, wurde die Aufenthaltserlaubnis auf Betreiben des Ausländeramtes
der Stadt Duisburg, entzogen. Oberster Chef dieser Behörde war der
Stadtdirektor Jürgen C. Brandt.
Obwohl
sich der Petitionsausschuss des Landtages für den Verbleib der Familie
in Deutschland aussprach, sollte sie abgeschoben werden. Ein
evangelischer Pfarrer bot ihnen Kirchenasyl an. Aber Stadtdirektor
Brandt war unbarmherzig und ließ das Kirchenasyl von der Polizei stürmen,
den Vater In Handschellen in einen Abschiebeknast deportieren, die
Mutter mit ihren Kindern in einem Übergangsheim unterbringen, der
Pfarrer landete erstmal im Knast.
Es
begann eine breite Aktion der Solidarität mit dieser Familie, der sich
selbst Teile der CDU, der Kirchen und der Gewerkschaften anschlossen –
natürlich wir auch. So mobilisierten wir gemeinsam eine kritische Öffentlichkeit
u. a. per e-Mail und forderten sie auf, bei Brandts Mail-Adresse zu
protestieren. Das verstopfte ihm die Mail-Box.
Die
Reaktion von Dierkes: siehe
Als
die Familie abgeschoben wurde, war ich und andere vor dem Heim,
verabschiedeten die weinende Mutter und die verzweifelt schreienden
Kinder und protestierten gegen die Deportation. Die Beamten der
Brandt-Behörde gingen zynisch vor. Sie kommentierten das Verladen der
wenigen Habe der Familie mit abwertenden Bemerkungen. Ich war empört
und hob, als sie abfuhren, den rechten Arm und rief: „Ich schäme
mich, Deutscher zu sein.“ Das handelte mir später eine Strafanzeige
auf Betreiben der Herrn Brandt ein. Ich hätte angeblich den
„Deutschen Gruß“ gemacht. Was für ein Unsinn!
Der
damalige linke Kreissprecher und Ratsmitglied Dimitri Tsalos sollte mit
einem Ticket an Bord der Maschine gehen und die Passagiere auffordern,
sich nicht anzuschnallen. Dann hätte der Pilot der Mazedonien Air nicht
starten dürfen solange die Zumberovs an Bord sind. Eine ganze Menge
Passagiere folgten auch Dimitris Aufforderung – die Maschine startete
dennoch.
Ich
will die Geschichte der Deportation dieser Familie nicht weiter
vertiefen. Im Internet sind noch eine ganze Reihe Seiten mit
Informationen hierüber.
Eines
ist aber klar: Der Stadtdirektor und Rechtsdezernent Brandt hätte auch
formaljuristisch noch Möglichkeiten gehabt, die Deportation dieser
Familie zu verhindern. Selbst der Petitionsausschuss des Landtages hatte
sich für den Verbleib der Familie ausgesprochen. Die damalige
SPD-Stadtspitze, allem voran die Oberbürgermeisterin Zielimg und ihr
Stadtdirektor Brandt, wählten die brutale Variante und schoben ab.
|

Sie
regneten in den Ratsaal
Die
Oberbürgermeisterin schrie hysterisch etwas von Angriff auf den
Rechtsstaat, sie tat, als
habe sie es mit Osama Bin Laden persönlich zu tun. Brandt
dagegen bekam eine schwache Blase. |
Nach
der Deportation gab es bei der Ratssitzung eine Aktion von Jugendlichen,
die in den Sitzungsraum Zettel regnen ließen, die gegen die Praxis der
Behandlung von Ausländern in Duisburg protestierten. Die Oberbürgermeisterin
schrie hysterisch, dass das ein Angriff auf den Rechtsstaat sei, sie
tat, als habe sie es mit Osama Bin Laden persönlich zu tun. Ich
beobachtete Brandt, der saß kreidebleich in seinem Sessel und ging dann
aus dem Saal – wohl um zu pinkeln. Die Aufregung hatte ihm auf die Blase geschlagen. Aus der
damaligen PDS gab es weitere Protestaktionen.
|
Die
Stadtspitze, verantwortlich war Brandt als Rechtsdezernent, reagierte
mit Strafanzeigen. So war die Bezeichnung Deportation nach Ansicht des
Volljuristen und ehemaligen Richters, des damaligen Stadtdirektors und Rechtsdezernenten
Brandt, strafwürdig. Strafwürdig war auch, dass ich Herrn Brandt einen
rechten Dezernenten nannte usw. Ein Rechtsanwalt aus Düren nannte die
Duisburger Praxis ausländerfeindlich und handelte sich auch eine
Strafanzeige ein. Gegen den Pfarrer, der den Zumberovs Kirchenasyl gewährte,
wurde auch ein Strafverfahren eingeleitet. Allein gegen vier
Kreisverbandsfunktionäre der PDS wurden insgesamt etwa zehn
Strafverfahren beantragt. Gegen mich allein vier.
Zwei
Strafanträge gegen mich wurden am 30. Januar 2001 beim Amtsgericht
Duisburg verhandelt. Das Ergebnis: Einstellung wegen nicht vorhandenen
Straftatbestand im einen und Einstellen wegen Geringfügigkeit im anderen Fall
(angeblicher Deutscher Gruß). Da die weiteren anhängigen Strafverfahren von der
Staatsanwaltschaft inzwischen eingestellt waren, legte noch am Tag
meines Freispruchs Stadtdirektor Brandt Widerspruch ein. Musste sich
aber von der Generalstaatsanwaltschaft einen Rüffel einhandeln, indem
er auf den Verfassungsgrundsatz der freien Meinungsäußerung
hingewiesen wurde. Also eine schallende Ohrfeige für diesen sozialdemokratischen
Juristen Gnadenlos.
5. Stadtdirektor
Brandt versucht sein Image aufzubessern
Seine
Partei, die SPD stand scheinbar hinter Brandt. Aber uns wurden eine
ganze Reihe kritische Stimmen überbracht und der Persilschein, den er
damals vom Unterbezirkschef der SPD bekam, wirkte eher wie eine Pflichtübung.
Während
die Abschiebepraxis in Duisburg mit ungehinderter Brutalität weiter
ging, präsentierte sich Brandt in der Stadthalle Duisburg-Hamborn als
Ausländerfreund. Da fand damals eine Großveranstaltung eines türkischen
Kulturvereins statt und Brandt hielt eine Rede. Was er gesagt
hatte, wurde nicht der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Die
Sache hatte nur einen Schönheitsfehler: Es war eine profaschistische türkische
Gruppe, die Grauen Wölfe, die die Veranstalter waren.
Auch
präsentierte sich Brandt damals in der Presse, mit einem frisch eingebürgerten
Türken, dessen neuen Pass hochhaltend und forderte dessen Landsleute
auf, es gleich zu tun und Deutsche zu werden. Kreide fressen war schon
damals seine Masche.
6. Brandt muss weg
– er wurde zur Belastung für das Ansehen der Stadt
Eigentlich
sind sich alle politischen Richtungen darüber einig, dass Brandts Macht
unkontrollierbar wurde. Er gebietet 2001 über folgende Bereiche:
-
die komplette Stadtverwaltung
untersteht ihm als Dienstherrn (Stadtdirektor);
-
Ordnungsamt, also Melde- und
Passwesen;
-
Die Stadtbezirke;
-
Die Ausländerbehörde;
-
Müll und Entsorgung.
Ich
habe ihn selbst mehrfach in der Bezirksvertretung erlebt. Fragen
beantwortete er grundsätzlich mit Phrasen, nie inhaltlich. Kritische
Fragen beantwortete er mit Versuchen der Herabwürdigung oder ganz
einfach mit: „Das gehört hier nicht hin.“ Oder gar: „Das geht sie
nichts an!“ Und das in einer
parlamentarischen Vertretung der Bürger des Stadtbezirks.
Die Parteiräson der SPD verhinderte seinen Sturz. Seine Chefin, die
Oberbürgermeisterin der Stadt Bärbel Zieling, deren Unfähigkeit kein
Geheimnis war, brauchte diesen Juristen Gnadenlos und
Verwaltungsfachmann.
2004
wurde die SPD abgewählt und ihr Vordenker und Exekutor einer rigorosen
Ausländerpolitik, stand ohne schützende Hand an der Stadtspitze da.
Dass die CDU diese
SPD-Altlast nicht in solch einer Machtposition belassen wollte, ist
klar, denn alle städtischen Ämter vor Bedeutung unterstanden Brandt,
der nicht nur nach eigenem Gutdünken schalten und walten konnte,
sondern es auch tat.
Der
Rat beschloss seine Absetzung, aber die vorgesetzte Behörde, der
Regierungspräsident, kassierte den Beschluss mit dem Hinweis, Brandt könne
nur bei einer 2/3-Mehrheit im Rat abgesetzt werden. Das verschaffte ihm
eine Galgenfrist bin 2006.
7.
Brandts Sturz und die PDS als Wasserträger der SPD
Im
Herbst 2006 läuft der Vertrag dieses kalten und gnadenlosen
Vollstreckers einer rigorosen Abschiebepraxis aus. Also beriet der Rat
der Stadt über seine Vertragsverlängerung und lehnte diese mit den
Stimmen aller Parteien, außer – verständlich – der SPD und der PDS
(sie nennen sich Linksfraktion, ich werde sie hier aber weiter
PDS-Fraktion nennen).
Ich
muss gestehen, dass ich diesen Abgrund der Verkommenheit selbst dem
Trotzkisten Dierkes nicht zugetraut hatte. Immerhin war es jener Brandt, der in
den Jahren 2000 und 2001 gegen vier Mitglieder der PDS Strafverfahren
durchzusetzen versuchte, der sich selbst dann, als mein Prozess für ihn
in die Hose ging, hartnäckig weiter strafrechtlich gegen uns vorzugehen
versuchte. Erst ein Rüffel der Generalstaatsanwaltschaft stoppte Brandt
in seinem Amoklauf.
Und
nun erblödet sich Dirkes, für den Erhalt des Machtpostens für Brandt
zu stimmen.
Ich
will hier nicht die anderen Ratsmitglieder von der Verantwortung
entlasten, für diesen ausgemachten eiskalten bürokratischen
Deportationsexekutor gestimmt zu haben. Aber Dierkes trägt
sie Hauptverantwortung, meine Gespräche mit Insidern bestätigen dies
auch. Er hat die Gespräche geführt und seine Einschätzung wurde dann
die der Fraktion.
7.1 Exkurs:
Ist Deportation
als Wort strafbar?
Wir
sprachen damals von Deportation ins Elend der Familie Zumberov. Das
reichte Brandt um uns anzuzeigen. Das Wort Deportation sei ehrerührig,
meinte er und verlangte Bestrafung mit einer saftigen Geldstrafe.
Wir
verwendeten das Wort trotzdem weiter. Es gab sogar einen regelrechten
Katalog verbotener Wörter:
1. „Deportation“
2. Kinder „verjagen“
3. Kinder „ins Elend abschieben“
4. der Stadtdirektor und Dezernent für Recht, Migration und
Entsorgung Dr. Jürgen C. Brandt habe die Familie „aus dem Kirchenasyl
entführt“
5.
Dr. Jürgen C. Brandt sei ein „rechter Dezernent”, ein „hartnäckiger
Überzeugungstäter“, „eine Belastung für Duisburg“,
und er mache Duisburg zum „Vorreiter einer rassistischen
Politik“.
Das
sind sicher keine Schmeicheleien
der damaligen Stadtspitze gegenüber. Aber die bürgerlichen Parteien
schwafeln sonst gern von Meinungsfreiheit, hier aber war ein ehemaliger
Richter und damaliger Stadtdirektor und Dezernent für Recht, Migration
und Entsorgung betroffen, das fand der gar nicht komisch (das war auch
nicht komisch gemeint) und meinte, mit den Knüppel der Strafjustiz
gegen uns vorgehen zu können.
Um
es vorweg zu nehmen: Die Affäre hatte inzwischen – auch durch unsere
Arbeit in der Öffentlichkeit – so weite Kreise gezogen, dass eine
Verurteilung sich zum, über die Region hinaus bekannten, Skandal entwickelt hätte.
Hinzu
kam, dass die Duisburger Stadtoberen, voran der Herr Brandt, weder im
Justizministerium noch in der Staatsanwaltschaft Freunde hatten und
Brandt erwies sich als uneinsichtig und ließ weiter strafrechtlich
ermitteln.
Zwar
ließ sich ein Strafprozesstermin gegen mich formalrechtlich nicht mehr
verhindern – es gab schon zwei Strafbefehle, gegen die ich Einspruch
eingelegt hatte – aber bereits ein Blick auf die Bank der
Staatsanwaltschaft beim Termin zeigte mir, wo es lang geht: Drüben saß
eine junge unerfahrene Referendarin, ein Lehrling also.
Ich
wurde frei gesprochen.
Die anderen anhängigen Verfahren gegen mich und andere stellte die
Staatsanwaltschaft ein. Da kam es erst gar nicht zum Prozess.
Ende Exkurs
Teil
3 und Schluss: Ein
Abgrund von Verworfenheit, Lüge und Verrat mehr
|
|

Das
Gesicht der Intrige und des Verrats:
Obertrotzkist
Dierkes |
Im
Arsch der SPD fühlt sich der Obertrotzkist
Dierkes am wohlsten
Die Verrätereien und
Intrigen des Duisburger Ratsherrn
Von
Günter Ackermann
Teil
3 und Schluss:
Ein
Abgrund von Verworfenheit, Lüge und Verrat mehr |
|
Grüner
Fraktionssprecher im Duisburger Rat Dr. Dieter Kantel |
Fraktionsvorsitzender
der „Linkspartei“.PDS, Hermann Dierkes, im Duisburger Rat |
|
„Herr
Brandt (hat) gezeigt, dass er den Geist eines rechtsaußen
angesiedelten Politikers wie der CSU-Politiker Beckstein hat.“
|
Dierkes
nimmt Brandt auch noch ausdrücklich vor den Grünen in Schutz:
„Herrn
Brandt mit Herrn Beckstein auf eine Stufe zu stellen, wie es die
Grünen tun, weisen wir entschieden zurück.“ |
8.
Der Arsch der SPD
Und
diesem Herrn Brandt wollte Dierkes zur Verlängerung seines Vertrags
verhelfen. Eigentlich ein Abgrund von Widerlichkeit. Ich schüttelte mich
vor Ekel, als ich davon erfuhr.
Das
alles aber wurde noch übertroffen, von der Begründung für dieses
schändliche Handeln:
„Nach
längerer Meinungsbildung und etlichen Gesprächen mit verschiedenen
Ratsparteien - auch mit Herrn Brandt selbst - waren wir zu dem Schluss
gekommen, dass dies besser wäre, als einen ausgesprochenen
Verwaltungsfachmann in den hoch bezahlten einstweiligen Ruhestand
abzuservieren.“
Auf
gut deutsch: Es ist besser, dieses Subjekt weiter wirken zu lassen, als
ihn zum Teufel zu jagen. Er ist ja ein „ausgesprochener Verwaltungsfachmann“ (u.a. für das Sprengen von
Kirchenasylen und die Deportationen ganzer Familien ins Elend) und das
muss gewürdigt werden.
Mit
der gleichen Logik ging weiland Adenauer vor, als er den Globke zu
seien Amtschef machte. Wem kümmert die Nazivergangenheit? Und so
geschah es in den Westzonen/BRD hunderttausendfach. In Gerichten und
Amtstuben, Geheimdiensten und Polizei waren die Fachleute mit der braunen
Vergangenheit, die man nicht in Pension oder besser in den Knast, stecken
wollte.
Dierkes
kümmert bei Brandt weder die Brutalität dessen Abschiebepolitik, noch kümmert es ihn, dass Brandt unnachgiebig die Kritiker
seiner brutalen Praxis strafverfolgen ließ, sogar und vvor allem aus der Partei, für
die Dierkes im Rat sitzt. Brandt machte unnachgiebig weiter, bis es selbst der
Staatsanwaltschaft zu viel wurde und sie Brandt auf die Gültigkeit der
Verfassung auch in Duisburg
hinwies. Brandt ist ja ein „ausgesprochener Verwaltungsfachmann“.
Wenn
Brandt seine Frühpension verzehrt, dann ist das schlechter, als wenn er
weiter an führender Stelle einer deutschen Großstadt sein
rassistisches Unwesen treiben kann. Trotzkistische
Logik!
Weiter
heißt es in der Begründung für dieses schändliche Handeln des
PDS-Ratsherrn:
„Spätestens
seit der Niederlage der SPD bei den letzten Kommunalwahlen haben wir
auch bei Herrn Brandt viel Nachdenklichkeit festgestellt und mit ihm
neue, positive Erfahrungen in der Alltagspolitik gemacht, gerade auch in
der Flüchtlingsarbeit. So arbeiten wir mit ihm auf der Grundlage eines
von uns beantragten Beschlusses des Beirats für Zuwanderung und
Integration an einer Verbesserung der Lebensbedingungen von „Menschen
ohne Papiere“, unter denen sich viele Kinder befinden.“
Hierzu
sei angemerkt:
Sind
etwa die im Jahr 2000 von Brandt deportierten Zumberovs auf Betreiben
des Herrn Brandt wieder in Duisburg? Das sind sie nicht! Sie vegetieren
immer noch im Roma-Getto. Haben Samanta Zumberov (sie ist inzwischen 15
Jahre alt) und ihr Bruder Aynur Zumberov (inzwischen 18 Jahre alt)
wenigstens auf Kosten der Stadt oder zumindest auf Kosten des Herrn
Brandt eine gute Schulbildung bekommen? Natürlich auch nicht.
Und
da behauptet Dierkes, „mit ihm
neue, positive Erfahrungen in der Alltagspolitik gemacht,..."
gemacht zu haben! Er meint positive Erfahrung Dierkesscher Art (siehe).
Nachdenklichkeit
des Herrn Brandt nach der SPD-Niederlage: Ist aus dem Saulus Brandt seit
dem Wahltag 2004 ein ausländerfreundlicher Paulus geworden, der sich für
den Verbleib von „Menschen ohne Papiere“ einsetzt? Jeder, der Brandt
erlebt hat, weiß, er ist ein eiskalter und arroganter Machtmensch. Die
reine Opportunität trieb Brandt dazu, kiloweise Kreide zu fressen.
Niemand sollte sein wahres Gesicht erkennen können – bis er wieder
zuschlagen konnte.
Und:
Beschluss des „Beirats für Zuwanderung und Integration“ (früher
hieß der „Ausländerbeirat“): Der kann beschließen, was er will,
es hat keine rechtliche Verbindlichkeit.
Das
ist jedenfalls von Dierkes an den Haaren herbei gezerrt.
Und
weiter rechtfertigt Dierkes sein Verhalten:
„Alte
Rechnungen können im Leben auch anders beglichen werden.“
Ja, das stimmt und Dierkes tat's auf seine, die schleimige, Art: Er
wollte Brandt wenigstens den Posten des Rechtsdezernenten (wir nannten
ihn rechten Dezernenten) sichern, damit er weiter strafverfolgen und
deportieren lassen kann.
Selbst
die Grünen konnten über Dierkes Haltung nur kopfschüttelnd schreiben:
„Ausschlaggebend
für die Entscheidung der grünen Fraktion, Herrn Brandt nicht zu wählen,
war allerdings seine in den letzten Jahren praktizierte Flüchtlingspolitik:
„Mit der völlig unnötigen und menschenverachtenden Abschiebung der
Familie Zumberov hat Herr Brandt gezeigt, dass
er den Geist eines rechtsaußen angesiedelten Politikers wie der
CSU-Politiker Beckstein hat – das ist für grüne Politik vom
Ansatz her unerträglich gewesen,“ bringen die Grünen ihre Kritik an
Brandt auf den Punkt. Damals habe sogar ein Ratsherr der PDS die Familie
bei der Abschiebung begleitet und über die furchtbaren Bedingungen in
ihrem ehemaligen Heimatland berichten können. Woher der Sinneswandel
gekommen ist, dass die Linksfraktion Herrn Brandt jetzt unterstützt
hat, können die Grünen nur mit fatalen Erinnerungslücken erklären.“
Dazu
bemerkt Dierkes und stellt sich schützend vor Brandt:
„Herrn
Brandt mit Herrn Beckstein auf eine Stufe zu stellen, wie es die Grünen
tun, weisen wir entschieden zurück.“
Das
stimmt – Brandt ist kein Innenminister eines Bundeslandes wie
Beckstein.
Ich
habe aus Kreisen der PDS-Fraktion erfahren, dass Dierkes als Argument
anführte, er habe mit türkischen Gruppen gesprochen. Die hätten
verlangt, dass die PDS Brandt stütze. Welche türkischen Gruppen das
aber waren, sagte er nicht. Jedenfalls werden keine türkischen Gruppen auf
der Homepage in der Erklärung von Dierkes benannt. Seiner Fraktion
nannte er auch keine. Dass die Grauen Wölfe, auf deren
Veranstaltung Brandt bereits 2000 wohlwollende Worte fand, für Brandt
sind, ist anzunehmen.
Mit
Sicherheit aber gibt es genug ausländische Gruppen, die Brandt ablehnen.
Dierkes aber führte Geheimgespräche mit „seinen“ Gruppen –
wenn es denn überhaupt Gespräche gab und er nicht einfach schwindelte. Nur
er und eine seiner Kreaturen sprachen angeblich mit den türkischen Gruppen,
die anderen Fraktionsmitglieder waren auf die Berichte von Dierkes
angewiesen.
Ein
Argument, dass mir die ehemalige Ratsfrau Irina Neszeri nannte, hat mich
allerdings verblüfft: Der Nachfolger sei womöglich noch schlimmer.
Dazu
sei angemerkt:
Bei
der Abstimmung im Rat ging es nicht um den Nachfolger Brandts, sondern
um Brandt selbst.
Wenn
sein Nachfolger nominiert wird, kann man feststellen, wessen Geistes
Kind der ist und sich entsprechend verhalten.
Die
Außenwirkung des Verhaltens von Dierkes und der PDS-Fraktion aber ist
verheerend: Hier stimmte die Fraktion einer Partei, die sich links
nennt, für einen, dessen Image nicht schlechter sein kann und machte
ihn damit zum Ehrenmann. In dem Fall allerdings vergeblich. Brandt ist
und bleibt wie die Grünen so treffend sagten: „dass
er den Geist eines rechtsaußen angesiedelten Politikers wie der
CSU-Politiker Beckstein hat.“
Brandts
wahre Haltung zeigt sich an seinen Äußerung in der WDR-Sendung Westpol
am 1. April 2002:
„Wer
sich am Flughafen mit massiver körperlicher Gewalt wehre, könne damit
rechnen, dass er den Flug in sein Heimatland nicht antreten müsse,
klagt der Duisburger Beigeordnete Jürgen Brandt. Hintergrund sei, dass
sich immer häufiger Bundesgrenzschutzbeamte weigern, ihre Gesundheit zu
riskieren. Diese Praxis werde auch durch Bundesinnenminister Schily
gedeckt. Allein in den ersten zehn Wochen des neues Jahres seien deshalb
drei Abschiebungsversuche bei illegalen Ausländern aus Duisburg
gescheitert. „Dies demotiviert und macht die Arbeit der Ausländerbehörden
schwieriger, erklärte Brandt gegenüber Westpol. Außerdem kämen bei
jedem solchen Fall zusätzliche Kosten in fünfstelliger Höhe auf die
betroffenen Städte zu.“
Das
„Antifaschistische Komitee Duisburg“ erklärte hierzu in der
Zeitschrift „Standpunkt“:
„Kaum
gab der WDR dem Schreibtischtäter Brandt die Möglichkeit seine
rassistischen Wehwehchen über gescheiterte Abschiebungen kund zu tun,
versuchte er den BürgerInnen wieder einmal weis zu machen, unter welch
schwierigen Bedingungen die AusländerInnnenbehörden angeblich arbeiten
müssten.
So
auch in Duisburg, wo Anfang des Jahres 3 Abschiebeversuche scheiterten.
„Dies demotiviert und macht die Arbeit der Ausländerbehörden
schwieriger“, beschwerte sich Brandt dann auch beim WDR. „Es kommen
einfach Kosten (...) auf die Stadt zu.“
Brandt
zeigt hier klar und deutlich in welcher Logik er denkt. Die Flüchtlinge
sollen weg. Wie bei der Abschiebung der Roma-Familie Zumberov
interessiert es die Stadt und vor allem Herrn Brandt nicht in welche
Verhältnisse sie die Menschen deportieren. Klappt es dann mit den
Abschiebungen mal nicht, ist der Aufschrei seitens der Behörden groß
und es wird auf die Kosten verwiesen. Dass in Deutschland und auch in
Duisburg Flüchtlinge wie Gegenstände behandelt werden, zeigt schon die
Residenzpflicht, die ja bekanntermaßen gegen die Menschenrechte verstößt,
weil sie ihnen das Recht auf Bewegung verweigert. Herr Brandt darf sich
mit seiner rassistischen Hetze gerne mitverantwortlich für die
neonazistische Gewalt in Deutschland fühlen. Schließlich setzen die
Nazis ja nur um was er fordert. Jürgen Brandt wird sicher weiterhin
seine „schwierige“ Arbeit ausführen. Schon kurz nach seinem
Interview bekam er Schützenhilfe vom BGS. Abschiebungen seien auch
weiterhin möglich, in transportablen Zellen nämlich.“
Standpunkt,
das sei in Erinnerung gerufen, wird von der PDS in Duisburg gemacht.
Damals war Dierkes von den Schreibern des Artikels abhängig,
die machten ihm das Layout der Zeitung, folglich meinte er ihnen nicht in Inhalte
reinreden zu können, die sie bringen. Dierkes ist eben manchmal sehr flexibel.
Allerdings als ich Chefredakteur des Standpunkt war, kritelte er
ständig vor allem an Artikeln herum, die aus dieser Ecke kamen.
Für
uns, die wir damals an der Aktion gegen die Deportation durch Brandt teilnahmen und
uns in der Fraktion gegen die Beschimpfungen von Dierkes die
„ungeschickte e-mail-Aktion“
betreffend, wehren mussten (siehe),
finden es empörend, dass dieser rechte Dezernent
ausgerechnet von denen im Amt gestützt wurde, mit denen wir damals in
einer Partei arbeiteten. Aber es wundert uns nicht, kennen wir doch
Dierkes inzwischen zur Genüge.
Damit
er zukünftig sein verräterisches Handeln nicht mehr fortsetzen kann,
schreibe ich diesen Text und wir veröffentlichen ihn. Dieser Abgrund
von Verworfenheit muss als exemplarisches Beispiel trotzkistischen
Verrats an die Öffentlichkeit.
G.A.
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